Tour de France Femmes: Demi Vollering im Ziel völlig verdutzt - Niederländerin merkt, dass sie doch nicht gewonnen hat
Kuriose Szene im Finale der 4. Etappe der Tour de France Femmes 2023: Nach 177,5 Kilometern jubelte in Rodez nämlich nicht nur die wirkliche Etappensiegerin Yara Kastelijn (Fenix-Deceuninck), sondern auch die Zweite Demi Vollering. Zumindest kurz. Denn als sie den Zielstreifen überquerte, merkte die Niederländerin, dass sie doch nicht als Erste im Ziel war. Das war ihr dann ein bisschen peinlich.
Kastelijn fliegt Solo-Triumph entgegen - Kopecky wehrt Attacke ab
Quelle: Eurosport
Vollering (SD Worx) war die Verwunderung anzusehen, nachdem sie sich wenige Meter vor dem Zielstrich aufgebäumt und zum Jubeln angesetzt hatte. Offenbar erkannte die 26-Jährige just in diesem Moment, dass Kastelijn bereits im Zielbereich wartete und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Die Niederländerin hatte bereits 1:11 Minuten zuvor als Solistin den Sieg auf der 4. Etappe gefeiert.
Vollering war das nicht bewusst. "Ich hatte keine Ahnung. Ich habe Anouska (Koster; Anm. d. Red.) eingeholt und das war die Einzige, die wir noch sehen konnten. Aber ich hatte keine Ahnung, wie es aussieht. Also habe ich mir gedacht: Ich jubel einfach mal, dann haben wir wenigstens ein Jubelfoto – und wenn es nicht passt, dann löschen wir es eben", scherzte sie im anschließenden Interview mit "radsport-news.com"-Reporter Felix Mattis.
Vollering konnte zu diesem Zeitpunkt zwar schon wieder lachen, etwas enttäuscht über den verpassten Etappensieg war sie aber doch.
"Es ist eine Tour-Etappe, die will man natürlich gewinnen. Ich war nah dran heute, aber nicht nah genug", so die 26-Jährige.
Vollering macht Zeit auf van Vleuten gut
In der Gesamtwertung machte sie zwar acht Sekunden auf ihre große Rivalin Annemiek van Vleuten (Movistar) gut, doch auch hier hatte Vollering größere Ambitionen: "Natürlich ist es schön, ein paar Sekunden herauszuholen. Aber ich habe auf mehr gehofft, ich habe gehofft, heute schon mehr Zeit herauszuholen."
Zur Halbzeit der Frankreich-Rundfahrt hat ihre Teamkollegin Lotte Kopecky das Gelbe Trikot inne und führt die Gesamtwertung mit 43 Sekunden Vorsprung auf Vollering an.
Allerdings wird der Belgierin im Hochgebirge nicht zugetraut wird, mit den Klassement-Fahrerinnen vorne mitzuhalten.
Van Vleuten liegt mit 51 Sekunden Rückstand auf Kopecky derzeit auf Rang sechs.
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Highlights: Kastelijn hat in Rodez den längsten Atem
Quelle: Eurosport
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