Jonas Vingegaard beendet Saison nach Sturz bei Tour de France und erntet Kritik: "Sehr künstlich und roboterhaft"

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Jonas Vingegaard beendete nach seinem Sturz auf der 15. Etappe der Tour de France seine Saison vorzeitig. Der Däne zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu und legt den Fokus auf das kommende Jahr. Bei Landsmann Bjarne Riis kommt diese Entscheidung nicht gut an. Die Radsport-Legende meinte in der dänischen Boulevardzeitung "BT": "Was er da macht, wirkt sehr künstlich und roboterhaft."

Vingegaard-Sturz: "Alle Träume platzen in einer Kurve"

Quelle: Eurosport

Er könne nicht verstehen, "dass er nicht den Hunger verspürt, mit seinen Teamkollegen und Gegnern zusammenzusitzen, sich vorzubereiten und auf etwas hin zu trainieren. Aber das ist seine Entscheidung, und die müssen wir akzeptieren."
Denn aus Sicht von Riis könne man bei einem Schlüsselbeinbruche deutlich schneller wieder zurückkehren. "Viele Radrennfahrer sind ehrgeizig und kehren innerhalb einer Woche zurück. Wenn man am Schlüsselbein operiert wurde, ist es eine Frage der Schmerzen, aber vor allem des Willens", meinte der 62-Jährige.
Vingegaard habe zwar den Willen, "aber gleichzeitig sieht man, dass er keine Lust dazu hat". Besonders die Absage der Straßenrad-WM in Montreal (20. bis 27. September) wurde in Vingegaards Heimat kritisch bewertet.
Riis ist dagegen nicht überrascht. "Es ist ja nicht so, dass man ihn nicht verstehen könnte, aber irgendetwas fehlt da eben. Pogacar und all die anderen rasen gerade wie wilde Tiere herum." Vingegaard trödele dagegen zu Hause herum, fiel das deutliche Urteil des Dänen aus.

Vorbereitung von Vingegaard leidet: Pause "viel zu lang"

Beim Tour-de-France-Sieger von 2022 und 2023 fehle "irgendetwas", so Riis. "Es ärgert mich, dass ich so antworten muss, wenn ich gefragt werde. Aber so empfinde und fühle ich es nun einmal, auch wenn das nicht besonders populär ist."
Auch die Vorbereitung auf die neue Saison könnte durch die lange Wettkampfpause von mindestens sieben Monaten leiden, glaubt der Ex-Radprofi. "Seine Winterpause wird viel zu lang", so Riis.
"Ich gebe zu, dass es hart und anspruchsvoll ist, sich so vorzubereiten, wie er es tut. Aber es gibt auch so etwas wie Lust und Motivation, am Ball zu bleiben und den Leistungsdruck zu spüren." Und glaubt man der dänischen Radsport-Legende, hat Vingegaard da Nachholbedarf.
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Quelle: Eurosport


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