Tirreno Adriatico - Zehn Ersatzräder für Weltmeister Filippo Ganna: Das steckt hinter dem Trick beim Zeitfahren
Zehn Ersatzräder für ein Zeitfahren über 13,9 Kilometer? Der Blick auf das Begleitfahrzeug von Filippo Ganna beim Tirreno-Auftakt sorgte für Verwunderung, doch dahinter steckte ein klarer Plan. Das Ineos-Team des Weltmeisters, bekannt für seinen Ansatz der Nutzung aller möglichen "marginal gains", versuchte damit, dem Italiener einen Vorteil im Kampf gegen die Uhr zu verschaffen.
Filippo Ganna | Team Ineos - Tirreno 2022
Fotocredit: Imago
Der Hintergrund? Ganz einfach, wie Experten aufklärten: Je weniger aerodynamisch das Begleitfahrzeug hinter dem Fahrer ist, desto größer dessen Schubwirkung auf den Sportler. Ein kleiner, aber gerade in Zeitfahren nicht zu unterschätzender Faktor.
Neben Team Ineos nutzten beim Auftakt in Italien auch andere Rennställe wie Quick Step, BikeExchange oder Lotto Soudal diese Unterstützung für ihre Fahrer.
Bekannt und wissenschaftlich belegt ist der Einfluss von Begleitautos hinter einem Fahrer seit 2015 und einer entsprechenden Studie der Universität Eindhoven. Deren Experte, Professor Bert Blocken, forderte nun erneut ein Eingreifen der UCI - der Weltverband müsse den Abstand zwischen Fahrzeug und Radprofi von derzeit 10 Metern auf 30 Meter erhöhen, um den Effekt zu vermeiden.
Noch aber ist das Vorgehen legal.
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"Riesen-Bestzeit": Ganna dominiert Zeitfahren bei Tirreno
Quelle: Eurosport
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