Giro d'Italia: Max Kanter nach Sprint bestraft - Deklassierung für Duell mit Mads Pedersen im Finale der 4. Etappe
Die Freude währte nur kurz: Max Kanter ist nach dem fünften Platz im Massensprint von Lecce auf der 4. Etappe des Giro d'Italia durch die Rennjury bestraft worden: Wegen "irregulärem Sprint", genauer für "Schulterstöße im Finale" gegen Mads Pedersen, den Dänen im Rosa Trikot auf dem letzten Kilometer. Damit wurde der Sprinter vom Team XDS Astana auf den 103. Rang im Tagesklassement zurückgestuft.
Sprint-Analyse: Das war der Schlüssel zum Sieg auf der 4. Etappe
Quelle: Eurosport
Für den 27-Jährigen aus Cottbus eine herbe Enttäuschung nach seinem bislang besten Karriereergebnis beim vierten Giro seiner Profilaufbahn.
Aus der Helikopterperspektive war die Szene kurz vor dem Etappenziel gut zu erkennen, wirkte aber nicht unbedingt sanktionswürdig.
Das sah aber die Jury des Giro anders und brummte Kanter nach Zielankunft das in solchen Fällen vorgesehene Paket aus Deklassierung auf den letzten Platz seiner Gruppe, 500 Schweizer Franken Geldstrafe und 13 Zählern Abzug in der Punktewertung auf.
Außerdem wurde Kanter mit einer Gelben Karte verwarnt - sollte ihm das bei diesem Giro nochmals passieren, droht größeres Ungemach. Zwei Gelbe Karten in einem Etappenrennen ziehen eine Disqualifikation vom laufenden Wettbewerb und eine siebentägige Sperre nach sich. Drei Gelbe Karten innerhalb von 30 Tagen bedeuten zwei Wochen Sperre. Wer sechs Gelbe Karten innerhalb eines Jahres kassiert, wird für einen Monat gesperrt.
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Kanter nach Gelber Karte vorsichtig: "Klar beeinflusst mich das jetzt"
Quelle: Eurosport
Team reagiert auf Bestrafung: "Sehr unglücklich"
Kanters XDS-Rennstall meldete sich Abend mit einem Statement und legte darin seine Sicht dar:
"Wir halten diese Entscheidung für sehr unglücklich. Aus unserer Sicht ist Max sicher und entsprechend den Aktionen anderer Fahrer in der Gruppe gesprintet. Deklassierung und eine Gelbe Karte sind viel zu hart. Wenn wir anfangen, solche Situationen zu bestrafen, müssen wir auch damit anfangen, das Fahrer-Verhalten nicht nur im Finale, sondern auch auf den letzten zehn oder fünf Kilometern zu bewerten. Heute ist es unserem Team widerfahren, morgen könnte es jedes andere sein. Das ist eine enttäuschende Nachricht für uns", so der Sportliche Leiter und Ex-Profi Alexandre Shefer.
Giro d'Italia 2025: Gelbe Karten in Serie
Der Giro d'Italia zeigt sich in diesem Jahr bislang sehr streng in seiner Linie, was Verwarnungen und Deklassierungen angeht. Auf der 4. Etappe erwischte es neben Kanter auch Bram Welten, den letzten Anfahrer von Tagessieger Casper van Uden. Der Niederländer erhielt eine Gelbe Karte, weil er im Sprint andere Profis durch langsameres Fahren gefährdet haben soll. Auch diese Entscheidung wirkt beim genauen Studium der Zeitlupen zumindest sehr grenzwertig.
Sie passt aber ins Gesamtbild: Auf der 1. Etappe kassierte Francesco Busatto Gelb, am dritten Giro-Tag wurde Martin Marcellusi deklassiert und handelte sich ebenso wie Kasper Asgreen eine solche Verwarnung ein.
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