Mailand - Sanremo: Mathieu van der Poels Sieg beim Klassiker auf den Spuren von Großvater Raymond Poulidor

Große Emotionen: Mathieu van der Poel sicherte sich bei Mailand - Sanremo den ersten großen Klassiker des Radsportjahres - 62 Jahre nach seinem Großvaters. Die Gedanken des Niederländers waren im Ziel sofort bei Poulidor: "Es ist so besonders, das gleiche Rennen wie er zu gewinnen. Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe", sagte van der Poel, der die Emotionen nur mit großer Mühe in Zaum hielt.

Highlights: Van der Poel trickst Pogacar und van Aert aus

Quelle: Eurosport

Van der Poel betonte in Sanremo nach 294 Kilometern beim längsten Rennen des Jahres: "Ich wollte unbedingt gewinnen. Nicht nur, weil es mein Großvater gewonnen hat, sondern weil es zu den Monumenten im Radsport gehört."
Das erste der fünf Monumente im Radsportkalender hatte van der Poels Großvater im Jahr 1961 das erste und einzige Mal für sich entschieden. Poulidor, in seiner Heimat liebevoll nur "Poupou" genannt, war einer der größten und beliebtesten Radsportler seiner Zeit. Als er 2019 im Alter von 83 Jahren verstarb, trauerte ganz Frankreich mit seinem niederländischen Enkel.
Poulidor galt zu Lebzeiten als der Ungekrönte, der ewige Zweite: Immer ganz nah dran - und doch nie ganz oben auf dem Radsport-Thron. Dreimal beendete er die Tour de France als Zweiter, fünfmal wurde er Dritter, das Gelbe Trikot trug "Poupou" kein einziges Mal.
Der Sieg von "MVDP" in Sanremo erinnert aber auch daran, dass sein Großvater dutzende großer Rennen gewann, vom Flèche Wallonne über Paris - Nizza bis zur Dauphiné Libéré und Vuelta a Espana.
Auch der Enkel, 2021 immerhin für sechs Tage in Gelb, wird das größte aller Radrennen wohl nie gewinnen - dafür aber ist van der Poel, der nebenbei auch noch amtierender Cross-Weltmeister ist, ein absoluter Spezialist für die Klassiker, die langen und traditionsreichen Eintagesrennen.
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Sieger in Sanremo: Mathieu van der Poel 2023 und Raymond Poulidor 1961

Fotocredit: Getty Images

Am Samstag ließ er mit seinem Antritt rund fünf km vor dem Ziel alle Konkurrenten stehen, darunter die größten Namen der Radsport-Gegenwart: Filippo Ganna, Wout Van Aert und Tadej Pogacar. Die deutschen Radprofis um John Degenkolb waren längst abgehängt.
Van der Poel, bereits zweimaliger Gewinner der Flandern-Rundfahrt, fuhr im Solo zu seinem dritten Titel bei einem Monument. Opa "Poupou" hätte er damit sicher stolz gemacht.
(SID)
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Sieg in Sanremo: Van der Poel krönt Alleingang

Quelle: Eurosport

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