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Tour de France 2019: Greipel kritisiert eigenes Team nach Sprintpleite
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Publiziert 09/07/2019 um 19:48 GMT+2 Uhr
Andre Greipel hat sein Team Arkea-Samsic nach der Sprintpleite bei der vierten Etappe der Tour de France 2019 scharf kritisiert. Der deutsche Sprinter polterte nach dem Rennen: "Ohne starke Mannschaft ist es schwer." Auf schmerzliche Weise wurde dem elfmaligen Etappensieger vor Augen geführt, dass er im Konzert der Großen momentan keine Rolle mehr spielt.
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"Es war chaotisch, jeder hat die Ellenbogen ausgefahren. Ich freue mich über alles Positive bei dieser Tour, aber heute habe ich leider keine Lücke gefunden", sagte der 36 Jahre alte Routinier. Beim ersten echten Sprint royal hatte er den Triumph des Italieners Elia Viviani nach 213,5 km in Nancy als Zwölfter nur als Randfigur erlebt. Auch zum Auftakt in Brüssel war Greipel als 18. bereits klar an einem Spitzenresultat vorbeigefahren.
Nicht nur die Unterlegenheit seines französischen Teams Arkea-Samsic war dafür ein Grund. Greipel machte sich auch aufgrund seiner holprigen Vorbereitung und häufiger Klippen in der Streckenführung kaum Hoffnung auf Verbesserung. "Sagan kann berghoch fahren, Viviani kann berghoch fahren, viele gute Sprinter können berghoch fahren - außer ich", sagte er geknickt.
Zwar streckte sich diesmal auch Peter Sagan vergeblich, doch der Slowake aus der deutschen Mannschaft Bora-hansgrohe behielt mit Rang vier zumindest das Grüne Trikot. Die Ovationen gehörten in Nancy aber Viviani, der in einer Jubeltraube seiner Kollegen des Teams Deceuninck-Quick Step verschwand. Mit einem unwiderstehlichen Antritt ließ der 30-Jährige seine Konkurrenten stehen und feierte am Ufer der Meurthe den ersten Tour-Etappensieg seiner Laufbahn.
Viviani sichert sich den Tagessieg
Viviani setzte sich in dem aufregenden Hochgeschwindigkeitsfinale knapp vor dem Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) sowie dem Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) durch und bescherte seiner Mannschaft nach dem Tageserfolg von Julian Alaphilippe in Epernay den zweiten Sieg in Folge. Der von seinen Landsleuten umjubelte Franzose Alaphilippe behauptete das Gelbe Trikot und trägt es am Mittwoch in Richtung Vogesen. Einziger deutscher Etappensieger in Nancy bleibt Rolf Gölz (1988).
Das Teilstück am Dienstag war der nächste Beleg dafür, dass die deutsche Sprinterherrlichkeit erst einmal vorüber ist. Marcel Kittel und John Degenkolb fehlen dieses Jahr, der aufstrebende Pascal Ackermann wird frühestens 2020 sein Tour-Debüt feiern - und Greipel ist nicht mehr der Alte. Auch gesundheitlich hat er "ein durchwachsenes Jahr" hinter sich und kann die Leistung der Vergangenheit nicht abrufen.
(SID)
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