Critérium du Dauphiné: Pogacar macht auf lässig - der Alpen-Showdown mit Evenepoel und Vingegaard beginnt

Remco Evenepoel musste auf der 5. Etappe des Critérium du Dauphiné zwar einen Sturz wegstecken, geht aber als Führender in den dreitägigen Alpen-Showdown zum Ende der Rundfahrt. Läuft es normal, wird der Belgier vom Team Soudal Quick-Step sich einen Dreikampf der Superstars mit Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar liefern. Und Florian Lipowitz? Die aktuelle Nummer zwei des Klassements stapelt tief.

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Es sei "nichts Großes", die Verletzungen sähen "schlimmer aus, als es ist", versicherte Remco Evenepoel. Nur ein paar Hautabschürfungen.
Kurz vor dem Ziel der 5. Etappe in Mâcon war der Doppel-Olympiasieger von Paris gestürzt - allerdings innerhalb der letzten fünf Kilometer, sodass er mit der Siegerzeit in die Wertung kam.
Das demonstrative Herunterspielen der Blessuren darf getrost als Botschaft an die Konkurrenz verstanden werden: Evenepoel ist da, bereit für die Alpen und den Gesamtsieg. Ab Freitag nimmt das Peloton Kurs auf die Départements Haute-Savoie und Savoie.
Schon auf der 6. Etappe mit einer Bergankunft Combloux (Freitag ab 15:25 Uhr live bei Eurosport 1 und im Stream bei discovery+) erwarte er einen "ersten Test", so Evenepoel, "auch wenn es natürlich nichts im Vergleich mit Samstag ist". Dann nämlich steht die Tortur nach Valmeinier 1800 an, auf der es gleich drei Berge der höchsten Kategorie zu bewältigen gilt, darunter den Col de Madeleine und Col de la Croix de Fer.

Pogacar gibt sich cool: "Ich lasse mich nicht stressen"

Die große Frage wird sein: Kann der 25-Jährige Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) und Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) auf Distanz halten, die die vergangenen fünf Auflagen der Tour de France unter sich ausgemacht haben? Der Däne lauert mit nur 16 Sekunden Rückstand auf Platz fünf, Pogacar hat zwei Positionen dahinter 38 Sekunden gutzumachen.
Der Slowene gibt sich dieser Tage entspannt. Er sehe das Critérium in erster Linie als "Vorbereitungsrennen für die Tour. Ich lasse mich nicht stressen, wenn ich Zeit verliere", betonte Pogacar - nicht ohne hinterherzuschieben, dass er die "Dauphiné eines Tages auf jeden Fall gewinnen" wolle. Er dürfte nichts dagegen einzuwenden haben, sollte es schon am Sonntag soweit sein.

Pokerface Vingegaard - zweiter Dauphiné-Streich?

Vingegaard, der Dritte im Bunde der Anwärter im Kampf um den Gesamtsieg bei der Dauphiné, ließ beim Einzelzeitfahren auf der 4. Etappe zwar Federn, behielt aber sein Pokerface. "In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass man in den Bergen viel aufholen kann", sagte der 28-Jährige.
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Wohlwissend, dass er der Erfahrenste des Trios ist und das Rennen als einziger schon einmal für sich entschieden hat. Vingegaard ist der zweite Dauphiné-Sieg nach 2023 absolut zuzutrauen, wenn das Feld am Sonntag auf dem Plateau du Mont-Cenis bei der Tour-Generalprobe der ASO ins Ziel kommt.

Lipowitz: "Eigentlich kommen jetzt die Etappen, die ..."

Allerdings: Aktuell heißt der schärfste Rivale von Leader Evenepoel noch Florian Lipowitz - und der gilt als Bergfahrer. "Eigentlich kommen jetzt die Etappen, die mir liegen", erklärte der Red-Bull-Profi aus Laichingen, der im Klassement nur vier Sekunden Rückstand auf den Belgier hat.
  • Alle Etappen des Critérium du Dauphiné live auf discovery+
Träumt er gar von der Sensation, vom Gesamtsieg? "Mit den großen Drei kann ich mich nicht messen", wiegelte Lipowitz ab. Eine Top-Ten-Platzierung sei aber "drin". Was das genau bedeutet, wird sich in den Savoyen zeigen.
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