Rick Zabel bringt Florian Lipowitz als Kapitän von Team Red Bull-Bora-hansgrohe bei der Tour de France ins Spiel
VonNiklas Bien
Publiziert 20/06/2025 um 12:25 GMT+2 Uhr
Florian Lipowitz hat mit seinem starken dritten Platz beim Critérium du Dauphiné für reichlich Aufsehen gesorgt und bringt sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe nun sogar in Luxus-Schwierigkeiten. Rick Zabel bringt den Deutschen für die Tour de France nun sogar als Kapitän ins Spiel - diesen Platz hat aber eigentlich der slowenische Superstar und viermalige Vuelta-Gewinner Primoz Roglic inne.
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Quelle: Eurosport
Nur die beiden Topfahrer Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard überboten die Leistung des 24 Jahre alten Deutschen auf der achttägigen Vorbereitungstour für die große Tour de France - schon das ist eine Auszeichnung.
"Er war immer in den Top 10, das zeigt seine Stabilität. Der kann was", lobte Radsport-Legende Jan Ullrich den Emporkömmling aus Laichingen im Podcast "Ulle & Rick", den er zusammen mit Rick Zabel führt.
Gesprächspartner Zabel setzte sogar noch einen drauf: "Wir müssen ja eigentlich eher darüber diskutieren, ob er nicht als Kapitän zur Tour fährt."
Es sind Gedankenspiele, die dem eigentlichen Kapitän Roglic gar nicht schmecken dürfte. In der Vergangenheit hat der Slowene seine Extraklasse mit einem Giro- und vier Vuelta-Siegen bereits nachgewiesen. Der Giro d'Italia in diesem Jahr war für Roglic mit einigen Stürzen allerdings keine Erfolgsgeschichte.
Lipowitz gibt sich zurückhaltend
Für diese spezielle interne Konstellation hat Zabel einen Vorschlag. Der erfahrene Slowene könne offiziell weiter als Kapitän gelten, "aber ich würde Lipowitz intern auf derselben Stufe sehen wie Roglic", meinte der ehemalige Radsportprofi.
Was für den Sohn von Ullrichs ehemaligen Teamkollegen Erik Zabel allerdings klar ist: "Beschützt den Mann, lasst den nicht arbeiten für Roglic. Verheizt den bitte nicht, sondern gebt ihm eine geschützte Rolle."

Florian Lipowitz hielt beim Critérium du Dauphiné mit den Topstars Jonas Vingegaard (l.) und Tadej Pogacar (m.) mit.
Fotocredit: Getty Images
Der neue Top-Fahrer, dessen Aufstieg Zabel ehrlich "nicht kommen sehen" hat, hält sich indes mit Kampfansagen zurück. Nach den Erfolgen beim Critérium du Dauphiné reagierte Lipowitz angesprochen auf Roglic gegenüber Eurosport zurückhaltend.
"Er ist der Leader, er ist superstark und hat bewiesen, dass er auch über drei Wochen sehr schnell fahren kann. Mein Ziel wird sein, ihm in den Anstiegen zu helfen", sagte der 24-Jährige, schob aber hinterher: "Ich glaube, ich habe hier gezeigt, dass ich super in Form bin und auch einen Unterschied machen kann."
Roglic oder Lipowitz? Definitiv eine knifflige Entscheidung - und für Red Bull-Bora-hansgrohe ein echtes Luxusproblem ...
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