Paris - Roubaix: Mathieu van der Poel erklärt Defekt-Fiasko im Wald von Arenberg - "dann war das Rennen gelaufen"
VonJan Zesewitz
Update 12/04/2026 um 20:27 GMT+2 Uhr
95 Kilometer vor dem Ziel endeten die Hoffnungen von Mathieu van der Poel auf einen vierten SIeg in Serie bei Paris - Roubaix. Mit einem kuriosen Defekt und mehreren Radwechseln, darunter einem kurzen Ritt auf dem Rad seines Teamkollegen Jasper Philipsen, fand er sich mit zwei Minuten Rückstand auf die weiteren Favoriten im Wald von Arenberg wieder. Im Ziel erklärte der Niederländer die Situation.
Van der Poel: "Wusste, dass das Rennen vorbei war"
Quelle: Eurosport
"Ich hatte zwei Platten und war mehr als zwei Minuten zurück. Dann ist es klar, dass das Rennen gelaufen ist", erklärte van der Poel am Eurosport-Mikrofon im Velodrom von Roubaix.
Nach seinem ersten Defekt bekam er das Rad seines Teamkollegen Philipsen, eigentlich der Co-Kapitän bei Alpecin-Premier Tech. Aufgrund unterschiedlicher Pedalsysteme konnte van der Poel die "Opfergabe" des Belgiers nicht ausnutzen.
Der dreifache Champion lief sogar im Wald von Arenberg eine Zeit lang in die entgegen der Fahrtrichtung zu seinem eigentlichen Rad und verlor dadurch viel Zeit.
"Es ist nie der Plan, dass ich das Rad von Jasper bekomme, aber er fühlte sich wohl nicht so gut, also gab er es mir", schilderte van der Poel die Situation. "Ich wollte damit nur aus dem Wald von Arenberg kommen, aber es war mit den Pedalen nicht möglich. Dann habe ich mein eigenes Rad zurückgeholt, weil ich ein Laufrad von Tibor del Grosso bekam, aber dann hatte ich wieder einen Platten und wusste, dass das Rennen vorbei ist."
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Drama im Wald von Arenberg: Philipsen opfert sich für Van der Poel
Quelle: Eurosport
Van der Poel startete eine furiose Aufholjagd, die ihn bis auf 18 Sekunden an das Spitzenduo aus dem späteren Sieger Wout van Aert und Tadej Pogacar heranführte. Zum Zusammenschluss kam es aber nicht mehr.
"Um ehrlich zu sein habe ich nicht mehr daran geglaubt", gestand der 30-Jährige. "Ich musste so viel Energie investieren, um überhaupt in die Gruppe zurückzukommen, es ist eher unglaublich, dass ich sogar im Sprint ums Podium noch dabei war." Der Niederländer erreichte das Ziel als Vierter hinter dem Spitzenduo und dem Belgier Jasper Stuyven.
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Highlights: Dramen und Defekte - "Hölle des Nordens" bietet Spektakel
Quelle: Eurosport
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