Giro d'Italia: Jonas Vingegaard gewinnt nächste Bergankunft - Felix Gall nur knapp geschlagen in Corno alle Scale

Jonas Vingegaard hat beim Giro d'Italia auch die zweite Bergankunft für sich entscheiden. Am Ende der 9. Etappe gewann der Däne aus dem Visma-Rennstall in Corno alle Scale wie vor zwei Tagen am Blockhaus vor dem Österreicher Felix Gall (Décathlon). Diesmal trennte das Duo im Ziel zwölf Sekunden. Das Rosa Trikot verteidigte am Berg der 1. Kategorie der Portugiese Afonso Eulalio vom Bahrain-Team.

Highlights: Gall im Duell mit Vingegaard bei Bergankunft

Quelle: Eurosport

Gall hatte im schwersten Teil der Schlusssteigung 2,5 Kilometer vor dem Ziel attackiert und nur Vingegaard im blauen Bergtrikot konnte folgen. Der Topfavorit blieb nur am Hinterrad des Tirolers und übernahm keine Tempoarbeit, bis er mit einem Antritt davonzog und seinen zweiten Giro-Etappensieg einfuhr.
"Jonas hat nicht unbedingt den Zwang dazu, mitzuführen", zeigte Gall Verständnis für die Taktik des Rivalen. "Ich habe versucht, ihn mehr oder weniger zu ignorieren, obwohl ich natürlich gehofft habe, dass er mitführt. Ich habe dann allerdings alleine fahren müssen. Ich bin aber auf jeden Fall zufrieden mit dem Rennen, freue mich morgen auf den Ruhetag, denn ich habe doch schon etwas Müdigkeit im Körper."
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Gall im Interview nach Bergankunft: "Sehr, sehr zufrieden"

Quelle: Eurosport

Platz drei auf 1469 Metern Höhe ging an den italienischen Vingegaard-Helfer Davide Piganzoli (+0:34 Minuten) vor dem zeitgleichen Thymen Arensman (NED/Netcompany) und Eulalio im maglia rosa (+0:41).
In der Gesamtwertung bleiben Eulalio nun noch 2:24 Minuten gegenüber Vingegaard, Gall liegt 2:29 zurück. Großer Verlierer des Tages war Giulio Pellizzari (Red Bull), der Italiener kam früh am Schlussanstieg in Probleme, wurde 22. (+1:28) und rutschte im Klassement auf Rang neun ab (+5:15).
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Gall versucht alles - aber Vingegaard gewinnt auch zweite Bergankunft

Quelle: Eurosport

Vingegaard auf Kurs zum Rundfahrt-Triple

Vingegaard, zweimaliger Tour- und einmaliger Vuelta-Sieger, liegt damit weiter auf Kurs, als erst achter Radprofi der Geschichte alle drei großen Landesrundfahrten in seiner Karriere zu gewinnen. Zuletzt hatte Chris Froome 2018 seine Sammlung komplettiert. Tadej Pogacar fehlt der Vuelta-Sieg.
"Wir wollten heute nicht auf den Etappensieg fahren, haben aber früh gemerkt, dass Décathlon das geplant hatte. Als der Etappensieg doch in Reichweite war, haben wir im Schlussanstieg entschieden, es doch zu probieren. Es ist immer schön, zu gewinnen - ich bin superhappy und meine Teamkollegen haben einen tollen Job gemacht", sagte Vingegaard im Ziel nach seinem 50. Profi-Sieg.
Bester Deutscher war einmal mehr Ben Zwiehoff (Red Bull) als 48. (+6:23), im Gesamtklassement kletterte er auf Position 53 (+46:22).
Nach dem zweiten Ruhetag am Montag geht am Dienstag beim Giro mit dem einzigen Zeitfahren auf der 10. Etappe weiter. Über 42 Kilometer mit flachem Kurs sind dann die absoluten Spezialisten gefragt, Vingegaard dürfte dort den Abstand zu Gall deutlich ausbauen.
(mit SID)
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Flach, lang und entlang der Küste: Einzelzeitfahren für Tempobolzer

Quelle: Eurosport


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