Ötztaler Radmarathon: So lief die 43. Ausgabe des Klassikers in den Alpen über 227km und 5.500 Höhenmeter

Der 43. Ötztaler Radmarathon live im Ticker: Wer holt sich die Krone beim Alpen-Klassiker über 227 km und 5500 Höhenmeter mit Start und Ziel in Sölden? Über 4000 Teilnehmer:innen aus knapp 40 Nationen nehmen heuer den Ötztaler Radmarathon mit Start und Ziel in Sölden in Angriff. Es geht über die Pässe Kühtai, Brenner- und Jaufenpass sowie zum Abschluss über das Timmelsjoch.

Ötztaler Radmarathon | Foto: Ötztal Tourismus/Expa Pictures

Fotocredit: Eurosport

Der Start des 43. Ötztaler Radmarathons am 1. September 2024 erfolgte um 6:30 Uhr in Sölden. Danach schlängelte sich das beeindruckende Feld von 4.226 Teilnehmer:innen - 341 Damen und 3.885 Herren - aus 36 Nationen Richtung Kühtai zum ersten Anstieg. Die Strecke über 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter führt die Radler vorbei an idyllischen Dörfern bis in die Landeshauptstadt Innsbruck, wo danach mit dem Brennerpass der nächste Anstieg wartet. In Südtirol geht es in hochalpine Gefilde, die mit dem Jaufenpass und dem Timmelsjoch auf 2474 Metern Seehöhe ihren Höhepunkt finden.

Der letzte Finisher - der Träumer der Herzen - ist im Ziel!

Was für eine Stimmung im Ötztal! Tausende Zuschauer:innen bejubelten auf den letzten Kilometern den 64-jährigen Dieter Buchauer aus der Oberpfalz. Nach 13:39 Stunden erreichte er als letzter Finisher nach 20:00 Uhr das Ziel und wurde gefeiert wie die Sieger. Noch am Timmelsjoch kam er zu Sturz, als er nach der verlorenen Flasche greifen wollte und die Kontrolle über sein Rad verlor. "Ich wurde sofort verarztet und dann ging's runter nach Sölden. Aber ehrlich gesagt waren das nicht meine größten Probleme, denn ich hatte schon am Jaufenpass keine Kraft mehr. Diesen Empfang werde ich nie vergessen", sagte der Kämpfer, der sich seinen Traum erfüllte. Und danach wurde er in der Festhalle wie alle Sieger:innen gebührend gefeiert!
Das war's vom 43. Ötztaler Radmarathon. Insgesamt erreichten 3.868 Finisher nach 227 Kilometern das Ziel in Sölden! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2025 und danken für die tolle Unterstützung!
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Letzter Finisher Ötztal Radmarathon

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Ältester Starter Martin Strobl im Ziel

Es sind nicht mehr viele Fahrer:innen auf der Strecke. In Sölden wird schon ausgelassen gefeiert und immer mehr Besucher:innen strömen in den Zielbereich, um den letzten Finisher zu empfangen. Kurz nach 18:00 Uhr kam der älteste Starter ins Ziel: Martin Strobl hat schon 79 Jahre auf dem Buckel und nahm zum 34. Mal an dem legendären Radmarathon teil. Im Ziel wurde er von seiner Gattin wärmstens empfangen. Herzliche Gratulation! Und Martin Strobl meinte noch: "Der Druck für den 80er wächst. Wenn ich gesund bleibe bin ich 2025 sicher wieder dabei!"
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Martin Strobl, der älteste Teilnehmer beim Ötztaler Radmarathon

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3 Österreicher im Pech

Für drei Favoriten schien heute nicht die Sonne beim 43. Ötztaler Radmarathon: Daniel Federspiel schied schon in Oetz nach technischen Problemen aus, diese hatte ebenso der Ötztaler Lokalmatador Jonas Holzknecht. Und der zweifache Amateur-Weltmeister Johnny Hoogerland, Ex-Sieger beim Ötztaler, stürzte bei der Abfahrt vom Timmelsjoch in Obergurgl bei 80km/h schwer. "Es war ein blöder Fahrfehler, an dem ich selbst Schuld war. Ich bin eine Kurve falsch angefahren. Zum Glück gab es nur Hautabschürfungen", sagte der gebürtige Holländer, der in Kärnten lebt.
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Johnny Hoogerland mit Stefano Cecchini vor dem Start / Copyright: Ötztal Tourismus/Expa Pictures

