Vierter wurde nach einer starken Vorstellung der Slowake Peter Sagan (Bora - hansgrohe), gefolgt vom Niederländischen Meister Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix), dem Australier Michael Matthews (BikeExchange) und dem Spanier Alex Aranburu (Astana - Premier Tech).
Bester deutscher Fahrer war der Berliner Schachmann, der zeitgleich Vierzehnter wurde und damit zwei Positionen vor Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) landete. Sechs Tage nach seinem Triumph bei Paris-Nizza hat der Alleskönner den erhofften nächsten Erfolg für das deutsche Bora-hansgrohe-Team verpasst.
"Das Resultat spiegelt leider nicht wider, wie ich mich im Rennen gefühlt habe - die Form ist absolut so, wie sie sein sollte", sagte Schachmann: "Ich habe leider den richtigen Zeitpunkt für eine Attacke verpasst, aber hier eine ganze Menge Erfahrung gewonnen, die mir helfen wird. Jetzt will ich erstmal in Ruhe die leichte Erkältung auskurieren, die ich mir bei Paris-Nizza eingefangen habe."
Mailand - Sanremo
Highlights: Favoriten verzocken sich - Stuyven nutzt Gunst der Stunde
20/03/2021 AM 20:00
Sein Teamkollege Pascal Ackermann belegte mit sechs Sekunden Rückstand Rang 20.
Riesenfreude herrschte indes bei Sieger Stuyven. "Das ist unglaublich. Nach dem Poggio habe ich gesehen, dass noch ein paar Sprinter dabei sind, also bin ich 'all-in' gegangen. Das war mehr Instinkt als Strategie, jetzt fehlen mir die Worte", sagte der frischgebackene Champion.

Die letzten 1000 Meter: So entschied Stuyven Mailand - Sanremo für sich

Vorjahressieger van Aert musste dieses Mal mit Rang drei vorlieb nehmen, womit sich eine Serie fortsetzte: Seit Erik Zabel in den Jahren 1997 und 1998 sowie 2000 und 2001 hat kein Profi mehr seinen Titel beim traditionell ersten Radsport-Monument des Jahres erfolgreich verteidigt.
Letzte Deutscher Sieger bleibt John Degenkolb, der 2015 triumphiert hatte und diesmal nach viel Arbeit für Teamkollege Ewan in der zweiten großen Gruppe als 32. in Ziel kam.

Alaphilippe attackiert am Poggio

Nach einem lange unspektakulären Rennen hatte Weltmeister Alaphilippe am berüchtigten Poggio-Anstieg rund zehn Kilometer vor dem Ziel angegriffen und die Spitzengruppe gesprengt. Schachmann konnte folgen, auf der Abfahrt kamen aber diverse Topfavoriten zurück.

Brenzlige Szene am Poggio: Crash geht glimpflich aus

Stuyven attackierte am Ende der Poggio-Abfahrt, im rasenden Verfolger sortierten sich die Sprint-Asse, kamen aber nicht mehr am Belgier vorbei. Für den dreimaligen Weltmeister Sagan, dem Schachmann der teaminternen Rollenverteilung gemäß den Spurt anzog, reichte es nach zweiten Plätzen 2013 und 2017 wieder nicht zum großen Durchbruch am Mittelmeer.
Mailand-Sanremo ist das längste der fünf Radsport-Monumente und wird traditionell als erstes im Jahr gefahren. Es folgen die Flandern-Rundfahrt (4. April), Paris-Roubaix (11. April), Lüttich-Bastogne-Lüttich (25. April) und die Lombardei-Rundfahrt (9. Oktober).
(SID)

Ausgerechnet in der Kurve: Bouhanni stürzt bei Mailand-Sanremo

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Das Sieger-Interview: Das sagt Stuyven zu seinem Triumph

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