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Angriffe auf Lenny Martinez: Frankreichs neuer Star geschockt von Attacken nach Teamwechsel ins Ausland
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Update 14/03/2025 um 13:42 GMT+1 Uhr
Lenny Martinez hat mit seinem Etappensieg bei Paris - Nizza bei seinen französischen Landsleuten große Hoffnungen geweckt, dass ein heimischer Fahrer bei der Tour de France künftig wieder mit um das Podium kämpfen könnte. Doch der 21-Jährige musste nach seinem Wechsel von Groupama-FDJ zu Bahrain Victorious nicht nur Kritik ertragen, sondern sah sich im Netz auch üblen Beschimpfungen ausgesetzt.
Martinez düpiert Favoriten - Vingegaard abgeschlagen
Quelle: Eurosport
"Ich galt als der junge Franzose, der sich in einer französischen Mannschaft weiterentwickelte. Ein neuer Thibaut Pinot. Plötzlich ging dieser Typ ins Ausland. Sogar meine Familie wurde beleidigt. Als hätte ich jemanden getötet", sagte Martinez gegenüber der Sportzeitung "L'Equipe".
Viele Fans warfen dem Top-Talent vor, dem Lockruf des Geldes gefolgt zu sein. "Natürlich habe ich einen guten Vertrag. Aber ich habe irgendwo gelesen, dass ich 2,5 Millionen Euro im Jahr verdienen würde. Das ist völlig falsch", sagte der in Andorra lebende Martinez, der bei Bahrain Victorious einen Dreijahresvertrag unterschrieben hatte.
Nachdem ihm in seiner zweiten Profisaison mit immerhin fünf Siegen - seinen ersten bei den Profis hatte er bereits 2023 beim Eintagesrennen am Mont Ventoux gefeiert - der Durchbruch gelungen war, seien die Erwartungen regelrecht durch die Decke gegangen, berichtete nun sein Trainer Loic Segaert. "Wenn wir in Frankreich an einem Rennen teilnehmen, sind immer dreißig oder vierzig Leute am Bus, die Sprechchöre singen: "Lenny! Lenny! Lenny!" Man darf nicht unterschätzen, wie viel Druck die französischen Medien auf ihn ausüben. Die Anzahl der Interviewanfragen ist kaum zu zählen, und immer ist ein Kamerateam dabei, das ihn verfolgt", so Segaert.
- Paris-Nizza 2025 live und auf Abruf auf discovery+
Martinez soll "französische Herzen erobern"
In diesem Zusammenhang habe sich Bahrain Victorious dazu entschieden, seinen Neuzugang überwiegend in Frankreich einzusetzen. "Unter anderem, um die französischen Herzen wieder zu erobern, bestreitet er nun ganz bewusst sein großes französisches Programm. Was nicht zwangsläufig gewesen sein, schließlich habe Martinez im vergangenen Jahr in Italien die Trofeo Laiguelia gewonnen und kurz darauf bei Strade Bianche Rang acht belegt.
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Perfektes Timing: Martinez düpiert die Konkurrenz beim Trofeo
Quelle: Eurosport
Seine dritte Profisaison begann Martinez zwar in Spanien bei der Classica Comunitat Valenciana und der Volta a la Comunitat Valenciana, doch danach ging es in die Heimat zur Classic Var, wo der gerade mal 168 Zentimeter große Kletterspezialist Achter wurde, und zur Tour des Alpes-Maritimes (Gesamtdritter).
Nun gelang ihm bei Paris-Nizza der erste Sieg auf WorldTour-Niveau, nachdem er auf dem vierten Teilstück bereits Vierter geworden war. "Hoffentlich wird dadurch die Kritik an ihm endlich zum Schweigen gebracht", sagte Segaert dazu.
Der Spross einer Radsport-Dynastie scheint die großen Fußstapfen tatsächlich füllen zu können: Sein Vater Miguel war Olympiasieger im Mountainbike 2000 und Cross-Weltmeister, sein Großvater Mariano gewann 1978 die Bergwertung der Tour und sein Onkel Yannick war ebenfalls Profi in der WorldTour.
Welche Rennen nach Paris - Nizza in Martinez‘ Kalender stehen, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass er sich beim Critérium du Dauphiné den letzten Schliff für seine zweite Tour de France holen wird.
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