Franziska Koch schreibt mit Sieg bei Paris - Roubaix Femmes Radsport-Geschichte - Deutsche krönt starkes Frühjahr

Franziska Koch krönte sich bei Paris - Roubaix Femmes als erste deutsche Siegerin jemals und setzte ein Ausrufezeichen hinter ihr starkes Frühjahr. Die 25-Jährige, die amtierende Deutsche Meisterin ist, sah sich selbst in "der besten Form ihrer Karriere". Glückwünsche gab es unter anderem von Wout van Aert, Tour-de-France-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot bezeichnete Koch gar als "Monster".

Highlights: Koch schlägt Visma-Duo - Deutsche Überraschung im Velodrom

Quelle: Eurosport

Franziska Koch wuchtete die schwere Kopfsteinpflaster-Trophäe in den französischen Abendhimmel und blickte freudestrahlend durch das altehrwürdige Velodrom von Roubaix.
"Wie im Traum" fühlte sich die frisch gekrönte Königin der Klassiker, nachdem sie ein ganz besonderes Kapitel Radsport-Geschichte geschrieben hatte.
Hellwach, nervenstark und mit einem kraftvollen Schlusssprint war Koch im Duell mit den Weltbesten als erste deutsche Frau zum Triumph bei Paris-Roubaix gerast.
"Es ist kaum zu glauben. Roubaix ist ein Rennen, bei dem alles passieren kann, und dass es am Ende geklappt hat, ist wie ein Traum", sagte Koch.
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Radsport: Franziska Koch freut sich mit ihrem Pflasterstein über den Erfolg bei Paris - Roubaix Femmes

Fotocredit: Getty Images

Koch im Kreis von Degenkolb und Fischer

Erst zwei Deutsche - Josef Fischer (1896) und John Degenkolb (2015) - hatten vor Koch den brutalen und traditionsreichen Kopfsteinklassiker für sich entschieden. Beim seit 2021 ausgetragenen Frauen-Rennen stand vor Koch keine Deutsche auf dem Podium.
Am Sonntag bezwang sie im Zweiersprint nach 143,1 km die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden auf der ikonischen Radrennbahn von Roubaix. "Es ist einfach unglaublich, dass ich eine Legende wie Marianne bezwingen konnte", sagte Koch.
Für die deutsche Meisterin, die für das französische Team FDJ United-Suez fährt, war es der mit Abstand größte Karriere-Erfolg und der erst vierte Profisieg ihrer Karriere - nach den Meistertiteln 2024 und 2025 sowie einer Etappe bei der Boels Ladies Tour 2019.
Seit der ersten Roubaix-Edition vor fünf Jahren hatte Koch auf diesen Moment gehofft. Damals war sie Siebte geworden, seither Roubaix ein steter Antrieb. Nun ist der Name der 25-Jährigen aus Mettmann, die aus einer Radsportfamilie stammt, untrennbar mit dem wichtigsten Frühjahrsklassiker verbunden.
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Deutscher Coup bei Paris-Roubaix! Koch düpiert Visma-Duo im Velodrom

Quelle: Eurosport

Van Aert gratuliert Koch

Koch genoss den Moment in einem erlesenen Kreis. Im Ziel gratulierte ihr Wout van Aert, der belgische Gewinner des Männer-Rennens und Vos-Teamkollege bei Visma-Lease a Bike. Das Podium teilte sie sich auch mit Tour-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot (Frankreich), die Dritte wurde und Koch würdigte: "Sie ist ein Monster, sie ist wirklich sehr, sehr stark."
Der Applaus aber gehörte Koch allein, als sie an der Seite der Topstars die so hart erkämpfte Kopfsteinpflaster-Trophäe jubelnd in die Höhe stemmte.
"Ganz schön schwer" sei der Stein, sagte sie dem Fachportal "cyclingmagazine.de" nach der Siegerehrung: "Schätzungsweise fünf Kilo. Aber ich muss ihn zu Hause mal wiegen." Im heimischen Wohnzimmer soll er seinen festen Platz finden, irgendwo dort, "wo ich ihn sehen kann".
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Radsport: Franziska Koch nimmt Glückwünsche von Pauline Ferrand-Prévot entgegen

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Koch krönt ihr starkes Frühjahr

Platz für weitere Trophäen und Pokale findet Koch in den eigenen vier Wänden sicherlich. Das Ende ihrer Entwicklung hat sie schließlich noch nicht erreicht. Ihre Formkurve zeigt steil nach oben.
Koch fährt ein starkes Frühjahr, sie wurde Dritte bei der Strade Bianche und beendete auch die Flandern-Rundfahrt in den Top 10 - jeweils als Helferin der niederländischen Star-Fahrerin Demi Vollering. "Ich glaube, ich bin gerade in einer wirklich guten Phase und darüber sehr glücklich", sagte Koch: "Ich bin in der bisher besten Form meiner Karriere."
Schon im Verlauf der Woche will sie das abermals unter Beweis stellen: Am Freitag startet sie in Belgien beim Pfeil von Brabant, am kommenden Sonntag folgt der Einsatz beim Amstel Gold Race.
(SID)
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Vos nach Paris - Roubaix Femmes: "Natürlich hätte ich gerne gewonnen"

Quelle: Eurosport


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