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Tour de France 2019, Vorschau 3. Etappe mit schwerem Finale nach Epernay
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Publiziert 07/07/2019 um 20:09 GMT+2 Uhr
Die 3. Etappe der Tour de France wird die Favoriten zwingen, die Karten aufzudecken: das Finale hat es mächtig in sich - und das Gelbe Trikot dürfte wechseln. Zu schwer sind die vier Bergwertungen in den Weinbergen der Champagne wahrscheinlich für Spitzenreiter Mike Teunissen. Die steilen Rampen in Serie könnten durchaus auch bei den Favoriten für Bewegung sorgen, zumal viele Bonussekunden locken.
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Fotocredit: Eurosport
Von Belgien geht es für das Peloton der Tour de France nach Frankreich – und zwar bereits nach zwölf Kilometern. Die ersten drei Viertel der Etappe verlaufen flach und bieten bis auf den Zwischensprint in Dize-le-Gros nach 102 Kilometern wenig Spektakel.
Doch ab Kilometer 173 wird es interessant: Zunächst steht die Côte de Nanteuil la Forêt (4. Kat.) an, ehe drei Berge der 3. Kategorie warten. Die Côte d’Hautvillers (km 185,5), die Côte de Champillon (km 190) sowie die Côte de Mutigny (km 199) könnten in ihrer Abfolge dafür sorgen, dass die schnellen Männer schwere Beine bekommen.
Vor allem letztere weist auf 900 Metern Länge 12,2 Prozent im Durchschnitt auf - und an ihrem "Gipfel" werden Bonussekunden für die ersten drei Fahrer an der Bergwertung verteilt.
Dazu kommt die unklassifizierte Côte du Mont Bernon sowie eine ansteigende Zielankunft in Épernay. Gut möglich also, dass es einen Sprint eines reduzierten Feldes gibt oder gar ein mutiger Angreifer mit dem Etappensieg belohnt wird und sich die Zeitgutschrift von zehn Sekunden sichert.
KulTOUR:
Die Rennfahrer erreichen heute die Champagne, die dem berühmten Schaumwein seinen Namen gab. Der Etappensieger wird bei der Podiumszeremonie traditionell eine Flasche davon ins Publikum verspritzen und abends mit der Mannschaft mit einem Gläschen anstoßen. Die französische Bezeichnung "Champagner" ist markenrechtlich geschützt. Andere Schaumweine müssen nach deutschem Lebensmittelrecht je nach Herstellung und Herkunftsland als Sekt bezeichnet werden. Wer auch immer die Etappe gewinnt – der Champagner steht bereit und wird ein echter sein.
HisTOURie:
Binche ist im Radsport ein geläufiger Ortsname, startet und endet doch das Mémorial Frank Vandenbroucke (ehemals Binche-Chimay-Binche) in der etwas mehr als 30.000 Einwohner zählenden Stadt. Diese war allerdings noch nie Tour-Etappenort und gibt ihr Debüt bei der Grand Boucle. Sechs Mal hingegen fuhr die Tour bereits Épernay an, allerdings nur einmal als Zielort einer Etappe. 1963 siegte der Belgier Eddy Pauwels auf der 1. Etappe und übernahm das Maillot Jaune, das schließlich Jacques Anquetil zum vierten Mal nach Paris trug.
TOURakel:
Das Finale ist anspruchsvoll und der ein oder andere Sprinter wird sich an den Wellen in Richtung Ziel in den roten Bereich fahren – wenn nicht gar darüber hinaus. Trotzdem kommt eine große erste Gruppe zum Sprint, bei dem Peter Sagan (Bora-hansgrohe), Caleb Ewan (Lotto-Soudal) und Michael Matthews (Sunweb) die besten Karten für den Sieg haben. Aufzupassen gilt es auf Wout Van Aert (Jumbo-Visma): Der Belgier hat beim Criterium du Dauphiné seine Vielseitigkeit bewiesen, vor allem wenn das Terrain im Sprint bergan führt - und ihm winkt das Gelbe Trikot.
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