Keine Vuelta a Espana: Primoz Roglic redet über möglichen Rücktritt - "Tag, an dem ich aufhöre, rückt immer näher"
VonNiklas Bien
Publiziert 22/08/2025 um 09:29 GMT+2 Uhr
Primoz Roglic spielt weiter öffentlich mit Rücktrittsgedanken. "Der Tag, an dem ich aufhöre, kommt näher", sagte der Slowene der belgischen Tageszeitung "Het Laatste Nieuws" mit Blick auf sein Alter. Bei der Vuelta a Espana - mit vier Gesamtsiegen immerhin seine erfolgreichste Grand Tour - wird Roglic nicht an den Start gehen. 2024 hatte er noch den Titel geholt, nun haben andere Dinge Priorität.
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Quelle: Eurosport
"Ich kann nicht mehr überall sein. Ich habe eine Frau und zwei Kinder zu Hause. Sie verdienen meine Aufmerksamkeit auch", betont der 35-Jährige.
"Radfahren ist mein Beruf, aber meine Familie bedeutet mir alles. Vor allem bin ich ein liebevoller Ehemann und Vater und erst dann ein Sportler", so Roglic weiter.
Es ist noch nicht einmal zwei Monate her, da ging Roglic noch als Kapitän für sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe in die Tour de France. Noch während der Frankreich-Rundfahrt lief im Florian Lipowitz den Rang ab. Mit Remco Evenepoel kommt nun ein Neuzugang mit Führungsanspruch.
Die Rolle als klare Nummer eins hat Roglic verloren, wie geht es also weiter für den viermaligen Vuelta-Sieger?
Roglic denkt über Abschied nach
Von Konfliktfreude ist zumindest bisher keine Spur. "Remco ist ein besonderer Mensch, ein großartiger Champion und er hat viel erreicht. Hoffentlich können wir gut zusammenarbeiten und Großes erreichen", sagte der 35-Jährige im Gespräch mit "Het Laatste Nieuws".
Bleibt Roglic also auch im kommenden Jahr bei Red Bull-Bora-hansgrohe? Die Antwort darauf wirkt schon deutlich nachdenklicher als die Lobeshymne auf seinen - voraussichtlich - neuen Teamkollegen.
"Wir werden sehen. Heutzutage muss man überleben und in meinem Alter rückt der Tag, an dem ich aufhöre, immer näher", gab der Slowene zu bedenken.
"Ich bin nicht mehr zwanzig, also betrachte ich meine Zukunft anders. Das erscheint mir logisch. Ich möchte auch andere Dinge im Leben tun", führte Roglic aus.
Roglic: Mehr Fragen als Antworten
Der Zeitfahr-Olympiasieger von 2020 äußert sich kryptisch - und macht damit mehr Fragen auf, als er beantwortet. Kämpft er noch einmal um die Kapitänsrolle? Sieht er sich im gehobenen Alter als Helfer? Möchte er etwas Neues probieren - im Radsport oder ganz woanders?
Diese Fragen werden in den kommenden Monaten beantwortet werden müssen. Dass er es immer noch kann, zeigte Roglic indes mit seinem Gesamtsieg beim Kriterium in Etten-Leur.
Wie Roglic das Rennjahr 2025 ausklingen lassen wird, liegt derweil noch im Dunkeln. Es ist nur eine von vielen Fragen um den 35-Jährigen.
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Quelle: Eurosport
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