Paris - Nizza: Fabio Jakobsen lässt Wout Van Aert stehen und holt 2. Etappe - Wind wirft viele Favoriten zurück

Fabio Jakobsen (Quick Step) hat die 2. Etappe von Paris-Nizza für sich entschieden und Wout Van Aert im Sprintduell keine Chance gelassen. Der Niederländer nahm in Orléans Revanche für die Enttäuschung des Vortags, als er im Finale der Attacke des Jumbo-Teams nicht hatte folgen können. In der Gesamtwertung verteidigte Auftaktsieger Christophe Laporte das Gelbe Trikot als Tagesdritter erfolgreich.

Das Finale der 2. Etappe: Jakobsen fängt Jumbo-Duo noch ab

Quelle: Eurosport

Auf der vom Wind geprägten Etappe kamen nur 36 Fahrer zeitgleich in der ersten Gruppe an, dahinter verloren etliche Mitfavoriten an Boden, darunter auch Titelverteidiger Maximilian Schachmann. Der Kapitän von Bora-hansgrohe kam als 65. mit 1:29 Minuten Rückstand in der dritten größeren Gruppe des Feldes an.
Der deutsche Meister belegt dort mit 2:22 Minuten Rückstand den 50. Platz. Fast die Hälfte des Pelotons verlor auf dem eigentlich flachen Abschnitt über sechs Minuten. Rabenschwarz lief es vor allem für David Gaudu (Groupama – FDJ), der beinahe zehn Minuten bis nach Orléans liegen ließ.
"Die ersten Tage hier sind immer Windkante und Sprints, ehe es in die Berge geht. Daher musste ich es jetzt schaffen, eine Etappe zu gewinnen“, erklärte Jakobsen im ersten Interview. Knapp 80 Kilometer vor dem Ziel hatte das Team Jumbo – Visma erneut das Feld auf einer Windkante zerlegt, so dass am Ende nur eine vergleichsweise kleine Gruppe um den Sieg kämpfte.
"Jumbo war wieder eines der stärksten Teams heute, aber wir mögen die Windkanten auch", grinste Jakobsen, der drei seiner Teamkollegen mit in das Finale nahm und die Arbeit seiner Mannschaft in einen Sieg ummünzen konnte: "Auch wenn die Beine schmerzten, habe ich es trotzdem geschafft."

Jakobsen: "Das war die Vorspeise"

Jakobsens sechster Saisonsieg war zugleich der erste in einem WorldTour-Rennen dieses Jahres. "Du willst solche Rennen gewinnen. Das vorher (die ersten fünf Siege, d. Red.) war der Aperitif, das nun die Vorspeise", scherzte Jakobsen.
In der Gesamtwertung liegt Laporte nun fünf Sekunden vor Van Aert und elf vor Primoz Roglic, der von seinem Teamkollegen auf Rang drei verdrängt wurde. Der Franzose Pierre Latour (TotalEnergies / +0:36) und der Tscheche Zdenek Stybar (Quick-Step Alpha Vinyl / +0:38) folgen auf den weiteren Plätzen.
Laporte verteidigte auch das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers, der Brite Matthew Holmes (Lotto Soudal) baute seine Führung in der Bergwertung aus.
Paris-Nizza wird am Dienstag mit der dritten Etappen von Vierzon nach Dun-le-Palestel (190,8 km) fortgesetzt. Das Rennen endet am kommenden Sonntag an der Cote d'Azur.
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Quelle: Eurosport

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