Tour de France will Chris Froome nicht starten lassen

Die Tour de France will den Start von Chris Froome verhindern: Der Vorjahressieger soll zur Tour 2018 nicht starten dürfen. Die Organisatoren der ASO berufen sich dabei das das Regelwerk des Rennens. Dieses sieht vor, dass man Fahrern die Teilnahme untersagen kann, wenn diese dem Ruf der Rundfahrt schaden würde. Diesen Fall sehen sie laut einem Bericht der Zeitung "Le Monde" bei Froome gegeben.

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Ein Sky-Sprecher bestätigte dem "Guardian" den Bericht:
Die Tour-Veranstalter sollen Sky schriftlich verboten haben, ihren Star bei der Tour an den Start zu schicken - das Rennen startet am 7. Juli in der Vendée. Der britische Rennstall hat dagegen Einspruch vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitees für den französischen Sport (CNOSF) angefochten.
Der Fall wird demnach am Dienstag ab 9:00 Uhr in Paris verhandelt. Das Schiedsgericht besteht aus drei französischen Fachleuten, von denen ASO wie Sky je einen Vertreter ausgewählt haben. Der Dritte im Bunde wiederum wurde von den beiden anderen gemeinsam bestimmt.
Der Urteilsspruch soll am Mittwoch veröffentlicht werden. Ein denkbarer folgender Einspruch vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS würde in keinem Fall mehr vor Tour-Start entschieden.

Froome: Positiv bei Vuelta, Sieger beim Giro

Gegen Froome laufen seit Monaten Ermittlungen aufgrund eines positiven Dopingtests auf das Asthmamittel Salbutamol während der Spanien-Rundfahrt 2017. Die Werte des späteren Vuelta-Siegers lagen um das Doppelte über dem erlaubten Grenzwert.
Froomes Teilnahme an Rennen wie zuletzt bei seinem Sieg beim Giro d'Italia, sind wegen der ungeklärten Affäre höchst umstritten, rechtlich aber vom Regelwerk des Radsport-Weltverbandes UCI gedeckt.
Der Fall zieht sich nun seit über zehn Monaten hin und dürfte auch noch lange nach der Tour ein juristisches und wissenschaftliches Tauziehen bleiben, Sky wie UCI haben umfangreiche Expertendossiers zur Untermauerung ihrer Positionen aufgefahren.

Tour beruft sich auf Imageschaden durch Froome

Laut "Le Monde" wolle die ASO um jeden Preis vermeiden, dass der viermalige Tour-Sieger wie schon beim Giro an der Startlinie steht. Die Tour-Organisatoren berufen sich dabei demnach auf Artikel 29.1 ihrer Regularien, mit dem sie sich das ausdrückliche Recht einräumen, einem Fahrer oder einem Team das Startrecht zu verweigern, wenn dadurch das Ansehen der ASO oder eines ihrer Rennen beschädigt wird.
UCI-Präsident David Lappartient erklärte am Sonntag nach den Zeitungsberichten, dass noch bis zur Tour eine Entscheidung in Sachen Froome fallen soll.
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