Tour de France 2026 – Ralph Denk nennt zwei Faktoren für die "Chaos-Etappe": Sprinter und kleine Teams am Limit

Die 17. Etappe der Tour de France sollte die Ruhe vor dem Sturm - der Alpen-Trilogie über fast 13.000 Höhenmeter - werden. Stattdessen mutete das Teilstück über weite Strecken an wie ein Eintagesklassiker. "Wir können es kurz zusammenfassen: Es war eine Chaos-Etappe", sagte Ralph Denk am Mittwochabend im Podcast von Team Red Bull-Bora-hansgrohe. Der Teammanager machte vor allem zwei Faktoren aus.

Highlights: Philipsen mit Befreiungsschlag in Voiron

Quelle: Eurosport

"Wir haben viele verschiedene Interessen gesehen im Rennen", leitete der 52-Jährige ein und nannte den ersten wichtigen Faktor für den wilden Rennverlauf: "Der große Kampf um das grüne Trikot, der wieder sehr eng ist, war ein Baustein der Etappe."
Tatsächlich ging vor allem Lidl-Trek mit seinem Top-Sprinter Mads Pedersen früh all-in und griff beim ersten Zwischensprint die volle Punktzahl ab.
"Die ganze Mannschaft Lidl-Trek hat viel investiert, auch Mads Pedersen selbst", analysierte Denk. Red Bull-Bora-hansgrohe hatte mit Nico Denz und Jai Hindley ebenfalls zwei Fahrer vorne im Geschehen. Denz erging es dabei ähnlich wie Pedersen, der seinem Hauptkonkurrenten Jasper Philipsen den Etappensieg überlassen musste.
"Nico hätte freie Fahrt gehabt, aber es war so schwer da vorne drin. Er war am Limit und Mads Pedersen war auch am Limit, deswegen hat er im Sprint gegen Philipsen nicht dagegenhalten können", sagte Denk.

Kleine Teams mischen das Feld auf

"Schlussendlich hat es Philipsen geschafft, die Etappe in beeindruckender Manier zu gewinnen - auch mit beeindruckender Vorarbeit von Mathieu van der Poel", so der 52-Jährige weiter.
Neben den Sprintern mischten auch die Klassementfahrer vorne mit. Teilweise so aggressiv, dass der Gesamtdritte Isaac Del Toro den Anschluss verlor. "Auch das war für mich verwunderlich", konstatierte der Red-Bull-Teammanager, der darin einen zweiten großen Faktor für das "Chaos" ausmachte.
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Pedersen kämpft um jeden Punkt: "Mit der Brechstange agiert"

Quelle: Eurosport

Es gebe viele Teams, die "noch nichts auf der Habenseite haben", sagte Denk: "Ich habe es am Anfang ein Stück weit, speziell bei den Flachetappen, kritisiert, dass die kleineren Teams, die keine Rolle bei der Gesamtwertung spielen können, sich nicht so um die Etappensiege bemüht haben."
Am Mittwoch folgte bei einigen dieser Mannschaften ein abrupter Kurswechsel. "Jetzt wachen die alle auf. Deswegen haben heute alle versucht, zu attackieren. Kreuz und quer, jeder wollte noch einmal etwas probieren", fasste Denk zusammen.

Fahrer in den Alpen gefordert

Es war eine überraschend wilde 17. Etappe - gerade angesichts der Herausforderungen, die jetzt folgen.
Die Tour treibt die Fahrer bis Samstag in drei Etappen über fast 13.000 Höhenmeter durch die Alpen. Am Donnerstag geht es mit insgesamt vier Bergwertungen und einem Schlussanstieg nach Orcières-Merlette los.
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Alarmstufe rot: So schwer ist der Schlussanstieg nach Orcières-Merlette

Quelle: Eurosport


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