Giro d'Italia - Mads Pedersen beißt sich im schweren Finale von Matera durch und holt in Rosa seinen dritten Sieg
VonFelix Mattis
Update 14/05/2025 um 18:12 GMT+2 Uhr
Mads Pedersen hat in Matera die 5. Etappe des Giro d'Italia 2025 gewonnen. Der Däne ließ sich im schweren Finale des 151 Kilometer langen Teilstücks nicht abhängen und sprintete auf der ansteigenden Zielgeraden schließlich wenige Zentimeter vor dem Italiener Edoardo Zambanini sowie dem Briten Tom Pidcock zu seinem dritten Tageserfolg bei dieser Italien-Rundfahrt - seinem ersten im Rosa Trikot.
Highlights: Pedersen dank Kraftakt weiter in Rosa
Quelle: Eurosport
"Ich war mir nicht sicher, ob es gereicht hat für den Sieg. Die letzten 20 Kilometer waren so hart, am letzten Anstieg habe ich extrem gelitten", sagte der Sieger, der gut zwei Kilometer vor Schluss in der letzten steilen Rampe in Probleme geraten war und etwas Boden einbüßte.
Eingangs des Schlusskilometers kam er aber wieder zurück nach vorn zu Teamkollge Mathias Vacek und fuhr schließlich zum Sieg - auch wenn Zambanini noch stark aufkam.
"Ich wusste, wenn ich mit einem kleinen bisschen Rückstand über die Kuppe komme, dann bin ich in der Gruppe, die um den Tagessieg kämpft. Ich habe viel Energie verbraucht, um wieder nach vorne ans Hinterrad von Vacek zu kommen. Aber es hat dann doch noch gereicht."
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Erst abgehängt, dann Etappensieger: Pedersen zum Dritten
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Mit seinem Sieg baute der Däne von Lidl-Trek auch seine Führung in der Gesamtwertung auf 17 Sekunden gegenüber Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) aus, der wie die anderen Kandidaten auf den Gesamtsieg weiter hinten im knapp 60-köpfigen ersten Feld ins Ziel kam - als Zwölfter. Florian Stork (Tudor) fuhr als einziger Deutscher in der Gruppe auf Rang 19 über den Zielstrich.
Neben der in der Gesamtwertung baute Pedersen am Mittwoch auch seine Führung in der Punktewertung aus. Weil die anderen Top-Sprinter im schwierigen Finale den Anschluss an die Spitze verloren, hat der Däne mit nun 139 Punkten bereits ganze 87 Zähler Vorsprung auf den Niederländer Olav Kooij (Visma-Lease a Bike) und 89 auf dessen Landsmann Casper van Uden (Picnic-PostNL).
Das Bergtrikot blieb auch nach Etappe 5 auf den Schultern des Italieners Lorenzo Fortunato (XDS-Astana), die Nachwuchswertung führt weiterhin Vacek an. Der Tscheche führte auch in Matera seinen Kapitän Pedersen auf die Zielgerade und zum Sprint.
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Beeindruckender Pedersen: Analyse zum dritten Sieg auf Etappe 5
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Sofort nach dem Startschuss am Ortsausgang von Ceglie Messapica bildete sich die Ausreißergruppe des Tages mit den Italienern Giosuè Epis (Arkéa), Davide Bais (Polti) und Lorenzo Milesi (Movistar). Das Trio fuhr schnell knapp drei Minuten Vorsprung heraus, wurde dann aber vom Peloton - angeführt von Jacopo Mosca (Lidl) - bei konstant rund zwei Minuten an der relativ kurzen Leine gehalten.
Unterwegs gewann Epis die beiden Zwischensprints sowie auch den Bonus-Sprint am Ende des Red Bull Kilometers jeweils vor Bais und Milesi, bevor er seine beiden Begleiter dann ziehen ließ und 32 Kilometer vor Schluss zurück im Hauptfeld war.
Sprinter-Riege in Montescaglioso ausgedünnt
Bais und Milesi erreichten mit noch 1:40 Minuten Vorsprung den 2,9 Kilometer langen und 8,4 Prozent steilen Anstieg von Montescaglioso knapp 30 Kilometer vor dem Ziel, an dem eine ganze Reihe Sprinter das Hauptfeld ziehen ließ - darunter Vortagessieger Casper van Uden (Picnic) und Olav Kooij (Visma), Matteo Moschetti (Q36.5), Gerben Thijssen (Intermarché), Milan Fretin (Cofidis) sowie Sam Bennett (Decathlon).
Über die Kuppe drückte das UAE-Team aufs Tempo und das Hauptfeld explodierte völlig, wobei unter anderem auch Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) den Anschluss verlor. In der Abfahrt rollten die ersten rund 100 Mann 22 Kilometer vor Schluss aber wieder zusammen und es ging in großem Feld auf Matera zu. Dort bekam Pedersen gut zwei Kilometer vor Schluss in der letzten steilen Rampe Probleme, kam aber nochmal zurück und sprintete dann von Vaceks Hinterrad zum dritten Etappensieg.
Die 6. Etappe führt am Donnerstag über 227 Kilometer von Potenza durchs Mittelgebirge nördlich am Vesuv vorbei nach Neapel. Dabei sind die letzten 60 Kilometer flach und es ist folglich mit der nächsten Sprintankunft zu rechnen. Es ist das längste Teilstück dieser Italien-Rundfahrt.
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Giro-Strecke: Profil der 6. Etappe - Marathonetappe nach Neapel
Quelle: Eurosport
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