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Darum schraubte Peter Sagan bei Paris-Roubaix an seinem Siegerrad

Darum schraubte Sagan an seinem Siegerrad

09/04/2018 um 14:38Aktualisiert 09/04/2018 um 14:41

Manch' einer wunderte sich, als Sagan auf dem Weg zu seinem Triumph bei Paris-Roubaix nach mehr als 220 Kilometern noch einmal Feinjustierungen am Lenkkopf seiner Rennmaschine vornahm. Wenige Kilometer später überquerte der Slowake im Velodrom von Roubaix als Erster die Ziellinie. Eurosport erklärt die Hintergründe, warum Sagan bei 45 km/h selbst zum Schraubenschlüssel griff.

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Was auf den ersten Blick wie ein Defekt am Vorbau des Lenkers aussah, war ein genau geplanter Vorgang, der zur Taktik des dreifachen Weltmeisters gehörte. Sagan nutzte auf den 29 Kopfsteinpflaster-Passagen einen neuen Prototypen des Systems "Future Shock" der Radmarke "Specialized".

Das System ist oberhalb des Steuerrohrs angebracht und soll durch Federn im Rahmen eine vertikale Nachgiebigkeit liefern. Dadurch wird die Vorwärtsbewegung auf dem holprigen Terrain in den Pavé-Sektoren von Paris-Roubaix weniger beeinträchtigt und die Geschwindigkeit erhöht.

Video - Sagan schraubt in voller Fahrt: Nicht nachmachen...

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Sagan veränderte die Einstellung von "Future Shock" entsprechend vor und nach den schwierigen Kopfsteinpflaster-Abschnitten, die den Radprofis alles abverlangen.

Das "Future-Shock-System" gibt es nicht erst seit der diesjährigen Ausgabe von Paris-Roubaix. Es ist bereits in aktuellen Specialized-Modellen verbaut.

Future Shock System

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Die Rennmaschine von Sagan war lediglich mit dem neusten Update von "Future Shock" ausgestattet, wie Sebastian Maag, Marketing Manager von Specialized gegenüber Eurosport erklärte:

" Die Athleten testen immer wieder neue Komponenten. Basierend auf dem bestehen System ‚Future-Shock‘ wurde bei Paris-Roubaix mit neuen Ideen gespielt, um neue Technologien zu entwickeln."

"Future Shock" leistet bis zu 20 mm Nachgiebigkeit. Über die genaue Funktionsweise von Sagans neuem Prototypen bewahrt Specialized allerdings Stillschweigen. Bei dem Erfolg des 28-Jährigen bei der "Königin der Klassiker" wird die Technik sicherlich ihren Anteil gehabt haben.

Video - Sprint im Velodrom: Das Finale von Paris-Roubaix

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