Jonas Vingegaard träumt von Teilnahme beim Giro d'Italia und spricht über Pleite gegen Tadej Pogacar bei der Tour
Update 23/10/2025 um 01:16 GMT+2 Uhr
Jonas Vingegaard blickt zufrieden auf die Radsport-Saison 2025 zurück. Der Däne wurde zwar hinter Tadej Pogacar "nur" Zweiter bei der diesjährigen Tour de France, gewann im Spätsommer mit der Vuelta a España aber seine insgesamt dritte Grand Tour. "Es gibt im Radsport mehr als nur die Tour de France", sagte Vingegaard im ausführlichen Interview mit der französischen Sportzeitung "L’Équipe".
Vom Sturz-Schreck bis zum Sieg: Vingegaards Weg bei der Vuelta
Quelle: Eurosport
Jonas Vingegaard wollte beim wichtigsten Radrennen der Welt die "beste Form" seines Lebens unter Beweis stellen und den großen Dominator Tadej Pogacar bezwingen.
Am Ende musste er sich beim Finale auf den Champs-Élysées in Paris mit Rang zwei im Gesamtklassement zufrieden und deutlich geschlagen geben.
Pogacar scheint längst enteilt - doch Vingegaard bewertet seine Saison 2025 gegenüber "L’Équipe" dennoch als sehr gut. "Ich würde sagen, sieben von zehn Punkten, vielleicht sogar acht", so der 28-Jährige und fügt hinzu: "Es gibt im Radsport mehr als nur die Tour de France".
"Natürlich ist es das wichtigste Rennen, und deshalb können wir nicht sagen, dass es dieses Jahr perfekt war, sonst hätte ich es gewinnen müssen", erklärt Vingegaard. Spaß hätten ihm aber auch andere Herausforderungen wie die Vuelta oder einwöchige Rennen bereitet.
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Jonas Vingegaard gewinnt zum ersten Mal die Vuelta a España.
Fotocredit: Getty Images
Zudem muss man bedenken, "dass ich dieses Jahr bei Paris-Nizza erneut gestürzt bin und die dabei erlittene Gehirnerschütterung mich anschließend beeinträchtigt hat".
Vingegaard über schweren Sturz: "Fortschritt verpasst"
Für den 28-Jährigen war es daher besonders wichtig, die Vuelta in diesem Jahr für sich zu entscheiden: "Ich habe zwei Jahre kein dreiwöchiges Etappenrennen mehr gewonnen und angesichts des schweren Sturzes im Vorjahr brauchte ich Zeit, um wieder zu meiner Bestform zurückzufinden."
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Schwerer Massensturz mit Vingegaard, Evenepoel, Roglic
Quelle: Eurosport
Dieses Niveau habe er inzwischen wieder erreicht. Vingegaard schränkte aber zugleich ein: "Auch der Radsport entwickelt sich weiter, sodass ich in gewisser Weise eineinhalb Jahre an Fortschritt verpasst habe." Nun will er "alles dafür tun", um diesen Rückstand wettzumachen.
Vingegaard über Giro-Teilnahme: "Würde mich sehr freuen"
Vingegaard verrät auch, dass er den Triumph bei allen drei Grand Tours anpeilt. So will er künftig auch den Giro d'Italia in Angriff nehmen: "Man könnte sagen, dass wir es nächstes Jahr versuchen und dann sehen, was passiert. Ich würde mich sehr freuen, zum Giro zu fahren."
Auf die Frankreich-Rundfahrt zu verzichten, kann er sich allerdings nicht vorstellen: "Die Tour de France ist so groß, dass die Teams, die einen Anwärter auf den Sieg haben, ihn dort antreten lassen wollen. Selbst wenn wir nicht teilnehmen wollten, müssten wir meiner Meinung nach trotzdem hinfahren."
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Wie eine Naturgewalt! Pogacar lässt Vingegaard stehen und rauscht zum Sieg
Quelle: Eurosport
Für ihn habe die Grand Boucle aber weiterhin einen ganz besonderen Reiz: "Das macht die Tour so anstrengend. All die Aufmerksamkeit der Menschen, die Medien, das Protokoll, aber das macht sie auch so besonders."
Vingegaard will an Eintagesklassikern teilnehmen
Vingegaard gewährt im Gespräch mit "L'Equipe" weitere Einblicke in seine sportliche Zukunft. So will er sich bald auch bei Monumenten wie Lüttich-Bastogne-Lüttich oder der Lombardei-Rundfahrt, die Tadej Pogacar jüngst zum fünften Mal in Folge gewann, messen.
"Als Radsportler möchte man das natürlich versuchen. Ich weiß nicht, wann das sein wird oder ob es jemals dazu kommen wird - aber das ist etwas, das mir im Kopf herumgeht und das ich schon immer im Kopf hatte", verrät der Däne.
Eine Teilnahme bei den Klassikern bedeute immer auch einen Kompromiss: "Wenn ich diese Rennen fahren will, kann ich bestimmte andere nicht fahren."
Zum Ende der Saison wird er sich daher mit seiner Mannschaft zusammensetzen und einen Plan für das kommende Jahr aufstellen: "Wir werden im November mit dem Team darüber sprechen, und mein Programm wird Anfang/Mitte Dezember endgültig feststehen."
Die Radsport-Fans dürfen also darauf hoffen, das spannende Duell Vingegaard vs. Pogacar zukünftig noch häufiger im Jahr erleben zu dürfen.
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Finale Furioso! Vingegaard fährt am Schlussanstieg allen davon
Quelle: Eurosport
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