Tadej Pogacar ist der große Gewinner der Tour Auvergne-Rhônes-Alpes: Die Bilanz des Tour-de-France-Tests in Frankreich

Der große Gewinner der Tour Auvergne-Rhônes-Alpes war selbst beim Tour-Test in Frankreich gar nicht am Start: Tadej Pogacar kann sich die Hände reiben, wenn man Bilanz der acht schweren Etappen zieht. Das Leistungsniveau der Topfahrer bei der Ex-Dauphiné zeigte ein Bild, das dem Vorjahressieger mit Blick auf die Grande Boucle im Juli neuen Rückenwind nach den letzten Rückschlägen gibt.

Highlights: Del Toro auf Schlussetappe nicht zu schlagen

Quelle: Eurosport

Bis Mitte letzter Woche war der Ausblick Richtung Tour de France für Teamleitung des UAE-Rennstalls durchaus eingetrübt.
Über eine Minute lag das dort siegreiche Visma-Aufgebot vorne, obwohl es beim gelben Express auch längst nicht ideal gelaufen war.
Doch die drei schweren Schlusstage des Traditionsrennens drehten die Verhältnisse komplett: Isaac del Toro krönte sich mit zwei souveränen Etappensiegen bei den Bergankünften des Wochenendes noch zum klaren Gesamtsieger am Ende der insgesamt 1200 Kilometer.

Del Toro kann Seixas diesmal folgen

Dass Topfavorit Paul Seixas nach seinem Sturz erst zurückfiel und dann letztlich aufgeben musste, schmälert del Toros starken Eindruck kaum: Im direkten Duell bei der Bergankunft auf der 6. Etappe, als Seixas richtig Druck machte, konnte der Mexikaner dem Franzosen im Schlussanstieg problemlos folgen und am Ende sogar vor ihm über die Ziellinie fahren.
Ein großer Unterschied zu den bisherigen Duellen der beiden Youngster in diesem Jahr: Bei der Baskenland-Rundfahrt hatte Seixas sowohl im Zeitfahren als auch am Berg klar die Oberhand behalten und beim Klassiker Strade Bianche die Schlussrampe in Siena genutzt, um den Rivalen abzuhängen.
Nun aber präsentierte sich del Toro nach seiner längeren Verletzungspause auf dem Weg zu absoluter Topform. Genau rechtzeitig zur Tour de France, wo der 22-Jährige Pogacars wichtigster Helfer auf den schweren Bergetappen sein wird.
picture

Del Toro klettert am Grand Colombier zum Sieg: Das Finale der 7. Etappe

Quelle: Eurosport

Pogacars Edelhelfer sticht Vingegaards aus

Die Stärke del Toros dürfte der Konkurrenz für die kommenden Wochen Kopfzerbrechen bereiten - und dem Slowenen wichtige Optionen verschaffen: Egal wie die genaue Taktik der Doppelspitze mit Florian Lipowitz und Remco Evenepoel bei Red Bull aussehen wird - Pogacars Edelhelfer wird man nur schwerlich abhängen können, er kann mögliche Attacken abdecken und ggf. sogar kontern. In seiner aktuellen Form ist der Topkletterer durchaus selbst ein Anwärter aufs Tour-Podium. Der Giro-Zweite von 2025 könnte, wie Adam Yates im Jahr 2023, am Ende als Teamkollege neben Pogacar in Paris auf dem Podest stehen.
Gleichzeitig zeigte die Tour Auvergne-Rhônes-Alpes eindeutig, dass bei Visma die zweite Option für die Gesamtwertung nicht das gleiche Niveau hat: Matteo Jorgenson war del Toro klar unterlegen, ebenso wie die Lidl-Kapitäne Juan Ayuso und Mattias Skjelmose.
Poagacar selbst, so verriet del Toro im Interview nach seinem Gesamtsieg, sei "50/50 happy" über diesen Erfolg: Das aber sei kein Hinweis auf eine möglicherweise geteilte Kapitänsrolle der beiden bei der Tour, sondern "nur ein interner Witz".
picture

Eine Klasse für sich: Del Toro gewinnt Schlussetappe und Rundfahrt

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung