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Polen-Rundfahrt: Motorrad fährt in Menschenmenge - vier Zuschauer im Krankenhaus
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Publiziert 03/08/2023 um 08:43 GMT+2 Uhr
Auf der 5. Etappe der Polen-Rundfahrt ist es zu einem Unfall mit einem TV-Motorrad gekommen. Der Crash ereignete sich auf dem Teilstück von Pszczyna nach Bielsko-Biala in der letzten Runde eines Rundkurses, der dreimal vom Feld befahren wurde. Vier Zuschauer wurden ins Krankenhaus gebracht, die zwei Personen auf dem Motorrad erlitten leichte Verletzungen. Die Organisatoren gaben später Entwarnung.
Symbolbild: Motorrad bei einem Radrennen
Fotocredit: Getty Images
Überschwänglichen Jubel-Szenen zeigten die Podiums-Bilder nach der 5. Etappe der Polen-Rundfahrt nicht. Mit Mühe und Not huschten Matej Mohoric (Bahrain Victorious) als Gesamtführendem und Co. ein Lächeln übers Gesicht.
Wir Mohoric später im Interview erklärte, war kurz vor dem Ende des Rennens auf der letzten von drei gut sieben Kilometer langen Schlussrunden ein Kamera-Motorrad gestürzt und dabei in am Rand stehende Zuschauer gefahren. Ursache unklar. "Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, will aber nichts weiter dazu sagen", erklärte Mohoric vor den Journalisten: "Ich hoffe, es geht allen gut."
Czeslaw Lang, Renndirektor der Polen-Rundfahrt, konnte später mehr ins Detail gehen. "Vier Zuschauer wurden ins Krankenhaus gebracht, zwei Erwachsene und zwei Kinder. Auf den ersten Blick hatten sie keine ernsthaften Verletzungen", sagte er. Allerdings habe auch er keine wirkliche Erklärung für den Unfall. Der Fahrer habe die nötige Erfahrung gehabt, sei auch bei der Tour de France im Einsatz gewesen.
"Ich habe aus dem Feld gehört, dass er versucht hat, am hohen Tempo an der Spitzengruppe vorbeizufahren. Dabei soll ein Rad weggerutscht sein", gab Lang im polnischen Fernsehen lediglich Mutmaßungen: "Sportler waren nicht verwickelt, nur Zuschauer."
Mohoric geschockt nach Unfall
Da die Situation direkt vor dem Hauptfeld passiert sein soll, hatte das Feld kurzzeitig versucht, das Tempo zu drosseln, schilderte Mohoric die auf die Kollision folgenden Momente.
"Wir wollten eigentlich sogar anhalten, aber einige Teams sind weitergefahren und haben am Berg gepusht. Ich war eigentlich ziemlich motiviert, diese Etappe zu gewinnen, aber nicht mehr nachdem ich den Unfall sah", so der Slowene.
Trotzdem habe er weiterfahren müssen, sagte er. "Ich musste dann auch weiterfahren und um das Rennen kämpfen, für mein Team. Aber ich war dann nicht bereit für den Sprint, ich hatte immer noch vor Augen, was passiert war." Für Platz zwei und die Verteidigung der Gesamtführung reichte es trotzdem.
Organisatoren geben Entwarnung
Einige Stunden nach dem Rennen gaben die Organisatoren eine erste Erklärung ab und konnten Entwarunung geben.
"In der letzten Runde kam es zu einem Motorradunfall, in den vier Zuschauer, zwei Erwachsene und zwei Kinder, verwickelt waren, die sofort vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurden. Keiner von ihnen erlitt nennenswerte Verletzungen. Drei von ihnen haben das Krankenhaus bereits wieder verlassen, während der letzte über Nacht unter Beobachtung bleiben wird", hieß es in einer offiziellen Erklärung der Rennveranstalter, die einige Stunden nach dem Ende der Etappe in den sozialen Medien veröffentlicht wurde.
Der Motorradfahrer und der Kameramann, beide aus Frankreich mit langjähriger Erfahrung in der Berichterstattung von WorldTour-Rennen, haben "leichte Verletzungen", erlitten, so das Statement.
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Quelle: Eurosport
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