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Tour de France 2016: Cancellara verpasst Heimsieg in Bern - Sagan siegt
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Publiziert 18/07/2016 um 17:32 GMT+2 Uhr
Fabian Cancellara hat den ersehnten Heimsieg auf der 16. Etappe der Tour de France 2016 verpasst. Bei der Ankunft in Bern setzte sich Weltmeister Peter Sagan im Fotofinish gegen Alexander Kristoff aus Norwegen vom Team Katusha durch. John Degenkolb (Giant-Alpecin) belegte in einem packenden Sprintfinish den vierten Rang. Chris Froome (Sky) verteidigte vor dem Ruhetag sein Gelbes Trikot.
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Fotocredit: Eurosport
Platz drei ging an Sondre Holst Enger (IAM/Norwegen), Cancellara musste sich mit dem sechsten Platz vor seinen Fans begnügen.
"Das war eine Riesenchance, deshalb bin ich extrem enttäuscht, dass es nur der vierte Platz geworden ist", sagte Degenkolb, der sich Anfang Februar bei einem Trainingsunfall so schwer verletzt hatte: "Es geht wieder viel besser, ich kann wieder ganz vorne mithalten."
Der 27 Jahre alte Degenkolb versuchte im knüppelharten Finale auf der ansteigenden Zielgeraden alles. Im Finale fehlte dem Geraer, das entscheidende Quäntchen. "Die Beine hätte ich gehabt, um durchzuziehen, aber es fehlte noch das Selbstvertrauen", sagte Degenkolb.
Video: Das packende Finale der 16. Etappe
Degenkolb stapfte wutenbrannt zum Teambus, doch das unverhoffte Wiedersehen mit Söhnchen Leo-Robert ließ den Frust über den knapp verpassten Tour-Etappensieg blitzschnell verfliegen. "Ich freue mich seit zwei Wochen darauf, ihn wiederzusehen. Das ist wirklich eine Riesen-Überraschung", sagte der Geraer, als ihm Ehefrau Laura den Steppke in den Arm drückte.
Durch seinen dritten Etappensieg bei dieser Tour de France baute Sagan die Führung in der Punktewertung um das Grüne Trikot auf 104 Punkte auf Mark Cavendish aus, das "maillot vert" ist ihm nun de facto kaum noch zu nehmen, falls er Paris erreicht.
"Ich bin sehr stolz auf mein Team. Zuletzt habe ich um so wenig verloren, jetzt um so wenig gewonnen. Das ist Schicksal", so der Slowene.
Zuvor hatte das Etixx-Duo Tony Martin und Julien Alaphilippe die Etappe für fast 180 Kilometer bestimmt: Als Paarzeitfahren absolvierten sie den Parcours vor dem Feld, doch das Peloton blieb wachsam und stellte sie rechtzeitig. Die Aktion sorgte dafür, dass der Schnitt der 209-Kilometer-Etappe mit über 47km/h sehr hoch war.
"Um ehrlich zu sein, wollten wir eine Spitzengruppe kreieren, aber dann waren wir auf einmal nur zu zweit. Klar, das war natürlich ein bisschen verrückt, so früh loszufahren. Aber manchmal hat sowas in der Vergangenheit mal funktioniert", sagte Martin.
Die beiden Teamkollegen bekamen gemeinsam die rote Startnummer für den kämpferischsten Fahrer der Etappe verliehen - ein Novum in der Tour-Geschichte.
Nach der ersehnten Ruhepause steuert die Tour 2016 auf ihre Entscheidung zu. Schon die 17. Etappe am Mittwoch mit der Bergankunft auf 1960 m Höhe in Finhaut-Emosson bietet die nächste Chance zur Attacke auf Froome - oder dem britischen Dominator die Gelegenheit, im Kampf um Gelb fast schon uneinholbar davonzuziehen.
Video: Karte + Profil der 17. Etappe
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