Münsterland Giro 2022: Olav Kooij gewinnt souverän - Niederländer entscheidet Zielsprint für sich

Olav Kooij (Jumbo-Visma) hat den Sparkassen Münsterland Giro 2022 (1. Pro) gewonnen. Der junge Niederländer setzte sich zum Abschluss der deutschen Straßensaison über 205,9 Kilometer von Telgte nach Münster im Sprint deutlich vor dem Belgier Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) und dem Heidelberger Max Walscheid (Cofidis) durch und feierte seinen zwölften Saisonsieg.

Chaotisches Finale in Münster: Kooij düpiert die Konkurrenz

Quelle: Eurosport

Auf den weiteren Plätzen folgten der Israeli Itamar Einhorn (Israel-Premier Tech) und der Ire Sam Bennett, dessen Team Bora-hansgrohe die bisherigen deutschen Eintagesrennen in Frankfurt, Köln und Hamburg gewonnen hatte, am Tag der Deutschen Einheit vor dem Münsteraner Schloss aber leer ausging.
"Wir haben den ganzen Tag auf den Sprint gewartet und dann muss man erst mal vorne mit dabei sein. Ich hatte im Sprint freie Bahn und konnte so meine Endgeschwindigkeit voll ausspielen. Ich bin eine sehr gute Saison gefahren und wollte sie bestmöglich beenden", sagte Kooij, dessen Team mit nur sechs statt der maximal möglichen sieben Startern angetreten war.
Nachdem Jumbo-Visma über weite Strecken den Konkurrenten das Terrain überlassen hatte, zeigte die Mannschaft, zu der auch der junge Deutsche Michel Heßmann gehörte, im Finale eine clevere Vorstellung, die Kooij mit einem beeindruckenden Auftritt krönte.
"Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt, als ich aus Australien von der WM zurückkam. Aber ich konnte mich im Rennen lange schonen und habe dann am Ende gute Beine gehabt", fügte der dritte niederländische Sieger des Münsterland Giro an. 2010 war Joost van Leijden erfolgreich, 2007 und 2013 jubelte Kooijs Teamkollege Jos van Emden.

Walscheid mit seinem dritten Platz zufrieden

Dagegen müssen die Deutschen weiter auf den achten Sieg vor heimischen Publikum warten. Für den bisher letzten hatte Walscheid gesorgt, der sich diesmal nach einer starken Vorstellung mit Rang drei begnügen musste. "Erstmal bin ich super zufrieden mit dem dritten Platz bei der Konkurrenz hier, ein tolles Ergebnis, da gibt es nichts zu meckern“, befand der 29-Jährige, der schon früh im Wind war.
Das allerdings durchaus beabsichtigt, wie Walscheid anmerkte: "Ich habe heute im Rennen mit meinem guten Freund Giacomo Nizzolo gesprochen. Er hat gesagt: Tue mir einen Gefallen, lass dich nicht einbauen. Deshalb bin ich 300 Meter vor dem Ziel losgefahren. Ich wusste, das ist sehr, sehr weit und ich hätte mich schon gewundert, wenn bei den Top-Leuten keiner mehr vorbeigefahren wäre. Ich bin mit meinem Sprint aber sehr zufrieden, dritter Platz bei dem Rennen, echt toll."
Sechster wurde der von vielen als Top-Favorit gehandelte niederländische Europameister Fabio Jakobsen (Quick-Step Alpha Vinyl), dahinter belegten seine Landsleute Dylan Groenewegen (BikeExchange-Jayco) und Casper van Uden (DSM) die Plätze sieben und acht, mit dem für die Deutsche Nationalmannschaft startenden Cottbuser Max Kanter gelang einem weiteren heimischen Fahrer der Sprung in die Top Ten.
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Quelle: Eurosport

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