Olav Kooij lässt beim Giro d'Italia den Knoten platzen: Sprintsieg auf Etappe 12 - Max Kanter in Viadana Siebter

Olav Kooij hat nach zwei verpassten Chancen in Lecce und Neapel auf der 12. Etappe in Viadana die zweite Giro-Etappe seiner Karriere gewonnen. Der 23-jährige Niederländer setzte sich nach 172 Kilometern im Massensprint knapp vor seinem Landsmann Casper van Uden durch, gegen den er in Lecce noch das Nachsehen gehabt hatte. Dritter wurde Ben Turner, Max Kanter kam als Siebter über die Ziellinie.

Giro-Roundup: Van Uden zu früh - Kooij profitiert

Quelle: Eurosport

Kooij gewann den Sprint, nachdem Wout van Aert für ihn den Positionskampf vor der vorentscheidenden letzten Kurve entschieden hatte. Der Belgier führte das Rennen dort herum und zog dann ein langes Leadout für Kooij an.
Von hinten kam van Uden vorbei, Kooij sprang an sein Hinterrad und zog auf den letzten Metern aus dessen Windschatten heraus gerade noch vorbei zum Sieg.
"Wir haben auf diesen Sieg gewartet. Ich habe auf diesen Sieg gewartet. Wir sind in diesem Giro als Team immer besser geworden. Simon (Yates) ist in einer guten Position in der Gesamtwertung und Wout (van Aert) hat bereits eine Etappe gewonnen.
Die bisherigen zwei Sprints sind nicht gut gelaufen, deshalb bin ich umso glücklicher, dass wir es heute umsetzen konnten", freute sich Kooij über seinen Erfolg und bedankte sich bei van Aert für dessen Vorarbeit.
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Analyse: Kooij nutzt van Udens frühen Antritt als Sprungbrett

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"Nur er kann so einen langen Sprint anfahren. Ihn als Unterstützung zu haben, ist herausragend. Ich muss mich bei ihm aber auch beim restlichen Team bedanken, denn sie haben alle eine fantastische Arbeit geleistet."
In der Gesamtwertung gab es nur minimale Verschiebungen, weil sich Isaac Del Toro (UAE-Emirates-XRG) am Red Bull Kilometer rund 33 Kilometer vor dem Ziel noch zwei Bonussekunden sicherte und seinen Vorsprung entsprechend ausbaute.
Ansonsten aber kamen alle Klassementfahrer zeitgleich im Hauptfeld ins Ziel, sodass der Mexikaner nun 33 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Juan Ayuso, 1:09 Minuten auf Antonio Tiberi (Bahrain Victorious), 1:11 auf Simon Yates (Visma-Lease a Bike) und 1:26 auf Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) hat.
In der Punktewertung behauptete Mads Pedersen (Lidl-Trek) seine Führung, büßte aber etwas von seinem Polster ein. Mit 177 Punkten liegt er nun noch 72 Zähler vor Kooij und 92 vor van Uden.
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Kanter Siebter: Pedersens Hinterrad in letzter Kurve verloren

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Das Blaue Trikot des besten Bergfahrers gehört weiterhin Lorenzo Fortunato (XDS-Astana), der mit 156 Punkten nach wie vor deren 102 vor Ayuso liegt. Und in der Nachwuchswertung führt Del Toro vor Ayuso, der das Weiße Trikot stellvertretend trägt. Bestes Team des 108. Giros ist mit über 20 Minuten Vorsprung nach zwölf Etappen UAE-Emirates-XRG.
Zu Beginn der Etappe hatten sich direkt nach dem Startschuss drei Italiener aus dem Hauptfeld abgesetzt. Giosuè Epis (Arkéa), Andrea Pietrobon (Polti) und Manuele Tarozzi (VF Group) fuhren sehr schnell drei Minuten Vorsprung heraus, wurden dann aber von den Sprinter-Teams nicht mehr weiter weggelassen.
Alpecin, Decathlon und Visma kontrollierten den Abstand im Hauptfeld und verringerten ihn über die länge der Etappe langsam aber kontinuierlich wieder. Unterwegs teilten sich die drei Ausreißer die beiden Bergpreise der 3. Kategorie und die zwei Zwischensprints auf, wobei aus dem Feld heraus jeweils Pedersen Platz vier und damit zweimal drei Punkte an den Sprints mitnahm.

Del Toro schnappt sich zwei Sekunden Zeitgutschrift

Als es auf den letzten 60 Kilometern hinunter in die Po-Ebene ging, erhöhte sich das Tempo im Hauptfeld stark, weil Windkanten drohten. Doch der Wind wehte nicht stark genug und so riss das Feld nicht auseinander, sondern holte die Spitzenreiter bereits 50 Kilometer vor Schluss beinahe ein.
Von zehn Sekunden ging die Lücke anschließend nochmal auf deren 30 auf, doch 36 Kilometer vor dem Ziel wurden Epis und Tarozzi eingeholt. Pietrobon aber zog allein noch weiter durch und sicherte sich drei Kilometer später die sechs Bonussekunden am Red Bull Kilometer vor Kim Heiduk (Ineos) und Del Toro, der aus dem Feld heraus noch zwei Sekunden mitnahm.
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Gegensätze bei UAE: Ayuso laboriert an Wunde, Del Toro spielt

Quelle: Eurosport

Bei der ersten Zielpassage 26,6 Kilometer vor dem Ziel wurde auch Pietrobon schließlich gestellt und die Vorbereitungen auf das erwartete Sprintfinale konnten beginnen. Dabei lief das Rennen sehr geregelt und geradlinig mit stetig steigendem Tempo auf die letzten drei Kilometer zu.

Kooij nutzt van Udens Windschatten zum Sieg

Knackpunkt der Ankunft in Viadana war eine 135-Grad-Kurve 450 Meter vor dem Ziel. Der Positionskampf unter den Sprintzügen ging darum, dort gut positioniert zu sein. Diesen Kampf gewann Visma-Lease a Bike, allerdings nur noch mit einem Mann vor Kooij: Wout van Aert.
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Van Uden attackiert zu früh: Kooij schnappt sich Etappensieg

Quelle: Eurosport

Der Belgier war schon gut 100 Meter vor der Kurve an der Spitze und musste dann aus der Kurve heraus den Leadout für Kooij anziehen. Der Weg wurde weit und von hinten eröffnete van Uden den Sprint als Erster.
Der Sieger aus Lecce übernahm die Spitze und sprintete dem vermeintlichen zweiten Sieg entgegen, doch Kooij sprang an sein Hinterrad und zog auf den letzten Metern aus dem Windschatten heraus vorbei.
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Vorschau 13. Etappe: "Als Sprinter klappst Du das Buch wieder zu"

Quelle: Eurosport


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