Gent - Wevelgem: Mads Pedersen gelingt Titelverteidigung nach 56-Kilometer-Solo - Europameister Tim Merlier wird Zweiter
VonJan Zesewitz
Update 30/03/2025 um 21:58 GMT+2 Uhr
Mads Pedersen ist mit einem Monster-Solo die Titelverteidigung beim Klassiker Gent - Wevelgem gelungen. Der Däne setzte sich 56 Kilometer vor dem Ziel von den restlichen "Überlebenden" der frühen Ausreißergruppe ab und konnte vom Feld nicht mehr eingeholt werden. Platz zwei hinter dem Lidl-Trek-Profi holte sich Tim Merlier im Sprint eines reduzierten Hauptfeldes, Dritter wurde Jonathan Milan.
Erlösung nach Monster-Solo: Pedersen gelingt Titelverteidigung
Quelle: Eurosport
Milan verpasste einen Doppelsieg der Lidl-Trek-Mannschaft nur um Millimeter. Für Pedersen ist es insgesamt der dritte Sieg bei dem Klassiker in Flandern.
Seine entscheidende Attacke lancierte er auf einer Kopfsteinpflasterpassage 72 Kilometer vor dem Ziel. Seiner Tempoverschärfung konnten Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) und Olav Kooij (Visma-Lease a Bike) zunächst folgen.
Ersterer fiel durch einen Hinterraddefekt zurück, Kooij stürzte außerhalb der Sichtweite der TV-Kameras und musste aufgeben.
Damit war der Weg frei für Pedersen, der die Ausreißergruppe einholte und sich schließlich absetzen konnte. Das Ziel in Wevelgem erreichte er mit 49 Sekunden Vorsprung auf eine größere Verfolgergruppe. In dieser war John Degenkolb (Picnic-PostNL) als Elfter bester Deutscher Starter.
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Pedersen nach Solo-Sieg: "Hätte nicht gedacht, dass ich das kann"
Quelle: Eurosport
Pedersen nun Rekordsieger bei Gent - Wevelgem
"Ich hätte nie gedacht, dass ich zu so etwas in der Lage bin", sagte Pedersen im Siegerinterview. "Ich habe mich beim Angriff sehr gut gefühlt und wollte das Rennen öffnen. Das hätte auch richtig scheiße laufen können, aber es war zum Glück eine gute Entscheidung. Ich denke, das Rennen heute und E3 vom Freitag bestätigen, dass ich in der besten Form meines Lebens bin."
Pedersen ist mit drei Siegen geteilter Rekordhalter bei Gent - Wevelgem, Tom Boonen, Peter Sagan, Mario Cipollini, Eddy Merckx, Rik van Looy und Robert van Eenaeme gewannen ebenfalls dreimal den flämischen Klassiker. Der 29-Jährige, der das Rennen bereits 2020 und 2024 gewonnen hatte, war zwei Tage zuvor noch beim E3 Saxo Classic Zweiter geworden.
Dort siegte der niederländische Topstar Mathieu van der Poel ebenfalls nach einer beeindruckenden Solofahrt. In Abwesenheit des derzeit besten Klassikerfahrers der Welt siegte Pedersen diesmal in dessen Manier und feierte seinen 50. Karrieresieg.
Van der Poel fehlte am Sonntag planmäßig, sein slowenischer Rivale Tadej Pogacar hatte kurzfristig seine Rennplanung umgestellt und war ebenfalls nicht am Start. Beide werden am kommenden Sonntag beim großen Spektakel der Flandern-Rundfahrt wieder aufeinandertreffen - auch Pedersen ist dann dabei.
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(mit SID)
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Pedersen attackiert und profitiert vom Pech der Konkurrenz
Quelle: Eurosport
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