Tirreno - Adriatico: Lennard Kämna glänzt beim Zeitfahr-Auftakt in Italien - Filippo Ganna dominiert 1. Etappe
Lennard Kämna hat beim Zeitfahr-Auftakt zu Tirreno - Adriatico seine Topform unter Beweis gestellt und mit einem Spitzenergebnis für Aufsehen gesorgt. Im Kampf gegen die Uhr über 11,5 Kilometer belegte er in Lido di Camaiore auf regennassen Straßen Platz zwei. Geschlagen wurde er nur von Italiens Meister Filippo Ganna, der mit einem Schnitt von über 55 km/h nochmals 28 Sekunden schneller war.
Lennard Kämna | Team Bora-hansgrohe
Fotocredit: Getty Images
Dritter wurde Bahnradspezialist Magnus Sheffield (USA), der drei Sekunden hinter Kämna blieb.
"Ich bin mehr als zufrieden und mehr als happy. Ich hätte vor dem Rennen niemals mit dem zweiten Platz gerechnet", sagte Kämna und ergänzte: "Ich denke, das ist eine super Ausgangsposition. Ich will alles daran setzen, um so weit vorne wie möglich zu landen."
"Ich muss Mal abwarten, wie es in den Berge läuft, aber nach heute bin ich zuversichtlich", ergänzte Kämna, "wir haben hier generell eine starke GC-Gruppe und wollen auch ein gutes Ergebnis einfahren."
Der belgische Topstar Wout Van Aert ließ es bei seinem ersten Start nach einem Höhentrainingslager ruhig angehen und gab sich mit dem 44. Rang (+1:14) zufrieden, sein slowenischer Jumbo-Teamkollege Primoz Roglic wurde bei seinem Comeback nach Schulter-OP Zwölfter (+0:49) und wahrte damit seine Chancen auf einen erneuten Sieg beim einwöchigen Etappenrennen nach 2019.
Bora in Gesamtwertung stark aufgestellt
Wenige Sekunden hinter ihm liegt das Bora-Duo mit Giro-Sieger Jai Hindley (Australien/15.) und dem Russen Aleksandr Vlasov (16.), während Adam Yates (Großbritannien) mit 1:18 Rückstand 54. wurde.
Das einwöchige "Rennen zwischen den Meeren" bietet bis Sonntag sowohl den Sprintern um Fabio Jakobsen, Mark Cavendish oder Phil Bauhaus als auch den Klassiker-Stars wie Van Aert, Mathieu van der Poel, Julian Alaphilippe mehrere Chancen auf Siege. Entscheidend für den Kampf um die Gesamtwertung wird die lange Bergankunft am Freitag sein.
Das zweite Teilstück führt am Dienstag über 209 km von Camaiore nach Follonica. Trotz des welligen Profils ist ein Massensprint um den Tagessieg nicht unwahrscheinlich.
Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar, der die vorherigen beiden Ausgaben von Tirreno - Adriatico gewonnen hatte, entschied sich gegen die Titelverteidigung. Stattdessen startet der Slowene bei der parallel stattfindenden Fernfahrt Paris - Nizza in Frankreich, so er auf Tour-Sieger Jonas Vingegaard trifft.
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(mit SID)
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Pogacar schnappt sich Zwischensprint und Zeitgutschrift
Quelle: Eurosport
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