Richard Carapaz gewinnt 3. Etappe im Zielsprint und übernimmt Führung

Der Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos) hat die dritte Etappe der Polen-Rundfahrt gewonnen. Der Giro-d'Italia-Sieger von 2019 setzte sich im Zielsprint nach insgesamt 200 km von Wadowice nach Bielsko-Bialavor vor Diego Ulissi (UAE-Team Emirates) und Rudy Molard (Groupama–FDJ) durch. Carapaz übernimmt mit dem Erfolg gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung der Rundfahrt.

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Carapaz setzte sich in Bielsko-Biala nach 203 hügeligen Kilometern mit einem etwas mehr als 300 Meter langen Bergaufsprint vor dem auf den letzten Metern von hinten heranrauschenden, aber nicht mehr vorbeikommenden Diego Ulissi (UAE Team Emirates) sowie dem Franzosen Rudy Molard (Groupama-FDJ) durch und übernahm damit auch das Gelbe Trikot von Weltmeister Mads Pedersen (Trek-Segafredo), um sich im Kampf um den Gesamtsieg vor der schweren und wohl entscheidenden Bergetappe am Samstag die Pole Position zu sichern.
Er führt nun dank der Bonifikationen vier Sekunden vor Ulissi und dem Polen Kamil Malecki (CCC) sowie sechs Sekunden vor Molard. Am wichtigsten ist aber, dass alle Mitfavoriten auf den Gesamtsieg nun zehn Sekunden hinter Carapaz liegen - darunter auch Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe), der in Bielsko-Biala Zwölfter wurde.

Schachmann setzt auf Evenepoel und verzockt sich

Schachmann hatte sich für die Ankunft am Ende einer zwei Kilometer langen, gleichmäßigen, aber nicht besonders steilen Steigung, mehr vorgenommen. Pascal Ackermann, der an selber Stelle vor zwei Jahren Vierter geworden war, und auch Patrick Konrad arbeiteten im Finale hart für Schachmanns Siegchancen.
Doch als Carapaz 300 Meter vor dem Ziel losmarschierte, wartete er einen Tick zu lang an Remco Evenepoels (Deceuninck - Quick-Step) Hinterrad und wurde dann eingebaut, so dass er nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen konnte. CCC-Profi Simon Geschke wurde 19. und Konrad kam als bester Österreicher auf Rang 24 ins Ziel - direkt hinter Evenepoel.
Überschattet wurde die 3. Etappe vom schweren Sturz des Franzosen Mickael Delage (Groupama-FDJ), der sich in der Abfahrt vom dritten Anstieg des Tages nach rund 70 Kilometern ereignete. Delage musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden, war beim Abtransport nach Angaben seines Teams aber bei Bewusstsein.
(radsport-news.com)
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