Tour de France: Primoz Roglic, Chris Froome verliert Platz drei bei letzter Bergetappe

Chris Froome ist auf der letzten Bergetappe der Tour de France aus den Top 3 der Gesamtwertung gerutscht. Der Titelverteidiger fiel hinter Primoz Roglic zurück, der sich als Solist den Sieg auf dem 19. Etappe sicherte. Der Slowene attackierte am letzten Berg kurz vor dem Gipfel erfolgreich und kämpfte sich vor der Konkurrenz ins Ziel. Geraint Thomas verteidigte sein Gelbes Trikot souverän.

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Roglic kam 19 Sekunden vor seinen Rivalen ins Ziel, wo er zusätzlich zehn Sekunden Bonifikation erhielt.
Thomas sprintete in Laruns nach 200,5 Kilometern über vier Pyrenäen-Pässe auf Rang zwei und holte sich noch sechs Sekunden Zeitgutschrift, Dritter wurde der Franzose Romain Bardet. Auch Froome und Tom Dumoulin waren in dieser sieben Fahrer starken Gruppe.
Vor dem abschließenden Zeitfahren am Samstag liegt Thomas (Sky) jetzt 2:05 Minuten vor Tom Dumoulin (Sunweb) und 2:24 vor Roglic (LottoNL-Jumbo). Froome ist Vierter mit 2:37 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot.
Die letzte Bergetappe nutzen Roglic und Dumoulin mehrfach zu Attacken, doch während Froome dabei immer wieder den Anschluss verlor, konnten sie Thomas nicht erschüttern. Der Brite sagte nach der Etappe:
Mit Blick auf das Einzelzeitfahren versuchte er noch die hohen Erwartungen etwas zu dämpfen: "Nichts ist jemals garantiert in diesem Sport. Und morgen wird noch einmal ein sehr, sehr harter Tag."

Sagan quält sich, Alaphilippe am Gipfel

In einer unspektakulären ersten Rennhälfte, in der der zweimalige Etappensieger Julian Alaphilippe (Frankreich/Quick-Step Floors) in einer Fluchtgruppe den Sieg in der Bergwertung rechnerisch perfekt machte, hielten sich die Favoriten zurück. In Schwierigkeiten geriet dagegen Peter Sagan. Der Weltmeister, nach einem Sturz am Mittwoch schwer gehandicapt, kämpfte unter Schmerzen gegen das drohende Aus und den Verlust des Grünen Trikots an. Als 143. des Tages rettete sich Sagan aber noch mit 38:23 Minuten Rückstand ins Ziel.
Am legendären Col du Tourmalet, nach L'Alpe d'Huez der zweite der vier "heiligen Berge" im Programm der Tour 2018, zog das Tempo nach Attacken der Podestkandidaten Romain Bardet (Frankreich/AG2R) und Mikel Landa (Spanien/Movistar) zum Leidwesen Sagans an. Der Slowake vom deutschen Team Bora-hansgrohe versuchte sich im Gruppetto in Richtung Ziel zu schleppen.
Am Col d'Aubisque (Ehrenkategorie), der letzten Bergwertung der Tour 2018, kam es zum Showdown der besten Vier - mit Froome als Verlierer. Der langjährige Dominator der Frankreich-Rundfahrt hatte wie schon in den vorherigen Bergetappen Mühe, das Hinterrad von Thomas, Dumoulin und Roglic zu halten. Zu eigenen Attacken war der 33-Jährige nicht imstande.
In der Abfahrt betrieb er aber Schadensbegrenzung, dem tollkühnen Roglic hatte aber auch Froome nichts entgegenzusetzen. Dieser stürzte sich halsbrecherisch ins Tal und belohnte sich für die riskante Fahrweise.
Auf der 20. und vorletzten Etappe am Samstag fällt die Entscheidung über den Gesamtsieg. Der 31 Kilometer lange Kurs ist wellig und stellt wenige Kilometer vor dem Ziel mit dem Col de Pinodieta (900 m lang/10,2 Prozent steil) eine enorme Hürde.
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