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Traumhaftes Wetter im Finale

Immer mehr Hobbyradfahrer:innen erreichen Sölden, wo der Regen der Sonne gewichen ist. St. Leonhard wurde geschlossen, derzeit sind noch knapp 2.000 Starter:innen unterwegs. Ab 20:00 wird mit dem letzten Finisher gerechnet. Das wird eine große Party am Ende. Der oder die Letzte wird Jahr für Jahr von tausenden Zuschauer:innen in Sölden begeistert empfangen.
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Prominente Zaungäste am Timmelsjoch

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Hahnenkamm-Sieger Dreßen stark bei Premiere

Er wollte unbedingt eine Zeit von unter 10 Stunden schaffen. Mit 9:40.59 Stunden hätte sich Hahnenkamm-Sieger Thomas Dreßen noch mehr Zeit auf einer der fünf Labestationen lassen können. "Es war so brutal. Ich habe so viele Sachen heute erlebt und mich selber kennengelernt. Auf halber Strecke am Jaufenpass dachte ich mir, wie soll ich das noch aufs Timmelsjoch schaffen? Am Ende bekam ich auch Krämpfe. Schon beim Start war ich extrem angespannt und hatte einen zu hohen Puls", scherzte der Deutsche, der größten Respekt vor allen Finisher:innen hat: "Nach dem Erlebnis ist für mich jeder, der das Ziel erreicht, ein Held. Vor allem größten Respekt vor den Frauen!"
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Thomas Dreßen

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Starker Auftritt von Ex-Skistar Manfred Moelgg

Er hat Slalom-Weltcuprennen gewonnen, den Slalom-Gesamtweltcup und wurde Vizeweltmeister. Heute darf sich der Südtiroler Manfred Moelgg auch Finisher des Ötztaler Radmarathons nennen. Und in welcher beeindruckenden Manier er das geschafft hat: Er erreichte mit einer Zeit von 7:46.59,9 Stunden lediglich um eine knappe Stunde hinter dem Sieger als Gesamt-95. das Ziel. "Das Timmelsjoch am Ende hatte es in sich. Es war ein harter Kampf, aber der Marathon hat insgesamt großen Spaß gemacht. Ich bin froh, dass mich mein Schwager Werner Heel zum Start überredet hat." Auch sein Schwager und ehemaliger Speedfahrer Werner Heel fuhr mit einer Zeit von 8:58.03,4 Stunden bärenstark. Ex-Biathlet Dominik Landertinger erreichte nach ebenfalls starken 9:13.49 Stunden Sölden. Und das nur mit 1.500 Vorbereitungskilometern in den Beinen!
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Manfred Moelgg und Werner Heel mit Radprofi Toni Palzer

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14:40h: Das Damenpodium ist komplett

Hinter Janine Meyer (GER) und der Belgierin Ils Van der Moeren erreichte die Italienerin Roberta Bussone mit 34 Minuten Rückstand als Dritte das Ziel. Somit ist das Podium der Frauen komplett, während der Schlusswagen über den Jaufenpass fuhr. Knapp unter 4.000 Teilnehmer:innen befinden sich noch im Rennen. Leider hat in Sölden leichter Regen eingesetzt.

14:20h: Zweite Dame ist im Ziel

2019 wurde sie schon Zweite, das erreichte Ils Van der Moeren auch heute. Mit einem Rückstand von 27 Minuten auf Meyer erreichte die Belgierin Sölden. "Es waren so viele starke Frauen am Start. Der Ötztaler ist schon ein ganz besonderes Rennen."

14:05h: Meyer: "Den Rekord hatte ich nicht im Fokus"

Was für eine sympathische Siegerin: Janine Meyer schaffte ihren zweiten Sieg beim Ötztaler Radmarathon und das erneut mit Streckenrekord. "Ich habe gar nicht auf den Rekord geschaut, deshalb ist es umso schöner. Ich habe mir das Rennen gut eingeteilt und jetzt bin ich am Ziel meiner Träume. Das Rennen war wieder so genial und die Gemeinschaft mit den Männern ist ein Wahnsinn. Die haben mittlerweile echt großen Respekt vor mir!"

