Paris - Roubaix 2026: Wout van Aert verhindert Monument-Rekord von Tadej Pogacar und feiert Sieg in Hölle des Nordens

Wout van Aert hat bei einer denkwürdigen 123. Austragung von Paris - Roubaix Tadej Pogacar im Zweier-Sprint geschlagen und damit den Rekord des Slowenen verhindert - er hätte amtierender Sieger bei allen fünf Monumenten werden können. Die 258 Kilometer von Compiegne ins Velodrom nach Roubaix mit 55 Kilometern auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster waren von zahlreichen Defekten geprägt.

Episches Duell im Velodrom: Van Aert schlägt Pogacar im Sprint

Quelle: Eurosport

Am meisten Pech hatte Mathieu van der Poel im Wald von Arenberg. Dem dreifachen Sieger wurde dort die Chance auf einen vierten Triumph praktisch genommen, auch wenn er nie aufsteckte und eine 100 Kilometer lange Aufholjagd startete, die ihn letztlich auf Platz vier führte.
Für Wout van Aert ist es der erste Sieg in Roubaix und der zweite bei einem Monument nach Mailand - Sanremo 2020 und löste derweil mit seinem emotionalsten Sieg ein altes Versprechen ein.
"Das bedeutet mir alles, es war mein großes Ziel seit meinem ersten Start 2018", sagte der tief bewegte van Aert: "Damals ist bei dem Rennen mein Teamkollege Michael Goolaerts gestorben. Seitdem wollte ich hier meinen Finger in die Luft heben und den Sieg Michael widmen."
Goolaerts war damals 100 km vor dem Ziel gestürzt und am Abend im Krankenhaus verstorben.
Pogacar muss dagegen auf einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher warten. Eddy Merckx, Rik van Looy und Roger De Vlaeminck bleiben die einzigen Fahrer, die alle fünf Monumente gewinnen konnten. Auch der "Grand Slam" - alle fünf Monumente in einem Jahr für sich zu entscheiden - blieb dem Slowenen als erstem Profi der Geschichte verwehrt.
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Van Aert und Pogacar setzen sich ab - Pavé-Abschnitte fordern alle

Quelle: Eurosport

Defekte prägen "Hölle des Nordens"

"Ich hatte drei Plattfüße und drei Radwechsel. Am Ende war ich einfach selbst platt", sagte der 27-Jährige nach einem Rennen mit einer Unzahl an Defekten bei allen Favoriten: "Es war unmöglich, Wout abzuhängen. Meine Beine haben sich wie Spaghetti angefühlt. Es war erst mein zweites Mal hier, ich muss dem einfach Zeit geben."
13 Sekunden hinter dem Spitzen-Duo überquerte Jasper Stuyven als Dritter die Ziellinie. Er setzte sich aus der Verfolgergruppe um van der Poel ab, der den Sprint im Velodrom vor Christophe Laporte, Tim van Dijke und Mads Pedersen gewann. Nils Politt wurde Neunter mit einem Rückstand von 2:36 Minuten.
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Drama im Wald von Arenberg: Philipsen opfert sich für Van der Poel

Quelle: Eurosport

Von Beginn an war das Tempo enorm hoch. Eine klassische Fluchtgruppe entstand zu keinem Zeitpunkt, stattdessen kontrollierte vor allem Pogacars UAE-Team das Tempo. Schon vor dem ersten Kopfsteinpflaster-Sektor wurde das Feld an einer Windkante zwischenzeitlich geteilt. Die meisten Favoriten waren im hinteren Teil des Pelotons, die Lücke wurde wenige Kilometer später weniger wieder geschlossen.
Mit den Pavé-Sektoren begannen die Defekte, praktisch alle Superstars waren betroffen, auch Pogacar, van der Poel und van Aert. Im Wald von Arenberg erwischte es den dreifachen Sieger van der Poel allerdings besonders hart.

Rennen für van der Poel im Wald von Arenberg "gelaufen"

Jasper Philipsen bot ihm sein Rad nach Defekt an, doch es gab Probleme und der Niederländer lief eine Weile entgegen der Fahrtrichtung. Bis er wieder unterwegs war, vergingen rund zwei Minuten. "Da war das Rennen eigentlich für mich gelaufen", sagt van der Poel
Von da an befand er sich auf Aufholjagd gegen eine Spitzengruppe mit unter anderem Pogacar, Pedersen und van Aert. 50 Kilometer vor dem Ziel setzte van Aert eine Attacke, der nur der Weltmeister folgen konnte.
Das Duo arbeitete in der Folge zusammen, keiner konnte den anderen abschütteln - sie hielten aber gemeinsam van der Poel auf Distanz, der im letzten schweren Sektor Carrefour de L'Arbre auf bis zu 18 Sekunden herankam, die Lücke aber nicht schließen konnte.
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Erst Platten, dann Sturz: Pechvogel Ganna am Boden

Quelle: Eurosport

(SID)
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Auf ins erste Pavé: Die Hölle des Nordens beginnt

Quelle: Eurosport


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