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Debüt-Erfolg bei der Tour: Ewan sprintet in Toulouse zum Etappensieg

Debüt-Erfolg bei der Tour: Ewan sprintet in Toulouse zum Etappensieg
Von Eurosport

17/07/2019 um 19:26

Debütant Caleb Ewan (Lotto Soudal) hat auf der 11. Etappe der 106. Tour de France seinen ersten Sieg eingefahren. Der 25-jährige Austalier setzte sich über 167 Kilometer von Albi nach Toulouse im Massensprint knapp gegen den Niederländer Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) und den Italiener Elia Viviani (Deceuninck - Quick-Step) durch.

Peter Sagan (Bora - hansgrohe) behauptetete als Vierter seine Führung in der Punktewertung.

"Von keinem anderen Rennen habe ich von klein auf geträumt, dass ich da mal eine Etappe gewinnen würde. Ich kann es nicht glauben. Die Tour de France ist von Australien so weit weg, etwas, das wir nur am TV verfolgt haben. Jetzt bin ich hier und hole noch eine Etappe, ein Traum wird wahr", jubelte der 25-jährige Ewan im Ziel.

Video - "Da saugt er sich ran!" Ewan fängt Groenewegen auf den letzten Metern ab

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Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) verteidigte sein Gelbes Trikot ebenso wie Tim Wellens (Lotto Soudal) das des besten Kletterers und Egan Bernal die Führung in der Nachwuchswertung. Movistar bleibt bestes Team.

Vermeidbarer Sturz im Feld - Terpstra muss aufgeben

Auf den ersten neun Positionen der Gesamtwertung gab es keine Änderungen. Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) führt weiterhin die Gesamtwertung mit 1:12 Minuten Vorsprung auf Titelverteidiger Geraint Thomas (Ineos) an. Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) bleibt Fünfter.

"Es war das große Ziel, es hat ein bisschen länger gedauert, aber jetzt er hat es perfekt gemacht. Besser geht's nicht", freute sich auch Ewans Teamkollege Roger Kluge, der auch "die eine oder andere Freudenträne" eingestand:

" Es war echt eine Riesenerleichterung."

Bevor der Endkampf entbrannte, gab es einen vermeidbaren Sturz im Feld, von dem auch der frühere Roubaix- und Flandern-Sieger Niki Terpstra betroffen war. Mit einer Schulterblessur musste der Niederländer aufgeben, während der Italiener Giulio Ciccone, der kurzzeitig das Gelbe Trikot getragen hatte, mit erkennbaren Schmerzen weiterfuhr.

Video - Sturz bremst das Feld aus: Quintana verliert den Anschluss, Terpstra böse erwischt

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Blick auf die Pyrenäen: "Jetzt geht die Tour so richtig los"

Ab Donnerstag stehen die Klassementfahrer um Titelverteidiger Geraint Thomas im Blickpunkt und auch für die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann beginnen die entscheidenden Abschnitte. "Jetzt geht die Tour so richtig los", sagte der Ravensburger, der als Gesamtfünfter ausgezeichnet im Rennen liegt.

Der Kampf um den Tour-Gesamtsieg entbrennt erstmals im Hochgebirge, die erste Etappe im französisch-spanischen Grenzgebiet ist aber nur ein Vorgeschmack auf das Wochenende.

Vielleicht drücken Ineos-Kapitän Thomas und Egan Bernal (Kolumbien) der Tour dennoch schon ihren Stempel auf beim Ansinnen, den siebten Triumph der britischen Equipe in acht Jahren zu erkämpfen. "Wir haben ein Ziel, nur dieses eine", sagte Thomas.

Mit dem Col de Peyresourde und dem Hourquette d'Ancizan stellen sich zwei Anstiege der ersten Kategorie in den Weg, sie haben aber noch nicht den Schwierigkeitsgrad des mythischen Col du Tourmalet, der das Feld am Samstag erstmals in über 2000 Meter Höhe führt.

Die Sprinter, die in Toulouse noch einmal glänzten, richten ihren Fokus nun auf den Kampf gegen das Überschreiten der Karenzzeit.

Video - Tour-Strecke, 12. Etappe: Erste Bergetappe in den Pyrenäen

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