Olympia 2024: Tadej Pogacar nach Tour-Sieg in Paris nicht Topfavorit auf Gold - Konkurrenz brennt auf Revanche

Tadej Pogacar dominierte die Tour de France wie lange kein Fahrer mehr vor ihm. Er gewann alle vier Bergankünfte im Hochgebirge und insgesamt sechs Etappen. Zuletzt ließ er es auch beim abschließenden Zeitfahren in Nizza nicht ruhiger angehen und siegte überlegen vor der Konkurrenz. Sein nächstes Ziel: die Olympischen Spiele in Paris. Auch dort zählt er zu den Topfavoriten auf die Goldmedaille.

"Einfach dumm": Pogacar zeigt klare Kante gegen Doping

Quelle: Perform

"Mein Eindruck ist, dass Tadej ein Fahrer ist, der möchte jedes Rennen im Kalender einmal gewonnen haben", sagte Eurosport-Experte Jens Voigt nach dem Sieg des Slowenen im Vélo Club. "Von seinem Leistungsvermögen her steht ihm nichts im Weg."
Das Olympia-Straßenrennen findet am 3. August statt. Der Kurs führt rund um die französische Hauptstadt und ist 275 Kilometer lang. Die 2800 Höhenmeter auf dem Kurs könnten für einen Fahrer wie Pogacar etwas zu wenig sein - die zahlreichen kurzen Anstiege sind hingegen nach dem Geschmack des Slowenen.
"Das ist greifbar für ihn", sagt auch Experte Bernhard Eisel. "Seine aktuelle Form kann er konservieren. Er reist ja auch nirgendwo hin. Er ist schon zu Hause und kann sich ganz entspannt auf Olympia vorbereiten. Für ihn könnte es gar nicht besser laufen."
Der Kurs weist vergleichbare Statistiken auf wie etwa die Flandern-Rundfahrt - die gewann Pogacar im Jahr 2023 vor einem anderen Topfavoriten in Paris: Weltmeister Mathieu van der Poel.
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Streckencheck fürs Olympia-Rennen: Showdown am Montmarte

Quelle: Eurosport

Allerdings ist der Anstieg am Montmartre auf dem finalen Rundkurs in Paris weder so steil noch das Kopfsteinpflaster so grob wie in Flandern. Das sorgt für einen größeren Favoritenkreis, zu dem auch der Belgier Wout Van Aert, Dänemarks Ex-Weltmeister Mads Pedersen und Tour-Seriensieger Biniam Girmay gehören.
Außerdem hoffen die Gastgeber auf Europameister Christoph Laporte und Publikumsliebling Julian Alaphilippe und ein Geheimfavorit dürfte Jhonatan Narváez sein - der Ecudorianer schlug Pogacar im direkten Duell beim Giro-Auftakt und erhielt auch deswegen von seinem Verband den Vorzug gegenüber Tokio-Olympiaisieger Richard Carapaz.
Sie alle sind ähnlich endschnell oder gar schneller als Pogacar und sollten die Anstiege meistern können. Van der Poel hat nach einer für ihn persönlich frustrierenden Tour schon deutlich gemacht, dass er jetzt wenigstens in Paris jubeln will. Für Gold im Straßenrennen verzichtet der Niederländer auch auf den Start im Mountainbike, wo er ebenfalls Mitfavorit gewesen wäre.
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Mountainbike-Highlights: Pidcock rast zu Gold - van der Poel schlägt Salto

Quelle: Eurosport

Für Deutschland gehen Maximilian Schachmann und Nils Politt ins Straßenrennen - und Schachmann war auf jener 1. Giro-Etappe ebenfalls schneller als Pogacar.
Der Berliner war in Tokio schon in den Top Ten, damals musste sich Pogacar mit Bronze begnügen, obwohl der Kurs deutlich schwerer war als jener in Paris und der Slowene ebenfalls als amtierender Tour-Triumphator anreiste.
Zusätzliches Problem für Pogacar bei Olympia: Dort kann er sich nicht auf sein bärenstarkes UAE-Team stützen, sondern "nur" auf drei Landsleute - dies wird für ein offeneres Rennen sorgen.
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Narváez bezwingt Pogacar - Schachmann verpasst Sieg nur knapp

Quelle: Eurosport


Pogacar im Zeitfahren nicht dabei

Auch im Olympia-Zeitfahren wäre mit Pogacar nach dem dominanten Auftritt nach Nizza zu rechnen - doch sein Name fehlt auf der Startliste für das Rennen am 27. Juli.
Den einzigen Startplatz Sloweniens nimmt Jan Tratnik ein - nicht Pogacar und auch nicht der Titelverteidiger in dieser Disziplin, Primoz Roglic. Nimmt sich der Tour-Dominator damit "freiwillig" eine riesige Chance auf Gold?
"Das Straßenrennen wird eher eine Lotterie", sagte Eisel, "aber im Zeitfahren ist er mit dieser Leistung der Topfavorit" - wenn er denn am Samstag startet.
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Take a look at the route for the men's Paris 2024 Olympics road race

Quelle: Eurosport


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