Tirreno - Adriatico 2026: Jonathan Milan gewinnt wieder Schlussetappe - Isaac Del Toro holt souverän Gesamtwertung

Jonathan Milan hat zum dritten Mal in Folge das Finale von Tirreno - Adriatico für sich entschieden. Der Italiener setzte sich über 142 Kilometer von Civitanova Marche nach San Benedetto del Tronto in einem langgezogenen Sprint vor dem Australier Sam Welsford und dem Belgier Laurenz Rex durch. Überschattet wurde die Zielankunft von einem Sturz, bei dem auch Jasper Philipsen stürzte.

Highlights: Zwei Sprint-Stars stürzen - Milan zieht's durch

Quelle: Eurosport

An der Spitze des Gesamtklassements des 61. Tirreno-Adriatico änderte sich nichts mehr. Isaac Del Toro feierte nach der UAE Tour bereits seinen zweiten Rundfahrtsieg in diesem Jahr.
Dritter wurde Giulio Pellizzari, der nach Platz sechs beim Giro und der Vuelta 2025 zum dritten Mal ein Etappenrennen der WorldTour in den Top Ten beendete. Bei einem Zwischensprint verlor der Red Bull-Bora-hansgrohe-Profi noch Platz zwei an Matteo Jorgenson, der sich die nötigen Bonifikationssekunden sicherte.
Der 22-jährige Del Toro sicherte sich außerdem das Punktetrikot sowie das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers und überließ somit nur das Bergtrikot einem Konkurrenten, nämlich Diego Pablo Sevilla.
Doch Mann des Tages war Milan. "Ich fühle Schmerz. Und Freude. Beides zugleich. Es war eine schwere Woche. Es war ein schwerer Tag. Ich habe an den Anstiegen enorm gelitten", gab der Italiener im Ziel-Interview zu. Dafür gesorgt hatte Mathieu van der Poel, der am schwersten Berg des Tages wie von der Tarantel gestochen Tempo machte und das Feld auf circa 35 Mann reduzierte.
picture

Philipsen und Magnier stürzen - Milan siegt auch auf Schlussetappe

Quelle: Eurosport

Ohne Anfahrer Walscheid fährt Milan zum Sieg

"Heute war wirklich nicht einfach. Ich muss mich für die ganze Woche bei meinen Teamkollegen bedanken. Ich habe nach der 3. Etappe, als ich Sechster oder Siebter wurde, enorm mit mir gehadert. Aber sie haben mich unterstützt. Sie haben alles gegeben", so Milan.
Den größten Anteil an seinem Sieg in San Benedetto del Trento hatte Edward Theuns. "Wir mussten auf Simone Consonni und Max (Walscheid) verzichten. Aber heute hat Eddy mich perfekt abgesetzt", lobte er den Belgier nach dessen fantastischer Vorarbeit.
Auf den letzten Metern hatte Milan dann aber noch gegen die stark aufkommenden Welsford zu kämpfen. Der 30-jährige Australier, nach seinem Wechsel von Red Bull zu Ineos offensichtlich wiedererstarkt, verpasste seinen zweiten Saisonsieg dann aber ganz knapp.
picture

Van Aert bereitet stark vor: Jorgenson überholt Pellizzari nach Zwischensprint

Quelle: Eurosport

"Ich habe mich heute wirklich gut gefühlt. Die Jungs haben super für mich gearbeitet. Deshalb bin ich ein bisschen enttäuscht über den zweiten Platz. Man will immer ganz oben stehen. Aber es sind gute Zeichen für das, was noch kommt", kommentierte Welsford sein bestes Ergebnis im Verlauf der Fernfahrt.
Georg Zimmermann war lange prominent im Bild, allerdings in einer eher ungewöhnlichen Rolle. Der Deutsche Meister musste warten, als sein Kapitän Arnaud De Lie am Berg zurückfiel und anschließend mehr als eine Stunde arbeiten, um den Belgier zurück ins Feld zu bringen. Bester Deutscher der Etappe wurde John Degenkolb (Picnic – PostNL) auf Platz 64. Zimmermann beendete das Rennen zwischen den Meeren auf Rang 38.
Das könnte Dich auch interessieren: Novak: "Pogacar gewann erste Tour mit Pizza und Bier"
picture

Tirreno - Adriatico, Strecke 7. Etappe: Massensprint am Meer

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen