Grand Prix Gippigen: Liam Slock stürzt als Führender beim GP Gippingen kopfüber über die Ziellinie und gewinnt
Update 14/06/2026 um 20:39 GMT+2 Uhr
Liam Slock hatte beim Grand Prix Gippigen im Schweizer Kanton Aargau Glück im Unglück: Der Belgier stürzte als Führender kopfüber von seinem Rad - direkt über die Ziellinie zu seinem ersten Profi-Sieg. "Zum Glück habe ich gewonnen, sonst wäre das der Patzer des Jahres gewesen", sagte Slock danach. Alexandr Vlasov und Richard Carapaz folgten kurz dahinter, wurden so aber "nur" Zweiter und Dritter.
Verrücktes Finish: Slock stürzt vor Ziellinie - und gewinnt dennoch!
Quelle: Eurosport
"Dass ich danach noch gestürzt bin, macht die Geschichte erst recht unvergesslich. Es fühlt sich zwar ein wenig dumm an, aber vor allem bin ich einfach unglaublich glücklich", erklärte der Belgier.
Slock hatte sich nach 174 Kilometern nur wenige Meter vor der Ziellinie umgedreht, um abzusichern, dass ihn niemand mehr einholen würde.
Als der Radprofi von Lotto-Intermarché realisierte, dass er die Ziellinie als Erster überqueren werden würde, nahm er die Hände vom Lenker und schlug sie vor Glück über dem Kopf zusammen. Doch genau damit beging er den Fehler, der ihm den sicher geglaubten Sieg beinahe noch entriss.
Slock stürzte wenige Meter vor dem Zielstrich, hatte aber noch soviel Geschwindigkeit, dass er am Boden über die Linie rutschte und gewann.
Slock: Windboe war schuld
Die folgenden Profis überholten den auf dem Asphalt liegenden Slock erst kurz nach der Ziellinie. Aleksandr Vlasov (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) sicherten sich die Podestplätze.
Für den Sturz machte Slock vor allem einen Umstand verantwortlich: "Es herrschte ein unglaublich starker Wind, und den habe ich für einen Moment unterschätzt. Mir wurde ziemlich früh klar, dass ich gewinnen würde, deshalb begann ich schon vor dem Ziel zu jubeln, weil ich diesen Moment wirklich genießen wollte. Dann erfasste eine Windböe meinen Lenker."
Die Deutschen Florian Stork (Tudor/17.), Emil Herzog (Red Bull-Bora-hansgrohe/31.) und Eike Behrens (Lotto-Kern-Haus-Outlet Montabaur/35.) hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.
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