13:56h: Janine Meyer wieder mit Rekord

Was für ein Rennen fuhr die Deutsche Janine Meyer: Sie fuhr heute auf identer Strecke zu 2023 um eine Minute schneller und stellte mit 7:26,26,8 Stunden erneut einen neuen Streckenrekord auf! Diese Frau ist derzeit unschlagbar! In der Gesamtwertung unter allen Finishern belegte sie den 40. Platz!

13:30h: Lakata verpasst erneut Podest

Der Osttiroler Alban Lakata, dreifacher MTB-Marathonweltmeister, hadert weiterhin mit dem Sieg beim Ötztaler Radmarathon: Nach den Plätzen zwei, drei und vier kam heute wieder ein vierter dazu: "Jack Burke war heute nicht zu schlagen, aber Rang zwei wäre schon toll gewesen. Cecchini hat auf den letzten Kilometern nichts mehr genommen, weil er angeblich Krämpfe hatte, und dann sprintet er mich ab. Aber egal, ich komme wieder um nach dem Sieg zu greifen!"

13:19h: Jack Burke gewinnt den Ötztaler Radmarathon 2024

Nach 6 Stunden und 49 Minuten fährt Jack Burke durch das Ziel in Sölden. "Dieses mal gewann ich für meine Freunde, Steve we did it!" ruft der Radsportler mit einem lächeln im Gesicht in die Kamera, gefolgt wird Burke von der Nr. 2 Hans-jörg Leopold aus Österreich. Der dritte Platz geht an den Italiener Stefano Cecchini.
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Podium der Herren / Copyright: Ötztal Tourismus/Expa Pictures

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13:15h: Lakata und Leopold drehen auf

Wie aus dem Nichts änderte sich auf dem letzten Kilometer am Timmelsjoch der Kampf um Rang zwei: Während der Franzose zuückfiel und auch Senni seinem Landsmann Cecchini nicht mehr folgen konnte, stürmten von hinten der Osttiroler Alban Lakata und Ex-Profi Hans-Jörg Leopold an Cecchini heran. Zu Dritt verfolgten sie hinunter nach Sölden den Führenden, der in Hochgurgl aber schon 10:19 Minuten Vorsprung hatte. Der Sieg ist Burke nicht mehr zu nehmen.

13:05h: Jack Burke vor 2. Sieg!

Zum zweiten Mal könnte der in Österreich lebende Ex-Profi Jack Burke den Ötztaler Radmarathon gewinnen. Er hat mit mehreren Minuten Vorsprung die Mautstelle am Timmelsjoch passiert und rast jetzt bei Traumwetter Richtung Sölden. Tausende Zuschauer:innen sind bereits in die Ski- und Bike-Metropole gepilgert, um dem Sieger und allen Nachfolgenden einen gebührenden Empfang zu bereiten! Auch bei den Frauen fährt die Deutsche Janine Meyer einem ungefährdeten Sieg entgegen!
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Jack Burke ganz oben am Timmelsjoch

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13:00: Andreas Lenz - ein Träumer - stellvertretend für viele

Tausende Teilnehmer:innen wollen beim Ötztaler Radmarathon ins Ziel kommen, viele setzen sich Zeitlimits. Wie Andreas Lenz aus Deutschland. Er ist stellvertretend für viele Träumer, die heute bei Traumwetter Richtung Sölden unterwegs sind. Es ist der 4. Start des 33-Jährigen, nach seinem letzten Antreten 2019 hat er heuer wieder einen Startplatz ergattert. 2018 holte er den unglaublichen 4. Platz und heuer will das Rad-Multitalent unter 8 Stunden bleiben. Und es sieht gut aus für den exzellenten Trailrunner, der auch hier Top-Ergebnisse zu Buche stehen hat: Derzeit liegt er an der 35. Stelle!
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Träumer Andreas Lenz

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12:45h: Ex-Sieger Cecchini stellt Senni

Hat sich Manuel Senni übernommen? Von hinten fliegt wenige Kehren vor dem Gipfel Stefano Cecchini, Ötztaler-Sieger von 2017, heran und lässt seinen italienischen Landsmann stehen. Unglaublich dieser Angriff! Damit liegt Cecchini derzeit auf Podiumskurs.

