Primoz Roglic dachte nach Aus bei der Tour de France über Karriereende nach: "Muss all das nicht mehr ertragen"

Primoz Roglic und die Tour de France: Es ist eine unerfüllte Liebe. 2020 stand der Slowene dicht vor seinem ersten Gesamtsieg, ehe ihm Tadej Pogacar das Gelbe Trikot doch noch entriss. Seither startete der 34-Jährige drei weitere Mal bei der Grande Boucle - und musste jedes Mal nach Stürzen aufgeben, so auch in diesem Jahr. Nun gab Roglic zu, im Anschluss über einen Rücktritt nachgedacht zu haben.

Der Roglic-Sturz in der Analyse: "Das war einfach Pech"

Quelle: Eurosport

"Ich bin ja auch nur ein Mensch", sagte der Superstar von Red Bull-Bora-hansgrohe im Interview mit der slowenischen Tageszeitung "Delo" und schilderte seinen Gedanken, nachdem er die Frankreich-Rundfahrt erneut nicht beenden konnte.
Als er nach all seiner Sturzhistorie mal wieder auf dem asphaltharten Boden der Tatsachen gelandet war, habe er sich gefragt, was er brauche - und dachte zwischenzeitlich: "Ich muss nicht mehr Teil der Radsportwelt sein und all das ertragen."
Bei der diesjährigen Tour war Roglic in der zweiten Woche mehrfach zu Fall gekommen, unter anderem auf der zwölften Etappe. Neben Schürfwunden erlitt er dabei einen Bruch eines Rückenwirbels.
"Damals musste ich mich um meine Gesundheit kümmern. Ich musste in einen Zustand zurückkehren, in dem ich mich halbwegs normal fühlte", erklärte Roglic nun.
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Immer wieder wird Primoz Roglic von Stürzen gestoppt - so auch bei dieser Tour de France.

Fotocredit: Getty Images

Im Eiltempo zurück zur Bestform

Es sei nicht leicht gewesen, sich mental von seinem nächsten harten Rückschlag zu erholen. Doch was folgte, so Roglic, "war der Blick nach vorne und die Erkenntnis, dass mir die neuen Herausforderungen nie ausgehen."
Schließlich erholte sich der ehemalige Skispringer in beeindruckendem Tempo und fand zu seiner Bestform zurück - nicht zum ersten Mal in seiner Radsportkarriere.
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Dominanz am Berg: Roglic übernimmt Gesamtführung

Quelle: Eurosport

Roglic jetzt Vuelta-Rekordsieger

Bei der Vuelta a Espana sicherte sich Roglic zum vierten Mal nach 2019, 2020 und 2021 das Rote Trikot. Dabei egalisierte er den Rekord von Roberto Heras und bescherte seinem neuen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe nebenbei den zweiten Grand-Tour-Sieg der Team-Geschichte.
Gelungen sei ihm das auch dank seines engsten Umfeldes, resümierte der 34-Jährige.
Mit Schmerzen zu fahren, sei nicht angenehm. Doch die "außergewöhnliche" Unterstützung seiner Familie und nahestehender Personen mache es ihm "viel leichter, Entscheidungen zu treffen, wie es weitergehen soll. So fiel mir die Entscheidung, nach einem weiteren Sturz bei der Tour wieder bei der Vuelta zu starten, letztlich leicht."
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Roglic nach Vuelta-Sieg glücklich: "Es war taff"

Quelle: Eurosport


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