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Paris - Nizza: Primoz Roglic feiert Gesamtsieg - Simon Yates sichert sich Schlussetappe als Solist
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Publiziert 13/03/2022 um 17:08 GMT+1 Uhr
Simon Yates hat sich die Schlussetappe von Paris - Nizza gesichert und dabei Spitzenreiter Primoz Roglic am Schlusstag ins Wanken gebracht. Bei Kälte und Regen musste der Slowene lange um sein Gelbes Trikot bangen, nachdem der Brite sich erfolgreich aus dem Kreis der Favoriten abgesetzt hatte. Am Ende aber reichte es für Roglic, der im Ziel 29 Sekunden seines Vorsprungs retten konnte.
Simon Yates jubelt in Nizza 2022
Fotocredit: Getty Images
Bedanken konnte sich Roglic bei seinem Teamkollegen Wout Van Aert, der für ihn die Verfolgungsarbeit hinter Yates leistete und das Jumbo-Duo so rechtzeitig auf die Zielgerade in Nizza brachte.
Für Roglic kommt der erste Gesamtsieg bei Paris-Nizza mit einem Jahr Verspätung. 2021 hatte er lange die Gesamtwertung angeführt, das Gelbe Trikot nach einem Sturz auf der Schlussetappe aber noch an Maximilian Schachmann verloren.
Der deutsche Meister vom Team Bora-hansgrohe, der das "Rennen zur Sonne" zuvor zwei Mal nacheinander gewonnen hatte, war vor der vierten Etappe mit gesundheitlichen Problemen ausgestiegen.
"Scheinbar geht es nicht ohne ein wenig Drama. Es war wieder superschwer", erzählte der dreimalige Vuelta-Champion Roglic im Ziel-Interview, nachdem das Gelbe Trikot gerettet hatte.
Mit einer Attacke am Col d’Eze 19 Kilometer vor dem Ziel hat sich Simon Yates (BikeExchange – Jayco) im verregneten Nizza nach 115 Kilometern die letzte Etappe von Paris-Nizza gesichert und zwischenzeitlich im Kampf um das Gelbe Trikot nochmals für Spannung gesorgt. Primoz Roglic (Jumbo – Visma) nämlich konnte dem Briten nicht folgen und musste um den Gesamtsieg noch bangen.
Letztlich konnte sich der Slowene bei seinem Teamkollegen Wout Van Aert bedanken, der den zwischenzeitlich auf fast 30 Sekunden angewachsenen Rückstand mit Roglic im Schlepptau auf letztlich neun Sekunden reduzieren konnte.
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Solo-Triumph in Nizza: Yates hält Jumbo-Duo in Schach
Quelle: Eurosport
Der Belgische Meister wurde nach 115 Kilometern schließlich Zweiter vor Roglic, der offensichtlich am Ende seiner Kräfte war und im Ziel auf der Promenade des Anglais einige Zeit durchschnaufen musste. Sören Kragh Andersen (DSM) gewann 1:44 Minuten hinter Yates den Sprint der ersten Verfolgergruppe vor Brandon McNulty (UAE Team Emirates) und Stefan Küng (Groupama - FDJ) .
Roglic: "Wout ist halb Mensch und halb Motorrad"
Das Podium komplettierte der Kolumbianer Daniel Felipe Martinez (Ineos Grenadiers / +2:37), der einen starken Eindruck hinterlassen, aber wegen eines Defekts im Finale den Anschluss an die Spitzengruppe verloren hatte. Gesamtvierter wurde Adam Yates (Ineos Grenadiers / +3:29) vor Nairo Quintana (Arkea – Samsic / +3:43).
"Ein Riesendank an mein gesamtes Team und vor allem Wout", sagte ein sichtlich erleichterter Roglic. "Wout ist halb Mensch und halb Motorrad. Wout kann alles!", fügte er lachend an. Am Col d’Eze, dem letzten Berg des Tages, musste Van Aert sogar mehrmals das Tempo drosseln, um seinen Kapitän nicht abzuhängen.
"Ich habe mich definitiv nicht stark genug gefühlt. Es war zu steil, ich habe mich wirklich gequält, um den Zeitverlust zu limitieren", gestand Roglic. "Wout hatte einen Supertag. Er war eine enorme Hilfe, Er hat mich bis zum Ziel mitgeschleppt", so der 32-Jährige im Ziel, wo er auch von seiner Familie empfangen wurde. "Dass es mein Heimrennen ist, hat es heute nicht einfacher gemacht. Aber ich bin jetzt sehr glücklich", meinte Roglic abschließend.
Simon Yates mit Platz zwei zufrieden
Uneingeschränkt zufrieden mit dem Tagessieg und Rang zwei im Klassement war Simon Yates. Schon kurz nach dem Rennen sah der 29-Jährige im Gegensatz zu den völlig ausgepumpten Roglic und Van Aert wieder sehr frisch aus. "Ich wollte heute nur die Etappe gewinnen, in der Gesamtwertung lag ich sowieso schon zu weit hinten", erzählte Yates munter.
Zwischenzeitlich fehlten ihm aber nur noch 15 Sekunden bis zum Gelben Trikot. "Im Hinterkopf war der Gesamtsieg da natürlich schon. Ich wusste aber auch, dass so ein kleiner Fahrer wie ich in der Abfahrt viel Zeit verlieren wird", so Yates, der Recht behalten sollte.
Während anderen Fahrern schon unterwegs die Folgen von Kälte und Nässe anzusehen waren, bereitete dem Kletterspezialisten das Wetter keine Probleme. "Ich bin hier früher schon im Regen gefahren, ich war gut vorbereitet. Mir war warm", grinste er.
Vlasov gestürzt, kein Bora-Fahrer im Ziel
Mit einer großen Enttäuschung endete Paris-Nizza für Bora – hansgrohe. Kapitän Aleksandr Vlasov, vor dem Start noch Gesamtsiebter, musste das Rennen nach einem Sturz aufgeben. "Er erlitt mehrere Schürfwunden und Prellungen", meldete das deutsche Team auf Twitter. Auch Sam Bennett, Ryan Mullen und Danny van Poppel sahen das Ziel nicht, womit kein Bora-Profi in Nizza ankam.
Bester deutscher Fahrer war erneut Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty – Gobert). Der 24-jährige Augsburger wurde 24. und beendete die Fernfahrt auf Position 23. Einen erstklassigen Tag erwischte Zeitfahr-Europameister Küng, der die Bergetappe bei seinem Lieblingswetter zeitgleich mit dem Vierten beendete Im Klassement reichte es für den Schweizer zu Platz 21.
Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers verteidigte Joao Almeida (UAE Team Emirates), der wie an den Vortagen schnell zurückfiel, sich letztlich aber achtbar schlug. Grün ging an Van Aert, der seinen Vorsprung auf Mads Pedersen (Trek – Segafredo) noch ausbauen konnte. Das Bergtrikot blieb auch nach dem letzten Tag auf den Schultern von Valentin Madouas (Groupama – FDJ).
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