Olympia 2024: Vergoldet Julian Alaphilippe beim Straßenrennen in Paris seinen Feinschliff fernab der Tour de France?

Mathieu van der Poel, Remco Evenpoel, Wout van Aert: Beim Kampf um Gold im olympischen Straßenrennen sind es vor allem diese drei Namen, die von den Buchmachern am heißesten gehandelt werden. Aussichtsreiche Podiumschancen werden jedoch auch Lokalmatador Julian Alaphilippe eingeräumt. Der französische Ex-Weltmeister arbeitete fernab der Tour der France am nötigen Feinschliff - mit Erfolg?

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Quelle: Eurosport

Inmitten des antiken römischen Panoramas verließ Julian Alaphilippe mit einem Lächeln die Bühne des Giro d'Italia. Nach langer Durststrecke hatte der 32-Jährige bei einer dreiwöchigen Landesrundfahrt endlich wieder mit einem Etappensieg geglänzt - und verabschiedete sich prompt wieder vorübergehend von der ganz großen Leinwand.
Weil sein Team, der belgische Rennstall Soudal-Quick-Step, bei der Tour de France alles auf Gesamtklassement-Hoffnung Remco Evenepoel setzte, war für Alaphilippe kein Platz. Statt auf die Grand Boucle richtete der Franzose seinen Fokus anders aus: Trainingslager in San Pellegrino, Wettkämpfe in der Slowakei und Tschechien.
Die Strategie dahinter? Voller Fokus auf Paris. Um im Olympiarennen vor heimischen Fans zu überzeugen, wählte Alaphilippe einen eher unkonventionellen Weg. Die dortigen Ergebnisse aber scheinen ihm recht zu geben.
Nach seinem Etappensieg beim Giro stürmte der Weltmeister von 2021 und 2022 auch in der Slowakei und der Tschechischen Republik zu Tageserfolgen, wurde auf - zugegeben - kleinerer Bühne seinem Status gerecht.
Die dafür nötige Explosivität, die ihm nach zahlreichen Stürzen und gesundheitlichen Rückschlägen abhandengekommen war, holte er sich auch dank kurzer Sprints und intensiver Trainingsintervalle in San Pellegrino mehr und mehr zurück. "Man muss sich klarmachen, dass er sie verloren hatte", sagte sein Cousin und ehemaliger Trainer Franck Alaphilippe im Eurosport-Interview.

Alaphilippe will Olympia-Serie brechen

Dass es für Alaphilippe unmöglich sei, das Niveau seiner Glanzzeiten zwischen 2019 und 2021 wieder zu erreichen, wies sein Cousin zurück. Dennoch stellt sich die Frage, ob dieses Niveau aktuell reichen würde, um Weltmeister van der Poel und Zeitfahr-Olympiasieger Evenepoel ebenbürtig entgegenzutreten.
Um am Samstag nach 273 Kilometern beim längsten olympischen Straßenrennen der Historie ganz oben zu stehen, vertraut Alaphilippe neben zurückkehrender Explosivität vor allem auf Frische. Seit Atlanta 1996 triumphierten bei den Sommerspielen stets Fahrer, die von der Großen Schleife anreisten. Diese Serie möchte Alaphilippe nun brechen - mit seinem Feinschliff fernab der Tour de France.
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Quelle: Eurosport


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