12:30h: Senni holt auf

6 Stunden sind gefahren. Während sich Burke am Timmelsjoch in Führung befindet, holt dahinter der Vorjahressieger Manuel Senni auf. Der Italiener schlägt ein hohes Tempo an, doch der Angriff dürfte zu spät kommen. Burke liegt in Schönau 5:11 Minuten vor Loic Ruffaut, 37 Sekunden dahinter ist Senni, der um Ran zwei kämpft. Dahinter befindet sich mit einem Respektabstand die immer kleiner werdende Verfolgergruppe um Alban Lakata und Johnny Hoogerland.

12:05h: Toni Palzer glaubt an Sieg von Burke

Im Livestudio hat Red Bull-BORA-hansgrohe-Profi Toni Palzer Platz genommen. Der Deutsche kennt Jack Burke sehr gut und ist davon überzeugt: "Den Sieg lässt er sich nicht mehr nehmen. Jack hat heuer so viel trainiert, das bringt er nach Sölden." Übrigens, Burke absolvierte heuer auch erstmals Skibergsteigrennen für Kanada. Er hat noch 700 Höhenmeter zu absolvieren und ist ohne Flasche. Hoffentlich geht ihm die Energie nicht aus!

11:48h: Burke fliegt an Spitzenfahrer vorbei

Nach einer Fahrzeit von 5:17 Stunden beendete der Kanadier Jack Burke die lange Solofahrt von Loic Ruffaut. Der Franzose hat tapfer gekämpft, kann aber das Tempo des Siegers von 2022 nicht mitgehen. Burke fliegt scheinbar mühelos vorbei. Auch die nächste Gruppe um Johnny Hoogerland nähert sich dem Franzosen mit bedrohlich hohem Tempo.

11:40h: Meyer fährt 2. Sieg entgegen

Die ersten drei Damen haben den Jaufenpass überquert. Vorjahressiegerin Janine Meyer führt mittlerweile 15:17 Minuten vor der Niederlälnderin Vyne Van der Schoot und 16:38 Minuten vor der Italienerin Roberta Bussone.
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Janine Meyer am Timmelsjoch / Copyright: Ötztal Tourismus

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11:30h. Spitze erreicht St. Leonhard

Der französische Führende Ruffaut hat St. Leonhard passiert und befindet sich am letzten Anstieg: 29 Kilometer mit 1.724 Höhenmetern geht es aufs Timmelsjoch. Dahinter überschlagen sich die Ereignisse: Jack Burke liegt an der zweiten Stelle mit 2:44 Min., dahinter hat sich eine Gruppe mit Ex-Sieger Johnny Hoogerland, Stefano Cecchini und Alban Lakata mit fünf Minuten Rückstand auf die Lauer gelegt.

11:20h: Daumendrücken für die Ötztaler MTB-Stars

Das radverrückte Ötztal drückt heute nicht nur allen Teilnehmer:innen beim Radmarathonklassiker der Alpen die Daumen, sondern auch den beiden MTB-Cracks Laura Stigger und Mona Mitterwallner. Die beiden Tirolerinnen starten heute um 13:30 Uhr in ihr Cross Country-Rennen bei den Weltmeisterschaften in Andorra!

11:10h: Grüße aus Neuseeland

Unterdessen schickt eine ganz prominente ehemalige Skirennläuferin Anfeuerungsnachrichten ins Ötztal: Die zweifache Weltmeisterin Martina Ertl befindet sich gerade auf Trainingscamp in Neuseeland und drückt vor allem ihrem Landsmann und Hahnenkammsieger Thomas Dreßen die Daumen! Dreßen hat nach 4:38.05,2 Stunden die Zeitnehmung in Gasteig passiert und liegt an der 915. Stelle. Der 90kg-Mann kann auch richtig gut Radfahren!

11:00h: Attacke von Jack Burke

Viele begeisterte Menschen an der Strecke feuerten am Jaufenpass die Radfahrer:innen an. Nach einer Fahrzeit von 4:35 Stunden wurde es im Verfolgerfeld dem Kanadier Jack Burke, Sieger von 2022, zu bunt und legte eine unwiderstehliche Attacke hin! Sensationell, wie er scheinbar den steilen "Jaufen" hinauffliegt. Dahinter liegen rund 15 Fahrer. Der Vorsprung von Ruffaut schmolz am Gipfel des Jaufenpasses auf 3:19 Minuten zu Burke. Dahinter liegt Markus Hertlein (plus 6:07), dicht dahinter die Verfolger.

