Remco Evenepoel zieht aus Duell mit Tadej Pogacar Motivation - Belgier sieht sich mit Red Bull-Bora auf richtigem Weg
Update 16/04/2026 um 13:29 GMT+2 Uhr
Ist man in derselben Epoche wie Tadej Pogacar als Radprofi, kann das anderen Topfahrern womöglich als Fluch erscheinen. Remco Evenepoel hingegen zieht aus dem Schlagabtausch mit dem slowenischen Superstar eine zusätzliche Portion Motivation: "Ich will die beste Version meiner Selbst erreichen, die man noch nicht gesehen hat", beschreibt der Belgier seine Sicht auf die Duelle mit dem Weltmeister.
Highlights: Evenepoel fährt allen davon - und schnappt sich Gelb
Quelle: Eurosport
Im Interview mit der "Gazzetta dello Sport" merkte Evenepoel an, dass es "noch viel gibt, was ich lernen kann. Ich glaube, dass ich noch große Entwicklungsmöglichkeiten habe und dass ich im richtigen Umfeld bin, um dieses Ziel zu erreichen."
Sein Wechsel von Soudal Quick-Step zu Red Bull-Bora-hansgrohe spiele dahingehend eine große Rolle. "In diesem Team entdecke ich neue Dinge, auch über mich selbst", so der Olympiasieger. "Es war wirklich der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel. Jedes Rennen wird eine Gelegenheit sein zu sehen, wie dieser Prozess voranschreitet."
Im Spätsommer 2022 avancierte Evenepoel zum Gesamtsieger der Vuelta a España, seitdem jagt er dem großen Traum vom Gewinn des Gelben Trikots bei der Tour de France hinterher. Mit Pogacar als seinen Hauptkonkurrenten auf dieser Mission hat er jedoch die schwerstmögliche Herausforderung vor seiner Brust.
Ob dieser Umstand entmutigend sei? "Nein, es ist eher ein Anreiz. Ich konzentriere mich in jedem Fall vor allem auf mich selbst, auf das, was ich leisten kann", so der 26-Jährige. "Und im Vergleich zu den letzten Saisons habe ich vor, mehr Rennen zu fahren."
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Radsport-Superstars: Remco Evenepoel und Tadej Pogacar
Fotocredit: Getty Images
Menschliche Entwicklung für Evenepoel auch wichtig
Ein ausgewogenes Wechselspiel zwischen Radsport und Privatleben genießt bei Evenepoel oberste Priorität.
"Ich bin, wenn es nötig ist, zu zweihundert Prozent professionell. Aber es gibt auch Momente, in denen ich abschalte, besonders zu Hause mit meiner Frau Oumi", hob er hervor. "Wenn ich vom Training zurückkomme, fragt sie mich, wie es gelaufen ist - und dann ist auch gut, wir sprechen nicht weiter über das Radfahren. Wenn man sich zu sehr auf den Radsport fokussiert, läuft man Gefahr, die Kontrolle über sein Privatleben zu verlieren."
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Evenepoel freut sich über Platz drei: "Mehr oder weniger perfekt"
Quelle: Eurosport
Letztendlich gebe es eben auch ein Leben nach der Profikarriere. "Der Radsport ist nicht für immer. Ehemann, Vater zu sein - das steht darüber", unterstrich er. "So sehe ich das, und ich muss sagen, dass ich diese Philosophie auch im Team wiederfinde. Wir sind sehr ernsthaft, aber wenn die Arbeit vorbei ist, muss man die Momente genießen."
Auf diesem Weg begleitet auch sein Glaube, erst im vergangenen Jahr sprach Evenepoel offen über seine Konvertierung zum Islam. "Es ist kein Geheimnis, dass ich seit meiner Hochzeit mit Oumi im Jahr 2022 ihre Religion teile", erklärte er. "Das ist etwas, das ich Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr lerne. Und ich bin glücklich darüber."
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