Pressestimmen zu Tour de France: "Super G" weicht nie zurück

Geraint Thomas ist der gefeierte Sieger der Tour und wird von der internationalen Presse gefeiert. Unbeeindruckt von allen Störgeräuschen fährt der Waliser aus dem Schatten von Chris Froome zum Sieg. Doch wie immer im Radsport gibt es geteilte Ansichten. So wird auch die Dopingthematik nicht ausgespart. In Frankreich selbst klagen die Journalisten über zu vielLangeweile bei der Tour de France.

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Fotocredit: Eurosport

FRANKREICH

L'Equipe: "Der Prinz von Wales. Krieg und Frieden. Die 105. Auflage der Tour de France war geprägt von ungewohnten Feindseligkeiten gegenüber Sky, die das Rennen erdrückt haben."
Le Parisien: "Keine Frage – Sky. Sky im sechsten Himmel."
Liberation: "Die Große Schleife am Ende? Die Tour de France dreht sich im eigenen Saft zwischen vorhersehbarem Sieger, Doping und zu viel Geld, das den Wettbewerb vergiftet."
Ouest France: "Ein Zweiter, der Sieger wurde. Eine Tour ohne Spannung. Eine Tour, bei der Sky Langeweile verbreitet."
Courrier de l'Ouest: "Gutes und weniger Gutes über die Franzosen. Julien Alaphilippe hat die Bergwertung gewonnen, Pierre Latour war der beste Nachwuchsfahrer, aber Romain Bardet als erster Franzose endete nur auf Platz sechs."

ENGLAND

Daily Mail: "Geraint Thomas fährt in Paris zum Ruhm. Der brillante Brite gewinnt seine erste Tour de France, während er auf dem Weg Richtung Champs Elysées Champagner schlürft."
Sun: "Super G. Waliser Geraint Thomas feiert den Gewinn des Gelben Trikots mit Champagner - und vergisst fast, seiner Frau zu danken."
Telegraph: "Geraint Thomas' Tour-Triumph war nichts weniger als harte Arbeit."
Times: "Geraint Thomas' Triumph kann die dunklen Wolken über dem Team Sky vertreiben. Der Sieg des bescheidenen Walisers ist wie ein Elixier für die unter Beschuss stehende Mannschaft von (Manager, d.Red.) Brailsford."
Guardian: "Der Tour-de-France-Triumph weckt in Geraint Thomas die Sehnsucht nach weiteren großen Siegen."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Team Sky fährt an der Tour de France stark, aber nicht übermenschlich. Zweifel begleiten den Radsport immer, doch die Leistungen wirken erklärbar. In der Hochphase des Epo-Dopings wurden Anstiege wie nach L'Alpe d'Huez deutlich schneller bewältigt."
Tagesanzeiger: "Das war es noch lange nicht von Sky. Die Briten gewinnen zum sechsten Mal in sieben Jahren die Tour. Zu glauben, ihre Dominanz käme langsam zu einem Ende, wäre ein Irrtum."

USA

New York Times: "Das Spucken und der Spott. Die Eier, die auf die Teamautos geworfen wurden. Die Versuche, die Fahrer bei den härtesten Steigungen aus dem Gleichgewicht zu bringen: Geraint Thomas ist nie zurückgewichen, egal, was Fans - oder seine Rivalen - nach ihm oder dem Team Sky warfen."
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