10:45h: Es geht über eine Gravel-Passage

Der Führende Ruffaut hat die Gravel-Passage am Jaufenpass erreicht. Rund 1,5 Kilometer geht es über eine Schotterpassage, verursacht durch einen Murenabgang. Hoffentlich kommt es hier nicht vermehrt zu Defekten, aber die Strecke scheint gut gepresst worden zu sein. Tolle Bilder gibt es auch im Livestream ...

10:30 Uhr: Favoriten bereits mit 8 Minuten Rückstand

Frankreich vor Deutschland und Tirol - so lautet der Zwischenstand am Jaufenpass. Wann greifen die Favoriten an? Während hinter dem führenden Franzosen der Deutsche Hertlein vom Österreicher Handl absetzen kann, verliert das große Verfolgerfeld immer mehr an Boden. Mittlerweile liegt der Rückstand bereits bei acht Minuten! Hertlein setzte sich von Handl ab.

10:15: Rauf auf den Jaufenpass

Der dritte Pass des Tage steht auf dem Programm, der Jaufenpass. Von Sterzing führt der maximal 12 Prozent steile Anstieg über 15,5 Kilometer und 1.130 Höhenmeter. Ruffaut befindet sich vor seinen Verfolgern Handl und Hertlein nach wie vor in Führung. In Gasteig lag das Duo 3:46 Minuten hinter dem Spitzenfahrer.
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Janine Meyer mit Dominik Landertinger vorm Start / Copyright: Ötztal Tourismus/Expa Pictures

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09:55h: Italien ist erreicht

Den höchsten Punkt des Brennerpasses nach 120 Kilometern erreichte Loic Ruffaut 3:58 Minuten vor dem Verfolgerduo Philip Handl (AUT) und Markus Hertlein (GER). Dahinter mit Respektabstand das rund 60 Fahrer starke Verfolgerfeld, wo nach wie vor Uneinigkeit herrscht. Den Brenner erreichte die Niederländerin Vyne Van der Schoot 10,03 Minuten hinter Meyer als Zweiter, dahinter Sonia Passuti mit 10:07 Min.

09:35h: Die ersten 3 Stunden sind geschlagen

Der Rennverlauf des Ötztaler Radmarathons entwickelt sich heuer atypisch im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Durch den starken Gegenwind am Brennerpass belauern sich hinter Loic Ruffaut die Favoriten im Verfolgerfeld. Zwei Fahrer setzten schließlich zur Verfolgung an. Absolutes Kuriosum: Die beste Dame Janine Meyer hatte in Innsbruck 1,5 Minuten Rückstand auf die große Verfolgergruppe und schaffte wieder den Anschluss! Keiner wollte im Wind unnötig Körner verschießen und dann fuhr sogar Meyer nach! Sie fährt unglaublich stark. Wie geht es hier weiter? Wann legen die Favoriten die Karten auf den Tisch oder warten alle auf den Jaufenpass?
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Loic Ruffaut/Copyright: Ötztal Tourismus

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09:15h: Meyer noch zu schlagen? Federspiel out

Loic Ruffaut spult den Brennerpass, wo starker Gegenwind herrscht, nach wie vor im Alleingang ab. Durch den Wind will im Verfolgerfeld keiner so richtig die Nachführarbeit übernehmen. Bei den Damen gab es hinter der klar Führenden Janine Meyer einen Umsturz: In Innsbruck schob sich Mitfavoritin Ils Van der Moeren aus Belgien mit 7:38 Minuten Rückstand an die zweite Stelle. Im Vorjahr beendete sie den Ötztaler als Vierte! Auf Rang drei folgt die Deutsche Eva Schien mit plus 7:41 Minuten. Unterdessen ist es Gewissheit, dass Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel vom Team Felt-Felbermayr leider das Rennen aufgeben musste. Es dürfte sich um technische Probleme gehandelt haben.

