GP de Wallonie: Mega-Sprint von Arnaud de Lie: Belgier sprintet 300 Meter zum Sieg an der Zitadelle von Namur

An der Zitadelle van Namur hat Arnaud De Lie (Lotto) den 65. GP de Wallonie für sich entschieden. Nach 187 Kilometern war der Belgier im Sprint eines dezimierten Feldes schneller als der Franzose Emilien Jeannière (TotalEnergies) und der Eritreer Biniam Girmay (Intermarché-Wanty). Vorjahressieger Roger Adria (Red Bull-Bora-hansgrohe) beendete das Rennen als Vierter vor Matteo Trentin (Tudor).

Highlights: De Lie gewinnt an der Zitadelle van Namur

Quelle: Eurosport

Der Belgier Timo Kielich (Alpecin-Deceuninck) hatte es am Teufelslappen an der Kuppe der Zitadelle mit einem Angriff versucht. Er wurde 300 Meter vor dem Ziel von De Lie überspurtet und wurde schließlich Sechster.
"Ich bin wirklich stolz", sagte der Sieger im Ziel-Interview. Nach langer Misere hatte De Lie bei der Tour de France wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Der Sprinter wurde anschließend Zweiter bei der ADAC Cyclassic (1.UWT), Etappen- und Gesamtsieger der Renewi Tour (2.UWT) sowie Erster der Bretagne Classic (1.UWT). Am Wochenende beendete er den GP de Québec (1.UWT) in Kanada als Achter.
In seiner Heimat half es dem 23-Jährigen wohl auch, dass kaum eine Mannschaft ernsthaft versuchte, den Sprintern in Namur Steine in den Weg zu legen. "Die Gruppe des Tages ging früh und dann haben meine Teamkollegen einen sehr guten Job gemacht", meinte De Lie mit Blick auf ein weitgehend ereignisloses Rennen, bei dem die Ausreißer nie eine echte Chance bekamen.
"Wir haben sie problemlos zurückgeholt. Im Finale gab es noch ein paar Attacken, aber Wanty und Astana haben da wirklich gut kontrolliert", fasste er das Geschehen kurz zusammen.

De Lie und Girmay wohl bald Kollegen

Aufgrund der Fusionsgerüchte ist anzunehmen, dass der Sieger und der Dritte von Namur nächstes Jahr Teamkollegen sind. An der Zitadelle fuhren die beiden aber noch gegeneinander. "Ich bin schon enttäuscht, denn meine Mannschaft hat heute toll gearbeitet", erzählte Girmay im Ziel-Interview.
"Wir haben das Rennen von Beginn an kontrolliert und die Ausreißer im letzten Anstieg zurückgeholt. Dann haben sie mich auch noch gut in Position gefahren. Leider konnte ich es ihnen dann nicht mit dem Sieg zurückzahlen. Aber es war ein hektisches Finale und jetzt müssen wir mit dem dritten Platz zufrieden sein", resümierte der Eritreer.
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