Tour de France: Nächtliche Dopingkontrollen bleiben bestehen - UCI zeigt Verständnis für Kritik von Pogacar und Co.

Der Radsport-Weltverband UCI will auch künftig auf die bei der Tour de France viel kritisierten nächtlichen Dopingtests setzen, zeigt zugleich aber Verständnis. "Die UCI erkennt selbstverständlich an, dass nächtliche Kontrollen die Erholung und den Schlaf der Fahrer beeinträchtigen können", hieß es in einer Stellungnahme. Zuletzt gab es teils heftige Kritik an den Nachtkontrollen der Fahrer.

Pogacar reagiert exklusiv auf Dopingkontrolle in der Nacht

Quelle: Eurosport

Der Verband verwies darauf, "dass solche Kontrollen außerhalb der üblichen Zeiten eine Ausnahmemaßnahme bleiben, die nur unter begrenzten und gerechtfertigten Umständen angewendet wird".
Die UCI sei sich "der Belastung für die Fahrer bewusst", die Tests würden aber "einem übergeordneten Ziel dienen: dem Kampf gegen Doping". Dieser habe "absolute Priorität".
Auch für Florian Lipowitz war nach einer Kontrolle in den späten Abendstunden und einem heftigen Crash am Folgetag die Frankreich-Rundfahrt beendet. Die internationale Vereinigung der Radprofis (CPA) forderte bereits ein Umdenken.

ITA unterstützt UCI nach Entscheidung

Die UCI verwies zudem darauf, dass sie die International Testing Agency (ITA) mit der Durchführung ihres Anti-Doping-Programms beauftragt hat, "einschließlich der Planung und Durchführung, um dessen Unabhängigkeit zu gewährleisten und seine Wirksamkeit zu maximieren". Jährlich würden zehn Millionen Euro für den Kampf gegen Doping investiert, hieß es.
Die ITA werde die UCI auch künftig unterstützen, teilte der Weltverband mit - "unter uneingeschränkter Wahrung ihrer Unabhängigkeit und im Dienste eines sauberen und glaubwürdigen Radsports".
(SID)
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Quelle: Eurosport


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