09:00h: Skistar Manfred Moelgg mit starker Zeit

Der Südtiroler Manfred Moelgg gewann drei Weltcup-Slaloms und wurde 2007 Vizeweltmeister. In dieser Saison entschied er auch den Slalom-Gesamtweltcup für sich. Als er sich gestern sein Startpackage holte, gab er als Zielzeit 8 Stunden für seinen ersten Ötztaler Radmarathon an. Dass das nicht utopisch war zeigen seine Durchgangszeiten: Innsbruck passierte er nach starken 2:19 Stunden als 107. aller Fahrer! Chapeau …

08:50h: Die Exoten beim Ötztaler

Die Stars des Ötztaler Radmarathons sind alle Teilnehmer:innen und vor allem der letzte Finisher, der um 20:00 Uhr in Sölden wie der Sieger gefeiert wird! Zu den Exotischsten oder Ländern mit der größten Distanz ins Ötztal zählen beispielsweise Taiwan, Mexiko, Südafrika, Australien oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Der jüngste Teilnehmer in diesem Jahr ist ein 16-jähriger Österreicher, die Jüngste, eine 17-Jährige aus Südtirol. Der älteste Hobbysportler, Martin Strobl, hat schon 79 Jahre auf dem Buckel und nimmt zum 34. Mal an dem legendären Radrennen teil. Die älteste Frau, Karin Izsak, aus Deutschland, Jahrgang 1956, stellt sich heuer zum ersten Mal der Herausforderung.

08:35h: Der Brennerpass wartet

Die Spitzenfahrer haben Innsbruck passiert und befinden sich am Brennerpass, dem zweiten von vier schweren Anstiegen beim Ötztaler Radmarathon. Es geht 37,5 Kilometer zur Grenze nach Südtirol mit 777 Höhenmetern und maximal 12 Prozent Steigung. Der Franzose Loic Ruffaut liegt weiterhin mit rund vier Minuten Vorsprung in Führung. Ob der 31-Jährige aus Briancon nicht zu viel Kraft vor dem Jaufenpass und Timmelsjoch liegen lässt? Die Favoriten im Verfolgerfeld, das immer größer wird, sparen im Gegensatz zum Franzosen wertvolle Körner. Übrigens, ein bekannter Name hat gerade die Labestation Kühtai erreicht: Regina Denk, Schwester von Red Bull - BORA - hansgrohe-Teamchef Ralph. "Er sagte, lass am Kühtai nicht zu viel Kraft. Alles gut einteilen", meinte sie im entsprechendem Profi-Dress.

08:15h: Holzknecht wieder am Rad

Aufatmen beim jungen Längenfelder Jonas Holzknecht, der nach seinem Defekt wieder unterwegs ist. Er hat aber viel Zeit verloren und ist auch hinter die große Verfolgergruppe zurückgefallen. Der Franzose Loic Ruffaut passierte das Kühtai 24 Sekunden vor Riccardo Barbieri (ITA) und 2:13 Minuten vor dem Deutschen Niklas Ole Schmetzer. Bald erreichen die Spitzenfahrer die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Von dort aus wartet mit dem 37,5 Kilometer langen Brennerpass zwar der längste, bei weitem aber nicht der schwerste Anstieg! Am Kühtai lag Janine Meyer bereits 3:55 Minuten vor der Zweitplatzierten Dame Vyne Van der Schoot (NED) und 5:27 Minuten vor der Italienerin Sonja Passuti.
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Jonas Holzknecht / Copyright: Ötztal Tourismus

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08:05h: Österreicher im Pech

Der Franzose Loic Ruffaut passierte das Kühtai bei einer tollen Stimmung als Erster und nahm die rasante Abfahrt durchs Sellraintal Richtung Innsbruck solo in Angriff. Großes Pech hatte Jonas Holzknecht vom Tirol KTM Cycling Team, der sich in der dreiköpfigen Verfolgergruppe befand: Kurz vor dem Pass bekam er - ähnlich wie Daniel Federspiel - Probleme mit der Schaltung. Ist der Akku Schuld? Minutenlang stand er an der Strecke. Hoffentlich geht es bald weiter für den starken Lokalmatador, der am Freitag den Bike4Help-Prolog in Sölden mit neuer Rekordzeit gewann! Eine tolle Fahrt liefert bisher die beste Dame Janine Meyer ab: Sie kam weniger als fünf Minuten hinter dem schnellsten Mann übers Kühtai! Übrigens, der Livestream des Ötztaler Radmarathons wird heuer von nicht weniger als 18 Kameras ins perfekte Licht gerückt. Hier geht's zum Stream …

