Giro d'Italia Donne - Niedermaier-Aus überschattet Solosieg von van Vleuten in Rosa

Mit ihrem zweiten Tagessieg hat Annemiek van Vleuten (Movistar) auf der 6. Etappe des Giro d’Italia Donne ihre Führung im Klassement ausgebaut. Ihre erste Verfolgerin, Antonia Niedermaier (Canyon – Sram), schied nach einem Sturz aus. Van Vleuten war in Canelli nach 104 Kilometern 20 Sekunden schneller als Europameisterin Lorena Wiebes (SD Worx) und die Deutsche Meisterin Liane Lippert (Movistar).

Van Vleuten feiert Solosieg im Rosa Trikot, Lippert Dritte

Quelle: Eurosport

Soraya Paladin (Canyon – Sram) büßte weitere fünf Sekunden ein und wurde vor Silvia Persico (UAE Team ADQ) Vierte.
Auf der Königsetappe am Dienstag hatte van Vleuten nach einem Ausritt ins Gelände auf der letzten Abfahrt noch knapp das Nachsehen. Doch die Weltmeisterin steckte einen Tag später nicht auf.
“Alle haben sich auf gestern konzentriert. Es ist besonders cool, an einem Tag zu gewinnen, der auf dem Papier vielleicht eher für die Sprinterinnen war“, sagte van Vleuten im Zielinterview.
Das sechste Teilstück endete auf einem Hügel und konnte auch ansonsten als wellig bezeichnet werden.

Niedermaier wird 33 km vor Schluss von stürzender Zigart abgeräumt

“Lorena Wiebes hat gezeigt, dass die Sprinterinnen hier echte Chancen hatten“, befand die Solo-Siegerin. Auf einem Teilstück, dass für viele Athletinnen Möglichkeiten bereithielt, wollte die 40-Jährige es nicht zum Spurt kommen lassen:
“Ich wollte das verhindern und habe deswegen angegriffen. Das war schon vorher so geplant. Die Etappe gestern war enorm schwer, da kam das Team zusammen und hatte die Idee heute anzugreifen. Angreifen finde ich immer gut!“
Ihr Solo startete van Vleuten am nur 2,5 Kilometer langen und 7,2% steilen Calosso. “Alle waren etwas müde von gestern, das steigert meine Chancen, an einem so kurzen Anstieg wegzukommen“, erklärte die die erfolgreiche Attacke an einem Berg der 3. Kategorie.
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Pogacar-Verlobte stürzt schwer und räumt Niedermaier ab

Quelle: Eurosport

Nicht mehr dabei war zu diesem Zeitpunkt Niedermaier. Sie stürzte 32 Kilometer vor dem Ziel, als Urska Zigart (Jayco – AlUla) die Kontrolle über ihr Rad verlor und die 20-Jährige umfuhr. Die Deutsche blutete heftig im Gesicht und hatte Wunden an beiden Knien. Besser lief es für Liane Lippert (Movistar). Nach einem gescheiterten Ausreißversuch in der Mitte des Rennens schaffte sie es nach dem Angriff ihrer Teamkollegin in die erste Verfolgergruppe.
Im Klassement liegt van Vleuten nun 3:03 Minuten vor der neuen Zweiten Veronica Ewers (EF Education – TIBCO). Dritte ist die Französin Juliette Labous (DSM). Die Gesamtführende ist auch in der Berg- und der Punktewertung vorn. Beste Nachwuchsfahrerin ist Gaua Realini (Lidl – Trek).
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Highlights: Solistin Niedermaier feiert Debütsieg auf Königsetappe

Quelle: Eurosport

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