Strade Bianche 2025: Tadej Pogacar auf den Spuren von 2024 - Slowene macht der Konkurrenz schon wieder Angst
Publiziert 08/03/2025 um 22:24 GMT+1 Uhr
Die Strade Bianche 2025 bestätigte einmal mehr ihren Ruf als eines der aufregendsten und herausforderndsten Eintagesrennen. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates – XRG) sicherte sich zum dritten Mal den Sieg beim renommierten Schotter-Klassiker. Selbst ein heftiger Sturz konnte den Slowenen nicht stoppen und erinnerte an eine ähnliche Szene aus der letzten Saison.
Von Sturz gezeichnet: Pogacar feiert überlegenen Sieg
Quelle: Eurosport
Schon beim Giro d’Italia 2024 stürzte Pogacar auf italienischen Straßen und triumphierte dennoch kurz darauf, wie eine Statistik von Pro Cycling Stats zeigt - die Radfans werden sich bestimmt noch erinnern.
Auf der zweiten Etappe der dreiwöchigen Rundfahrt quer durch Italien, kurz vor dem entscheidenden Anstieg zum Santuario di Oropa, erlitt Pogacar einen unglücklichen Reifenschaden. Durch die auslaufende Dichtungsflüssigkeit verlor er die Kontrolle und stürzte.
Doch wie auch in der Toskana am Samstag stand der Slowene damals schnell wieder auf, trotz Schürfwunden am Körper. Nachdem er das Rennen fortgesetzt und das Hauptfeld wieder erreicht hatte, sicherte er sich letztlich den Etappensieg.
Eine Szene, die stark an den Samstag erinnert. Dabei deutete zur Rennmitte noch alles auf einen souveränen Triumph von Pogacar hin.
Pogacar begeht Fahrfehler
Rund 80 Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Slowene gemeinsam mit Tom Pidcock vom Hauptfeld ab und holte einen Ausreißer nach dem anderen ein.
Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Dominator der vergangenen Saison seinen entscheidenden Angriff setzen und die letzten beiden Konkurrenten distanzieren würde.
Doch dann kam alles anders: Knapp 50 Kilometer vor dem Ziel unterschätzte Pogacar eine Linkskurve, rutschte auf dem Asphalt weg und stürzte spektakulär in einen Graben.
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Fieser Sturz! Pogacar überschlägt sich in den Graben
Quelle: Eurosport
Pogacar lässt Muskeln spielen
Das Rennen schien auf den Kopf gestellt, doch der Slowene ließ sich nicht beirren. Blitzschnell war er wieder auf den Beinen, wechselte sein Rad und startete die Aufholjagd – mit rund 20 Sekunden Rückstand auf den führenden Pidcock.
Und Pogacar wäre nicht Pogacar, wenn ihn dieser Rückschlag nicht noch stärker machen würde. Getrieben von seinem eigenen Ärger über den Fahrfehler schaltete der Tour-de-France-Sieger von 2024 einen Gang höher und schloss bereits nach vier Kilometern wieder auf - ein erstes beeindruckendes Zeichen seiner Stärke.
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Pogacar und Pidcock machen ernst: Favoriten lassen Feld stehen
Quelle: Eurosport
Das nächste beeindruckende von Pogacar kam rund 25 Kilometer später. 18,5 Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Vorjahressieger mit einer entschlossenen Attacke von Pidcock ab und fuhr anschließend einem souveränen Sieg entgegen.
Healy: "Wenn du da mitgehst, zerstörst du dein Rennen"
Die Konkurrenz zeigte sich kurz nach de Rennen von Pogacars Stärke zu dem Zeitpunkt der Saison beeindruckt. "Die (Pogacar und Pidcock, Anm. d. Red.) können wirklich fahren, das ist unglaublich - nicht nur bergauf, sondern auch bergab. Pogacar ist gestürzt, und ich konnte trotzdem nicht mehr mitfahren", sagte beispielsweise Connor Swift, der lange Zeit mit dem Spitzenduo mithalten, aber schließlich nicht mehr folgen konnte.
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Pogacar nach seinem Sieg: "Adrenalin überlagert die Schmerzen"
Quelle: Eurosport
Ähnlich äußerte sich Ben Healy, der am Ende als Fünfter ins Ziel kam. "Ich konnte nicht mitgehen, als Tadej und Tom attackierten. Da war ich am Limit. Wenn du versuchst, da mitzugehen, zerstörst du dein Rennen", erklärte der sichtlich erschöpfte Ire im Interview mit Eurosport.
Auch Pidcock war sichtlich fertig, nachdem er dem dreifachen Sieger am längsten Paroli geboten hatte. "Ich bin ziemlich müde, um ehrlich zu sein", sagte Pidcock, nachdem er im Zielinterview am Eurosport-Mikrofon auf die Frage nach seiner Zufriedenheit zunächst nachdenklich ins Leere starrte. "Ja, natürlich, ich wollte gewinnen, und ich denke, ich habe auch eine gute Leistung gezeigt, ehrlich gesagt. Ich kam ziemlich nah dran."
Parallelen zur Vorsaison
"Nah" bedeutete auf dem Zielstrich auf der Piazza del Campo jedoch de facto einen Rückstand von 1:24 Minuten auf den Mann im Regenbogentrikot - 1:24 Minuten, trotz Pogacars Sturz!
All das erinnert stark an die vergangene Saison. Zur Erinnerung: Pogacar sicherte sich 2024 den Sieg bei der Tour de France, dem Giro d’Italia, dem Weltmeistertitel sowie den Monumenten Lüttich-Bastogne-Lüttich und Il Lombardia - und das sind nur einige seiner größten Erfolge.
Dass Pogacar bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison einen zweifachen Mountainbike-Olympiasieger wie Pidcock so souverän in Schach halten konnte, unterstreicht seine enorme Stärke, die bei seinen Konkurrenten sicherlich großen Eindruck hinterlassen haben muss.
Nächste Chance in Mailand
Denn der amtierende Straßenweltmeister zeigt sich in einer beeindruckenden Frühform, die für seine größten Rivalen wie Jonas Vingegaard und Co. nichts Gutes ahnen lässt.
Ob diese Form anhält und wer dem "Kannibalen" wirklich Paroli bieten kann, wird sich beim nächsten Klassiker zeigen. Am 22. März wird Pogacar bei Mailand-Sanremo antreten und dort sicherlich erneut seine Muskeln spielen lassen.
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(mit radsport-news.com)
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Pogacar und Pidcock machen ernst: Favoriten lassen Feld stehen
Quelle: Eurosport
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