07:50h: Janine Meyer wieder stark unterwegs

Nach einer Fahrzeit von 1:20 Stunden setzten sich zwei Fahrer vor drei Verfolgern kurz vor dem Stausee am Kühtai an die Spitze, während im größer werdenden Verfolgerfeld das Tempo etwas zurückging. Die Frage ist, wo sich einer der Mitfavoriten Daniel Federspiel befindet. Hat er einen schlechten Tag erwischt? Zum Glück nicht, der Tiroler hat Probleme mit der Schaltung und liegt rund drei Minuten hinter der Verfolgergruppe. Bei den Frauen zeigt Vorjahressiegerin Janine Meyer ihre Siegambitionen und liegt klar in Führung. Übrigens, 2023 stellte sie mit einer Zeit von 7:27,47 Stunden einen neuen Streckenrekord auf!

07:30h: Nachhaltigkeit wird großgeschrieben

1.300 Helfer:innen sorgen heute wiederum für einen reibungslosen Ablauf, für die Sicherheit auf der Strecke sorgten neun vollelektrische Skodas. Der Ötztaler Radmarathon 2024 erfüllt mit den umgesetzten Maßnahmen im Nachhaltigkeitsbereich die Mindestanforderungen von Green Events Austria und somit erstmalig Partnerevent. Beeindruckende Zahlen gibt es auch für den Tourismus: Insgesamt wurden am Rennwochenende wieder 25.000 Nächtigungen generiert, wobei im Durchschnitt drei Nächte gebucht werden - das ergibt eine Wertschöpfung von 4,5 Millionen Euro.

07:10h: Das Kühtai beginnt

Das Kühtai ist der erste Berg des Ötztaler Radmarathons. Es geht 18 Kilometer von Oetz hinauf zum Kühtai mit 1.200 Höhenmetern und maximal 16 Prozent Steigung. Schon am Beginn des Anstieges feuerten viele Zuschauer:innen die Radfahrer an. Bereits nach den ersten Kehren wurden die beiden Spitzenreiter gestellt. An der Spitze formierte sich hinter zwei Fahrern eine rund 40 Fahrer starke Gruppe - mit dabei alle Favoriten um Daniel Federspiel, Alban Lakata, Vorjahressieger Manuel Senni, Johnny Hoogerland, Charly Markt, Jonas Holzknecht, Jack Burke, ...
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Am Kühtai / Copyright: Ötztal Tourismus

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07:00h: Winterstars wollen gute Figur auf dem Rad machen

Das Rennen läuft: Während sich vor Umhausen auf dem Weg zum ersten Anstieg Kühtai zwei Fahrer rund eine Minute absetzen konnten, feiern auch drei ehemalige Skistars ihre Premiere: Hahnenkamm-Sieger Thomas Dreßen aus Deutschland und die beiden Südtiroler Manfred Mölgg und Werner Heel. Während Dreßen eine Zielzeit von unter 10 Stunden ausgibt, will das sein Speed-Kollege Heel bei rund 9,5h schaffen. Noch größeres hat Ex-Slalomstar Mölgg vor, der passionierte Radfahrer will bei 8,5h finishen!! Zum zweiten Mal am Start ist Ex-Biathlet Dominik Landertinger, der allerdings nur mit 1.500 Kilometern in den Beinen nach Sölden anreiste.
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Thomas Dreßen vor dem Start / Copyright: Ötztal Tourismus

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06:45h: Der Ötztaler Radmarathon ist gestartet

Um Punkt 6:30 Uhr fiel heute in Sölden der Startschuss zum 43. Ötztaler Radmarathon. Das Feld der 4.335 Teilnehmer:innen aus 36 Nationen benötigte geschlagene 13 Minuten, ehe der letzte Fahrer die Startlinie passierte. Die Startnummer 1 - als Zeichen für das heurige Motto "Frauen vor den Vorhang" - trägt Vorjahressiegerin Janine Meyer. Die Deutsche, die im Vorjahr einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte und auch heute wieder zu den ganz großen Favoritinnen zählt, meinte vor dem Start: "Die Nummer 1 zu tragen ist schon eine Bürde, bringt mir aber sehr viele Emotionen."

