Nils Politt rechnet sich bei Paris-Roubaix Chancen aus - John Degenkolb bangt nach WM-Sturz um Start

Erstmals im Herbst kämpfen die Stars bei Paris-Roubaix um den begehrten Pflasterstein als Siegertrophäe. Auch Nils Politt rechnet sich Chancen aus, während John Degenkolb nach seinem Sturz bei der WM ins Ungewisse startet. Die Wettervorhersage für den Norden Frankreichs verspricht dabei ein spektakuläres Rennen, Regen und Matsch düften den Klassiker übers Pavé noch härter als sonst machen.

Nils Politt

Fotocredit: Getty Images

Das Gesicht verschmiert mit Dreck und Matsch, die Finger taub von permanenten Erschütterungen, der ganze Körper eine Ruine: Die Hölle des Nordens verlässt niemand ohne Spuren. "Paris-Roubaix ist das Rennen, bei dem man den Kopf ausstellen und gar nicht überlegen sollte", sagte der deutsche Radprofi Nils Politt dem "SID": "Sonst hat man keine Chance."
Lange hat sich kein Fahrer dieser Prüfung stellen können, am Sonntag hat das Warten ein Ende. 903 Tage nach der bislang letzten Auflage ruft das legendäre Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix - und im Norden Frankreichs wird am Wochenende Regen erwartet. Der Klassiker über 257,7 km, davon 55 km Kopfsteinpflaster, wird noch spektakulärer und dramatischer.
"Wenn die Wettervorhersage annähernd stimmt, wird das Rennen einen Charakter haben, wie wir es in den letzten Jahren nie hatten", sagte John Degenkolb dem "SID": "Es wird die Fahrweise auf dem Pflaster verändern. Es wird noch mal chaotischer und hektischer sein."
Politt, der beim bislang letzten Ritt durch die "Hölle des Nordens" im Frühjahr 2019 Zweiter geworden war, pflichtete Degenkolb bei. "Selbst bei trockenen Verhältnissen ist Roubaix schon gefährlich. Umso gefährlicher wird es bei Regen", sagte der Bora-Profi: "Man sollte in der Mitte des Pflasters fahren, dort ist es noch am besten. Ansonsten gilt: Kopf aus und treten."
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Paris - Roubaix : Map Men

Quelle: Eurosport

Paris-Roubaix: Degenkolbs Start unsicher

Paris-Roubaix war im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. In diesem Jahr wurde der Termin aus dem Frühjahr in den Herbst verlegt. Letztmals war der Klassiker 2002 bei Regen ausgetragen worden. "Ich glaube, alle haben einen Heidenrespekt vor dem, was da am Sonntag auf uns wartet", sagte Degenkolb.
Der Start des 32 Jahre alten Roubaix-Siegers von 2015 ist dabei nicht sicher. Degenkolb kämpft noch immer mit den Folgen seines schweren WM-Sturzes. "Ich habe enorme Schürfwunden. Es ist außergewöhnlich, wie viel Haut ab der am Freitag nach Paris reiste. Über einen Einsatz sollte kurzfristig entschieden werden.
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(SID)
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