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Tour de France: Nikias Arndt verpasst Tour-Coup als Zweiter nur knapp
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Publiziert 21/07/2017 um 17:46 GMT+2 Uhr
Nikias Arndt (Sunweb) hat den Sieg auf der 19. Etappe der Tour de France nur knapp verpasst. In Salon de Provence lag nach 222 Kilometer nur Edvald Boasson Hagen vor ihm, der sich erfolgreich von seinen Begleitern aus einer großen Ausreißergruppe hatte lösen können. Während der Norweger eine späte Attacke vollendete, wurde Arndts Verfolgungsjagd nicht belohnt, im Ziel fehlten ihm fünf Sekunden.
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Dritter wurde im Sprint der nächsten Gruppe Jens Keukeleire (Belgien/ Team Orica).
Das Feld hatte 20 Ausreißern rund zehn Minuten Vorsprung zugestanden, am Tag vor dem Zeitfahren in Marseille ließen es die Favoriten ruhig angehen und auch der gefürchtete Mistral samt möglicher Hatz auf der Windkante blieb dem Feld erspart.
So verteidigte Chris Froome (Team Sky) sein Gelbes Trikot erneut, auch im Kampf um Bergtrikot und Punktewertung gab es keine Bewegung auf den vorderen Plätzen.
Für Boasson Hagen vom Team Dimension Data war es der dritte Tour-Etappensieg seiner Karriere nach einem Doppelpack im Jahr 2011. Nach zwei zweiten und zwei dritten Plätzen bei der Tour 2017 wurde er nun endlich erlöst.
"Jeder in der Gruppe war stark, jeder wollte gewinnen. Ich habe gekämpft, aber Edvald war einfach zu stark. Er hat verdient gewonnen", sagte ein entkräfteter Arndt: "Ich habe es probiert."
Sunweb hat zwei Trikots sicher
Einen Platz auf dem Podium hat Matthews sicher. Der Australier ist in der Punktewertung nicht mehr einzuholen und wird, sofern er verletzungsfrei bleibt, erstmals das Grüne Trikot gewinnen. Dieses hatte er vom fünffachen Etappensieger Marcel Kittel (Arnstadt/Quick Step-Floors) nach dessen Sturz am Mittwoch übernommen. Auch das Bergtrikot (Warren Barguil/Frankreich) ist Sunweb nicht mehr zu nehmen.
Die 19. Etappe nahm zunächst ihren erwarteten Verlauf. Bereits kurz nach dem Start setzte sich die Ausreißergruppe um Arndt vom Peloton ab. Der Vorsprung wuchs und blieb stabil, letztlich auch, weil das Team Sky um Titelverteidiger Froome an der Spitze das Tempo bestimmte und am Scheitern der Flucht kein Interesse zeigte.
Während Froome-Helfer Christian Knees im Feld viel Zeit im Wind verbrachte, machten die Ausreißer die Entscheidung unter sich aus. Am Col du Pointu (3. Kategorie), der letzten Bergwertung dieser Frankreich-Rundfahrt, verpufften noch sämtliche Attacken.
Arndt kann Antritt nicht folgen
Bei einer vorentscheidenden Tempoverschärfung 15 km vor dem Ziel teilte sich die Gruppe, Arndt agierte dabei aufmerksam und blieb an der Spitze. Es folgte ein Ausscheidungsfahren, Angriffe fast im Sekundentakt zermürbten jeden der nur noch neun verbliebenen Fahrer. Der entscheidende Nadelstich gelang Boasson Hagen auf den Schlusskilometern.
Der 30-Jährige ging aus dem Sattel und ließ die Rivalen hinter sich, Arndt folgte, musste den Norweger aber ziehen lassen. Auf den letzten Metern verkleinerte Arndt die größer gewordene Lücke zwar noch, mit fünf Sekunden Rückstand rollte er letztlich aber kopfschüttelnd über den Zielstrich.
Am Samstag fällt auf der 20. und vorletzten Etappe die Entscheidung im Gesamtklassement. Beim 22,5 km langen Kampf gegen die Uhr werden sich Froome und seine Verfolger ein Fernduell um das Gelbe Trikot liefern. Weltmeister Tony Martin will sich indes mit einem guten Ergebnis für seine Tour der Leiden entschädigen. "Ich bin kampfesbereit", sagte der Katusha-Profi.
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