Der Streckenverlauf des 43. Ötztaler Radmarathons

Der Start ist am 1. September um 6:30 Uhr in Sölden. Meist bergab geht’s bis nach Oetz (800 m), dann hinauf ins Kühtai (2.020 m). Abwärts führt die Route nach Kematen und weiter Richtung Innsbruck (600 m). Wieder bergauf treten die Sportler:innen auf den Brennerpass (1.377 m). Dort bleibt Zeit zum kurz Verschnaufen, dann geht’s hinunter nach Sterzing (960 m) und anschließend schön gleichmäßig hinauf auf den Jaufenpass (2.090 m). Vorsichtig abfahren nach St. Leonhard im Passeiertal (700 m) und als großes Finale wartet das Timmelsjoch (2.474 m). Mit der Abfahrt ist das Ziel zum Greifen nah: Sölden (1.377 m).

Die Favorit:innen beim Ötztaler Radmarathon

2018 sicherte sich die Schweizerin Laila Orenos vor der österreichischen Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer den Sieg beim Ötztaler Radmarathon. Seither standen ausschließlich Radfahrerinnen aus Deutschland ganz oben auf dem Podest: Christina Rausch 2019 und 2021, Catherine Rossmann 2022 und im Vorjahr verblüffte Janine Meyer mit einer tollen Zeit von 7:27 Stunden! Sie alle sind auch bei der 43. Auflage des Ötztaler Radmarathons am 1. September 2024 wieder am Start. Die größte Konkurrentin könnte die Belgierin Ils Van der Moeren sein, die im Vorjahr Vierte wurde. Dicht gefolgt von der Vorjahresfünften Nadja Prieling aus Tirol, die auch heuer zu den größten heimischen Hoffnungen zählt. Ebenso stark fuhr 2023 ihre Landsfrau Jana Gigele mit Rang sieben.
Mit Vorjahressieger Manuel Senni aus Italien, dem gebürtigen Kanadier Jack Burke 2022 und dem in Kärnten lebenden Holländer Johnny Hoogerland sind auch die Sieger der letzten Jahre am Start. Ebenso wie die Ex-Sieger Stefano Cecchini (ITA), Bernd Hornetz (GER) und Rekordsieger Ekkehard Dörschlag aus Salzburg. Der zweifache Amateur-Weltmeister Hoogerland hat sich heuer speziell auf den Ötztaler vorbereitet: "Es waren viele lange Trainingseinheiten. Ich will am Sonntag wieder um den Sieg mitfahren!" Das hat auch der Osttiroler Alban Lakata vor, der bereits Zweiter und Dritter wurde: Heuer oder nie - lautet sein Credo. Und als absoluter Geheimfavorit gilt der Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel. Der Lokalmatador aus Imst hat eine stolze Bilanz beim Ötztaler Radmarathon: einmal wurde er Fünfter, zwei Mal Sechster und einmal Siebenter.

Ötztaler Radmarathon: Das neue Finisher-Trikot

Stylish & funktional: Das Finisher-Trikot 2024 kommt in diesem Jahr erneut aus dem Hause SANTINI, dem Marktführer im Bereich Radsport-Funktionsbekleidung. Das italienische Unternehmen stellt etwa auch Trikots für die Tour de France oder La Vuelta bereit. Die in Italien produzierten Stücke für den #ÖRM24 bestechen mit perfekter Passform, innovativen Materialien, Komfort sowie Langlebigkeit. Und schauen einfach fantastisch aus. Aber schau selbst!

43. Ötztaler: Die Damen vor den Vorhang

Die Damen werden heuer vor den Vorhang geholt: 430 Damen starten 2024 beim Ötztaler Radmarathon. Frauen befinden sich im Radsport im Vormarsch und die Anzahl der weiblichen Starterinnen stieg im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich: Alleine die Anzahl der registrierten Teilnehmerinnen ist heuer im Vergleich zu 2014 um 57 Prozent gestiegen, die Zahl der Finisherinnen gleich um 85 Prozent!

Ötztaler 2024: Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen zum Liveticker des 43. Ötztaler Radmarathons. Wir halten euch ab Sonntag ab 6:30 Uhr auf dem Laufenden. Um 6:15 Uhr beginnt bereits der Livestream
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