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Mit Video | Massensturz überschattet Sprint, Sagan in Fotofinish geschlagen

Mit Video | Massensturz überschattet Sprint, Sagan in Fotofinish geschlagen
Von Eurosport

06/07/2019 um 16:54Aktualisiert 16/07/2019 um 16:01

Ein Massensturz hat die 1. Etappe der Tour de France in Brüssel überschattet. Kurz vor dem letzten Kilometer wurde das Feld durch den Crash auseinandergerissen, im chaotischen Sprint setzte sich dann der Niederländer Mike Teunissen im Fotofinish vor Peter Sagan (Slowakei) durch und sicherte sich das erste Gelbe Trikot der 106. Tour de France. Der dritte Platz ging an den Australier Caleb Ewan.

Video - Crash bei Höchsttempo im Sprint-Finale von Brüssel

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Ersatzmann sprintet ins Gelbe Trikot

Eine größere Schrecksekunde erlebte Mitfavorit Jakub Fuglsang - der Däne war knapp 20 Kilometer vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt. Mit blutüberströmtem Gesicht jagte er zusammen mit seinen Helfern dem Feld hinterher und konnte die Lücke von zwischenzeitlich rund 45 Sekunden aber rechtzeitig schließen.

Video - Blutiger Sturz von Mitfavorit: Glück im Unglück für Fuglsang

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Deutsche nach Sturz abgeschlagen

Der Crash kurz vor dem Finale hatte vielen Fahrern die Teilnahme am Schlusssprint gekostet. Auch der deutsche Meister Maximilian Schachmann, zweite Bora-Sprint-Option neben Sagan, war damit aus dem Rennen. "Ich war direkt hinter dem Sturz, dank meiner Scheibenbremse bin ich gerade noch rechtzeitig zum Stehen gekommen", sagte Schachmann:

"Die haben hier ein paar Fallen eingebaut, sodass es über die komplette Dauer immer sehr nervös war."

Weder Andre Greipel (19.) noch Nikias Arndt oder Rick Zabel konnten die deutschen Hoffnungen auf einen Platz in den Top Ten erfüllen.

Video - Tour kompakt - 1. Etappe: Stürze, Sprints, Sensationssieger

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Olympiasieger holt Bergtrikot

Das Bergtrikot eroberte Gerg Van Avermaet - zur Begeisterung seiner belgischen Landsleute hatte sich der Olympiasieger in die erste Ausreißergruppe gemischt und an der Mur de Grammont die Bergwertung der 3. Kategorie gewonnen.

Den Zwischensprint des Tages hatte Peter Sagan gewonnen und damit seine Ambitionen auf sein siebtes Grünes Trikot unterstrichen. Am Ende fehlten ihm Zentimeter zum Gelben Trikot und ein Punkt zur Führung in der Punktewertung. Die knappe Niederlage kommentierte er locker: "So ist das eben, manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Aber die Tour hat gerade erst begonnen."

Video - Gänsehaut-Feeling an der "Mauer": Fans feiern Olympiasieger

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Martin feiert mit Teamkollege Teunissen

"Ich habe gemerkt, dass alle am Ende gestorben sind, dann habe ich mir Sagan auf der Ziellinie geholt. Da brauche ich noch ein paar Tage, um das zu verstehen", sagte Teunissen, der sich damit auch das Gelbe Trikot holte, bei Eurosport.

Der 26 Jahre alte Jumbo-Teamkollege des auch gestürzten Tony Martin war eigentlich gar nicht für den Kampf um den Sieg vorgesehen gewesen. Sein Sprintkapitän und Landsmann Dylan Groenewegen wurde bei der Ein-Kilometer-Marke Opfer eines Massensturzes im vorderen Drittel, erst dadurch konnte Teunissen um den Sieg kämpfen. "Plötzlich hat sich alles in Luft aufgelöst. Dylan ist zu Boden gegangen, da habe ich gedacht, ich fühle mich gut und probiere es", sagte Teunissen. "Ich habe im Ziel Gerüchte gehört, dass Mike gewonnen hat und konnte es nicht glauben, toll!", sagte Martin.

Ob Teunissen am Sonntag das Gelbe Trikot erfolgreich verteidigen kann, hat er nicht (nur) selbst in der Hand. Im Teamzeitfahren über 27,6 km in Brüssel ist Teunissen auf die Hilfe seiner sieben Mannschaftskollegen angewiesen. Das Team Jumbo-Visma um den viermaligen Zeitfahrweltmeister Martin gehört allerdings zu den Topfavoriten.

(SID)

Video - Tour-Strecke: Profil und Kurs der 2. Etappe: Vollgas-Zeittfahren zum Atomium

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