Tadej Pogacar dominiert bei der Dauphiné und lässt Konkurrenz um Remco Evenepoel staunen: "Der beste Fahrer der Welt"
Update 13/06/2025 um 23:24 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar war auf der sechsten Etappe des Critérium du Dauphiné nicht beizukommen. Mit mehr als einer Minute Abstand auf den Zweitplatzierten Jonas Vingegaard deklassierte der Slowene einmal mehr die Konkurrenz und übernahm zusätzlich das Gelbe Trikot von Remco Evenepoel. Der Belgier zollte seinem Konkurrenten anschließend Respekt: "Er zeigt, wer der beste Fahrer der Welt ist."
Highlights: Pogacar düpiert alle - Lipowitz zeigt auf
Quelle: Eurosport
Evenepoel selbst hatte noch am Mittwoch das Einzelzeitfahren überlegen gewonnen. Nach einem Sturz am Donnerstag hatte er der Übermacht des Slowenen vom UAE Team Emirates-XRG allerdings wenig entgegenzusetzen.
Beim Antritt des dreimaligen Tour-de-France-Siegers 7,5 Kilometer vor dem Ziel musste der Doppel-Olympiasieger (Soudal Quick-Step) abreißen lassen.
Anschließend gab er gegenüber "Sporza" zu Protokoll: "Es ging extrem schnell. Am vorletzten Anstieg habe ich mich noch super gut gefühlt, aber am Schlussanstieg war ich, glaube ich, einfach noch nicht erholt genug."
"Sie sind dann in den Anstieg gefahren, als ob das Ziel noch zwei Kilometer entfernt wäre", führte der Belgier weiter aus und lobte den "übermächtigen" Pogacar: "Es war wirklich verrückt. Aber Pogacar war einfach wieder überlegen. Er zeigt, wer der beste Fahrer der Welt ist."
Vingegaard muss abreißen lassen: Visma hadert
Ähnlich äußerte sich auch Grischa Niermann, der sportliche Leiter von Jonas Vingegaards Team Visma-Lease a bike, gegenüber "DR Sporten": "Wenn der beste Bergfahrer angreift und verschwindet, kann man nicht viel dagegen tun."
Zwar gratulierte Niermann dem Etappensieger fair - die Enttäuschung über den Ausgang des Rennens, bei dem Vingegaard 1:01 Minute Rückstand aufgehalst bekam, schwang dennoch durch: "Ich weiß nicht, ob ich es erwartet habe, aber ich hatte gehofft, dass Jonas heute näher am Sieg dran ist. Aber Pogacar war heute eine Klasse für sich, da kann man nur sagen: 'Herzlichen Glückwunsch.'"
Lipowitz jubelt über "wirklich gute Beine"
Deutlich besser war da die Stimmung bei Florian Lipowitz. Für den Youngster von Red Bull-Bora-hansgrohe war der dritte Platz am Freitag gleichbedeutend mit Rang drei in der Gesamtwertung.
"Ich hatte wirklich gute Beine heute. Bei meiner Attacke am vorletzten Berg wollte ich eigentlich nur folgen, doch dann habe ich etwas versucht", beschrieb der Deutsche eine Szene, in der er attackierte und gegenüber den Konkurrenten gar einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte.
"Dann wurde ich eingeholt, aber ich blieb zuversichtlich und habe auf den letzten Anstieg gewartet. Ich bin superhappy mit der Performance", so Lipowitz weiter.
Am Schluss sei er eine Weile in der Gruppe mit Evenepoel gefahren, habe dann aber entschieden, Vollgas bis zum Ziel zu gehen. Der Lohn: Platz drei und das Weiße Trikot des besten jungen Profis in der Gesamtwertung.
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Nur so schnell, um Verlobte zu sehen: Pogacar scherzt im Siegerinterview
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