Tödlicher Unfall von Finlay Tarling: Polizei in Portugal gibt weitere Details zu schockierendem Unglück bekannt

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Neue Erkenntnisse zum Unfall bei der Portugal-Rundfahrt, der den 19-jährigen Finlay Tarling das Leben kostete. Der Fahrer des Teams NSN Development kollidierte mit einem Auto, das sich nicht auf der Strecke hätte befinden dürfen. Wie Beamte der Nationalgarde GNR ermittelten, könnte der Fahrer die Beschilderung ignoriert haben, nachdem er falsche Informationen von Zuschauern erhalten hatte.

NSN-Team gedenkt Finlay Tarling bei Arctic Race of Norway

Quelle: Eurosport

Tarling kam am vergangenen Freitag ums Leben, als er auf der 8. Etappe hinter das Peloton zurückgefallen war. In einer engen Kurve in der Nähe der Ortschaft Arcozelo kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden Renault Kangoo. Trotz sofortiger Reanimation konnte das Leben des Fahrers nicht gerettet werden.
Wie portugiesische Medien nach dem Vorfall berichteten, stand der Fahrer des zivilen Fahrzeugs derart unter Schock, dass er zunächst nicht einmal in der Lage war, eine Aussage zu machen.
Nach den jüngsten Erkenntnissen könnte er davon überzeugt gewesen sein, dass das Rennen bereits beendet war, als er auf die Strecke fuhr.
Die detaillierten Umstände des Falls wurden von der portugiesischen Nationalgarde GNR (Guarda Nacional Republicana) dargelegt, die zu dem Schluss kam, dass ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren zu dem tragischen Ende führte.

Tödlicher Unfall von Tarling: Polizei nennt Details

Der junge Brite war einer von mehreren Fahrern, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls hinter dem Hauptfeld befanden, nachdem sie bergan den Anschluss verloren hatten. Unmittelbar vor der folgenschweren Kollision fuhr Tarling durch eine der wenigen tückischen Kurven der Strecke und konnte das aus der Gegenrichtung kommende Auto nicht sehen.
Oberstleutnant Carlos Canatario von der GNR schilderte die Situation gegenüber dem TV-Sender "RTP" wie folgt: "Als die Abfahrt begann, beschleunigte er plötzlich stark. Er überholte seinen Teamwagen und schnitt die Kurve ganz links außen und so kam es zur Kollision des Fahrers mit dem Fahrzeug."
Die Beamten haben inzwischen ermittelt, wie das zivile Fahrzeug an jenem Tag während der Etappe auf die Strecke gelangte. "Wir wissen, dass er auf einer Zufahrtsstraße anhielt, das vorbeifahrende Peloton sah, einen Moment wartete und Zuschauer fragte, ob das Rennen bereits vorbei sei. Angeblich antworteten diese, dass die letzten Fahrer bereits vorbeigefahren seien und er weiterfahren könne", ergänzte der Vertreter der Nationalgarde.

Strafrechtliche Anklage nicht vorgesehen

Die Zuschauer vor Ort waren sich offenbar ebenso wenig wie der Autofahrer selbst darüber klar, dass ein Begleitfahrzeug die Renn-Kolonne hätte abschließen müssen. "Das Fahrzeug fuhr nicht entgegen der Fahrtrichtung. Es fuhr auf der rechten Spur, auf seiner Seite. Es bewegte sich allerdings in die dem Rennen entgegengesetzte Richtung", betonte Canatario.
Der Autofahrer war nüchtern und Tests ergaben keine Spuren von Drogen oder Medikamenten in seinem Körper. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht vorgesehen, strafrechtliche Anklage gegen ihn zu erheben, obwohl die Ermittlungen noch andauern.
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Der Tod von Finlay Tarling erschüttert die Radsport-Welt

Fotocredit: Getty Images

Die GNR untersucht derzeit, welche Art von Beschilderung sich an jener Stelle befand und ob möglicherweise Schilder entfernt wurden. Jeder wichtige Punkt des Rennens war abgesichert, aber der Fahrer muss von einer kleineren Zufahrt auf die Straße N306 gekommen sein.
"Es ist unmöglich, an jedem Zufahrtspunkt zur Strecke einen Beamten zu postieren. Priorität haben jene, an denen eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, dass Fahrzeuge und Menschen einfahren. Dies war ein nachrangiger Punkt ohne Beamte, aber mit Beschilderung", so die Erklärung seitens der GNR.

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